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Bei VISA und MasterCard laufen die Geschäfte wieder

Bei VISA und MasterCard laufen die Geschäfte wieder
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Inhaltsverzeichnis

VISA hat das Vorkrisenniveau wieder erreicht und sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn einen neuen Rekord erzielt.

Die durch Corona ausgelöste Wachstumsdelle ist überwunden. Der Umsatz stieg 2021 um 10,3% auf 24,1 Mrd. $ und der Gewinn um 13,3% auf 12,3 Mrd. $.

Im 1. Quartal hat sich das Wachstum sogar noch einmal beschleunigt. Der Umsatz stieg um 24,1% auf 7,1 Mrd. $ und der Gewinn um 26,6% auf 4 Mrd. $. Die Umsatzrendite stieg auf 56%.

VISA ist eine Gewinnmaschine

Im Februar wurde ein Streit mit Amazon beigelegt. Der Online-Händler hatte sich über hohe Gebühren von VISA beklagt und mit einem Ausschluss der Kreditkarten gedroht. In einigen Ländern mussten die Kunden, die eine VISA-Karte verwenden wollten, bereits eine Zusatzgebühr an Amazon abführen. Nach der Einigung können die Kunden ihre Amazon-Einkäufe wieder weltweit ohne Aufpreis mit VISA-Karten bezahlen. Damit hat sich VISA auch einen wichtigen Kunden gesichert, denn die Amazon-Kreditkarte ist eine VISA-Karte. Die Partnerschaft bleibt bestehen. Der führende Online-Händler hatte gedroht, zum Konkurrenten MasterCard zu wechseln.

VISA profitiert von der anhaltenden Beliebtheit des Online-Handels

Zudem ziehen Reisebuchungen und Geschäftsreisen wieder an, bei denen besonders gerne mit Kreditkarte bezahlt wird. VISA hat weltweit 3,7 Mrd. Karten ausgegeben. Die Kundenbasis ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen.

Unternehmensporträt

VISA Inc. ist ein führender Finanzdienstleister im Kreditkartengeschäft. Der Konzern vergibt weltweit Lizenzen an Banken für die Ausgabe und Abrechnung ihrer Kredit- und Debitkarten. Dabei setzt VISA auf starke Partnerschaften, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und die operative Entwicklung sicherzustellen. Hauptkonkurrenten sind MasterCard und American Express.

MasterCard wieder auf Rekordniveau

MasterCard profitiert wie die anderen Kreditkartenanbieter vom Boom des Online-Handels und dem Widererstarken des Tourismus. Im vergangenen Jahr ist das Unternehmen schneller gewachsen als der Konkurrent VISA. Der Umsatz stieg 2021 um 23,4% auf 18,9 Mrd. $. Der Gewinn wuchs um 35,5% auf den neuen Rekordwert von 8,7 Mrd. $.

Das grenzüberschreitende Zahlungsvolumen ist bereits höher als vor der Pandemie. Im 1. Quartal gibt MasterCard noch einmal einen vorsichtigen Ausblick, weil die Omikron-Welle die Reisetätigkeit einschränkt. Für die Zeit danach geht das Unternehmen aber von einem starken Wachstum aus.

Eine Übernahme soll die technologische Vormachtstellung ausbauen

MasterCard kauft McDonalds die Technologieplattform Dynamic Yield ab. Das Unternehmen liefert individualisierte Produktempfehlungen für Kunden, die unter anderem auf früheren Einkäufen, Website-Aufrufen, der aktuellen Tageszeit sowie dem Betrieb in einem Geschäft und den Käufen anderer Kunden mit ähnlichem Profil basieren. McDonald’s hatte das Unternehmen aus Israel 2019 übernommen, um die Technologie in den Restaurants zu integrieren. Der Umsatz von Dynamic Yield hat sich seither verdoppelt. Über die Konditionen der Übernahme haben die Unternehmen keine Angaben gemacht.

Außerdem schafft MasterCard 200 neue Stellen für Krypto-Experten. Sie sollen Banken bei der Transformation des Zahlungsverkehrs beraten. Zudem wurde eine Vereinbarung mit der Krypto-Börse Coinbase geschlossen. Kunden können künftig ihre MasterCard verwenden, um auf der Plattform einzukaufen.

Unternehmensporträt

MasterCard gehört neben VISA und American Express zu den größten Kreditkartengesellschaften weltweit. Neben der bekannten MasterCard zählen auch die CirrusCard und die guthabenbasierte MaestroCard zum Produktportfolio des US-Finanzdienstleisters. Mit den wertvollen Kreditkarten kann man in 210 Ländern problemlos bezahlen. MasterCard vergibt Lizenzen an Banken, die dann die Karten vertreiben dürfen.