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J.P. Morgan Chase – größte Bank der USA

J.P. Morgan Chase – größte Bank der USA
Bjorn Bakstad / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Bankaktien waren unter Anlegern lange unbeliebt, doch im Zuge der Zinswende gewinnen sie wieder an Popularität. Die Wirtschaft erholt sich von der Pandemie und das macht sich in der Finanzbranche bemerkbar. Wenn Sie vom Aufschwung profitieren und dabei in ein solides Unternehmen mit starker Bilanz investieren wollen, kommen Sie an J.P. Morgan Chase nicht vorbei. Ich sage Ihnen, ob sich ein Investment lohnt.

Breit diversifizierte Dienstleistungen

J.P. Morgan Chase ist eines der größten amerikanischen Finanzdienstleistungsunternehmen und zählt zu den 30 wichtigsten Finanzinstituten der Welt. Die in New York ansässige Unternehmensgruppe bietet weltweit eine breite Palette von Bankdienstleistungen an. Die Gesellschaft ist tätig in den Bereichen Investment- und Private Banking sowie im Beteiligungsgeschäft. Zum Angebot gehören außerdem Vermögensverwaltung, Depot- und Transaktions-Service, Finanzdienstleistungen für Konsumenten und Commercial Banking. Das institutionelle Geschäft des Konzerns operiert unter der Marke J.P. Morgan. Die Marke Chase wird regional in den USA verwendet und umfasst das Retail-Geschäft.

Das Unternehmen ist in vier Geschäftsbereiche unterteilt: Consumer & Community Banking auf der einen Seite, die den Löwenanteil zum Umsatz beitragen und der Bereich Wholesale Business ist noch einmal unterteilt in die drei Sparten Corporate & Investment Bank, Commercial Banking sowie Asset and Wealth Management.

Solides Geschäft

Die Bilanz der vergangenen 10 Jahre kann sich sehen lassen. Von 2011 bis 2020 erhöhte sich der Gewinn unterm Strich von 17,6 auf 27,4 Mrd. $ ‑ 2021 sprang er sogar auf den Rekordwert von rund 42 Mrd. $. Grund dafür war der vorsorgliche Risikotopf, den die Bank während der Pandemie angelegt und jetzt wieder aufgelöst hat. Vorsicht ist für den Bankchef Jamie Dimon das oberste Gebot – auch bei der Vergabe von Krediten, denn die werden nur bei mehrfacher Absicherung vergeben. Dimon ist ein Topmanager und hat auch während der Finanzkrise das richtige Gespür bewiesen. Viele weitere Faktoren sorgen dafür, dass die Bank weltweit außerordentliches Vertrauen genießt.

Immer auf der Höhe der Zeit

Auch jetzt beweist der CEO Weitsicht. Denn in der Fintech-Welt muss sich J.P. Morgan beweisen und baut diesen Geschäftsbereich aus. Ende 2021 wurde beispielsweise die Mehrheit an Volkswagen Payments übernommen – eine Plattform, die digitale Bezahlmöglichkeiten für die Autoindustrie anbietet. Kunden können so Mautgebühren, ihre Tankrechnung oder Parkgebühren bequem vom Auto aus begleichen. Das ist aber noch nicht alles. Jüngst stellte die Bank eine eigene Kryptowährung vor, den JPM Coin. Es ist ein Stablecoin, der immer einen Gegenwert von 1 $ besitzt und so Transaktionen in Echtzeit ermöglichen soll.

Die Aktie ist ein Basisinvestment

Derzeit steht die Aktie unter Druck, weil im 4. Quartal das Handelsgeschäft schwächer abschnitt und die gewerblichen als auch die Konsumentenkredite im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. J.P. Morgan verdiente zwar 14% weniger als im Vorjahresquartal, dennoch übertraf das Zahlenwerk die Erwartungen des Marktes. Für 2022 bin ich zuversichtlich, denn J.P. Morgan profitiert als größte Bank der USA absolut gesehen am meisten von einer Zinswende. Die Aktie ist ein Basisinvestment im Finanzsektor und bei dem aktuellen Kursrücksetzer sicherlich eine gute Kaufgelegenheit. Zu den Kurschancen gibt es noch eine Dividendenrendite von 2,82% obendrauf.