Dieses Unternehmen profitiert von steigenden Zinsen

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Die Banken profitieren von steigenden Zinsen. Dies gilt ganz besonders für den US-Branchenprimus JP Morgan Chase. (Foto: Casimiro PT / shutterstock.com)

Die Zins- und Inflationsängste unter den Anlegern haben sich zuletzt wieder ein wenig verflüchtigt. Der Nasdaq 100 und der S&P 500 kletterten sogar auf neue Rekordhochs. Dennoch bleibt Inflation ein Thema. Und damit auch steigende Zinsen.

Profiteure dieser Entwicklung wären die Banken. Denn diese tun sich bei extrem niedrigen Zinsen ausgesprochen schwer, im klassischen Kreditgeschäft Geld zu verdienen. Für sie wären steigende Zinsen ein Segen. Vor diesem Hintergrund könnte es sich für Sie als Anleger lohnen, sich einmal die Aktien der amerikanischen Banken anzuschauen.

Stresstest bestanden

In der vergangenen Woche veröffentlichte die US-Notenbank Fed die Ergebnisse des Banken-Stresstests. Trotz des massiven Einbruchs der Wirtschaft infolge der Corona-Krise haben sie ihre Kapitalreserven gesteigert. Deshalb gibt die Fed grünes Licht für die Banken, wieder vermehrt Kapital an ihre Aktionäre auszuschütten.

Während der Pandemie hatte die Notenbank die Ausschüttungsmöglichkeiten der Banken eingegrenzt. Nach der Bestätigung der Gesundheit ihrer Bilanzen fahren die großen US-Banken jetzt die Ausschüttungen wieder hoch. Zu Wochenbeginn kündigten die Institute gleich reihenweise kräftige Dividendenerhöhungen an.

US-Banken heben die Dividenden an

Morgan Stanley beispielsweise kündigte an, die Dividende im dritten Quartal auf 70 Cents je Aktie zu verdoppeln. Goldman Sachs erhöht die Quartalsausschüttung um 60% auf 2,00 Dollar je Aktie.

Während die Aktie von Morgan Stanley ihre Höchststände aus dem Jahr 2000 noch immer nicht wieder erreicht hat, markierte die Notierung von Goldman Sachs kürzlich neue Rekordhochs. Die Dividendenrendite liegt nach der Erhöhung bei 2,1%. Zudem gibt die Charttechnik grünes Licht für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends.

JP Morgan Chase: Branchenprimus profitiert besonders von steigenden Zinsen

Der beste US-Banktitel ist aus meiner Sicht jedoch die Aktie des Branchenprimus JP Morgan Chase. Das Unternehmen aus New York ist mit 3,4 Bio. Dollar Vermögenswerten und fast 5.000 Filialen in 40 Bundesstaaten das größte US-Institut und führend bei Bankgeschäften mit Privatkunden und mittelgroßen Firmen.

Mit dieser Position profitiert JP Morgan Chase ganz besonders von steigenden Zinsen. Laut Schätzungen von Bloomberg kommt rund die Hälfte der Einnahmen aus Zinsgeschäften. Die Analysten erwarten, dass eine Zinserhöhung um einen Prozentpunkt die Einnahmen um 5 bis 10% erhöht.

Das Unternehmen will die Quartalsdividende um 11% auf 1,00 Dollar je Aktie anheben. Die Dividendenrendite liegt damit bei 2,6%. Zudem kündigte JP Morgan bereits vor einiger Zeit ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 30 Mrd. Dollar an.

Aufwärtstrend vor der Fortsetzung

Die Chancen für weitere Kurssteigerungen stehen gut. Anfang Juni markierte die Aktie von JP Morgan Chase bei gut 167 Dollar ein neues Allzeithoch. Der Rücksetzer, den der Kurs seitdem durchläuft, könnte sich als gute Einstiegsgelegenheit erweisen.

Gelingt der Ausbruch auf neue Höchststände, eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial. Auf Sicht der nächsten Monate sind dann Notierungen zwischen 190 und 200 Dollar realistisch.

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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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