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Was uns Luxushotels über die McDonald’s-Aktie verraten

Inhaltsverzeichnis

Heute schauen wir wieder auf die Börse. Über Kryptowährungen und NFTs haben ich Ihnen die letzten Tagen ausreichend berichtet. Umso interessanter fand ich heute die Aussage, dass in New York City derzeit besonders viele Kreditkarten abgelehnt werden.

Gerüchten auf Twitter zufolge, berichtet hier ein Manager von Rekordanstiegen bei fehlgeschlagenen Kreditkarten-Transaktionen. Dass es sich hierbei um ein Luxushotel handelt, macht die Sache sogar noch interessanter. Wenn sogar die eigentlich finanziell besser aufgestellten Kunden auch schon Probleme mit der Bezahlung haben. Die Inflation trifft offenbar jeden.

(Quelle: Twitter.com)

Weil der Tweet mit „NFTs forever“ schließt, wurde es mir wohl in meinem Feed angezeigt. Doch jetzt kommen wir zum eigentlich interessanten Fund. Denn was jemand per Hörensagen auf Twitter postet, muss ja nicht wirklich stimmen. Im Zweifel glauben wir es einfach mal. Oder auch nicht. Wichtiger ist, was jemand darunter kommentiert hat:

Hier gibt es zwar auch wieder Hörensagen von einem Freund, der bei einem Hedge Fund arbeitet. Die Information klingt jetzt allerdings nicht frei erfunden. Und zwar geht es darum, dass der Umsatz von McDonald’s in Manhattan um 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Anscheinend hat der Hedge Fund noch nie einen solchen Anstieg gesehen, seitdem derartige Daten gekauft werden.

(Quelle: Twitter.com)

Zählen wir 1+1 zusammen

Wir haben eine allgegenwärtige Inflation. Wir haben Geld geschöpft, als gäbe es kein Morgen mehr. Wir haben extrem viele Unternehmen mit „Zombie-Status“, die also nicht einmal mehr ihre Kreditzinsen bezahlen können. Was jetzt kommen muss, ist eine große Reihe von Firmenpleiten. Und in Krisen sparen die Leute, wo es geht.

In den USA ist es bekanntermaßen üblich, nicht zu Hause zu kochen. Wer nur auswärts in der Lage ist, Nahrung aufzunehmen, muss günstiger Essen gehen. So erkläre ich mir den extremen Anstieg der Umsätze bei McDonald’s. Wohlgemerkt betrifft die Aussage nur Manhattan. Zeigt aber auch, dass auch die Leute mit eher dickem Geldbeutel auf ihre Ausgaben achten müssen. Manhattan ist jetzt nicht für Armut bekannt. Ein Teil davon wird sicherlich auch von Touristen kommen oder von einfachen Arbeitern.

Wer jetzt 56 Prozent öfter als sonst bei McD einkaufen, spielt dabei auch keine Rolle. Wir sehen auf jeden Fall eindeutig, dass die Krise wieder einmal dafür sorgt, dass günstige Produkte höheren Absatz haben. Walmart sollte dementsprechend ähnlich profitieren können.

McDonald’s im Tageschart

Bereits in der ersten Märzhälfte gab uns der blaue Punkt ein Kaufsignal. Es endete die Verkaufspanik. Seitdem basteln die Kurse ein Dreieck. Wir könnten also im bullischen Falle, die Höhe des Dreiecks an den Ausbruch anlegen, wenn alles ideal läuft.

(Quelle: Tradingview.com)

Die Höhe des Dreiecks beträgt stolze 53,15 US-Dollar. Bei einem Ausbruch bei etwa 250 US-Dollar würden wir somit die 300er Marke anlaufen können.

Doch – und das wissen Sie hoffentlich als Stammleser auch schon – Dreiecke sind recht launisch. Hier gibt es selten den perfekten Ausbruch. Meistens schiebt sich ein Fehlausbruch vor, bevor es dann richtig läuft.

Allerdings müssen wir unter Umständen gar nicht auf den Ausbruch warten. Wenn wir weiter an die Krise glauben und die Kurse sowieso gerade eher am unteren Ende des Dreiecks verlaufen, ist jetzt ein Aufstocken für das Depot vermutlich nicht verkehrt. Aus aktueller Sicht hätten wir sogar einen Profit von 25 Prozent, wenn das mögliche Ziel bei rund 300 US-Dollar erreicht werden sollte.

Betrachten Sie den Kauf als Mini-Absicherung: Nimmt die Krise an Fahrt auf, wird günstiges Essen profitieren. Sollten sich die Probleme wieder auflösen, steigt das gesamte Depot sowieso, weil sich auch der Markt erholt. Abgesehen davon, dass McDonald’s sicherlich bei vielen Anleger sowieso schon im Depot ist. Insofern haben wir jetzt einen Grund für den Nachkauf, wenn wir es nicht schon Mitte März getan haben.