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Amazon und Microsoft im Chartcheck

Amazon und Microsoft im Chartcheck
Volodymyr Kyrylyuk / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Heute nehmen wir uns die beiden Schwergewichte zur Brust. Ganz so hoch müssen wir sie zum Glück derzeit nicht stemmen. Von den jeweiligen Allzeithochs sind beide Unternehmen einiges entfernt.

Amazon im Tageschart

Lila habe ich Ihnen das Allzeithoch eingezeichnet. Dazu fehlen inzwischen satte 700 US-Dollar oder fast 20 Prozent! Das sollten wir nicht unterschätzen. Der Corona-Effekt baut sich offenbar in den Monaten seit Mitte 2021 ab. Hier entstand das Allzeithoch, das wir am 19. November 2021 noch einmal beinahe erreichen konnten. Seitdem halten sich die Kursanstiege in Grenzen.

(Quelle: Tradingview.com)

Klar, die beiden blauen Punkte als Ende der Verkaufspanik waren auch hier wieder gute Einstiege. Wenn so etwas bei derart großen Aktien passiert, ist das quasi immer ein Kauf. Damit meine ich Verkaufsübertreibungen, die sogar im Tageschart zu sehen sind. Das kommt entsprechend selten vor.

Damit Sie das besser einordnen können: Nicht einmal bei Hoch der Corona-Panik und dem dazugehörigen Crash, zeichnete der Chart einen blauen Punkt! Vor diesen beiden Übertreibungen im Chart gab es eine im August 2019 und davor im Oktober 2018. Alle Jubeljahre also – entsprechend sind diese Signale nicht zu unterschätzen. Die Preise lagen damals übrigens jeweils bei ca. 1.780 US-Dollar. Bis zum Allzeithoch 2021 kamen also noch 2.000 US-Dollar oben drauf.

Jetzt haben wir im Chart eine kleine Trendlinie durchbrochen und wir machen hoffentlich keine tieferen Tiefs. Die blaue Querlinie diente in der Vergangenheit zweimal als Unterstützung. Dass die Kurse sich nicht daranhalten müssen, sehen Sie im Chart. Amazon macht im Moment keine attraktiven Eindruck. Vielleicht müssen wir noch einmal deutlich unter die 3.000er Marke fallen.

Oder wir warten einfach auf den 6. Juni 2022. Dann will Amazon den Aktiensplit von 20:1 durchführen. Aus der 3.000er Marke werden dann 150 US-Dollar.

Microsoft im Tageschart

Auch hier zeichnet die lila Linie das Allzeithoch. Hier fehlen über 18 Prozent zu den Kursen bei knapp 350 US-Dollar. Microsoft hat heute auf einer Trendlinie aufgesetzt, die bereits 4 Auflagepunkte hat. Mit etwas Glück können die Kurse hier drehen. Die Zone zwischen 280 und 290 US-Dollar war in der Vergangenheit schon öfter eine gute Unterstützung. Allerding gab es selten einen sofortigen Rebound. Oftmals mussten die Bullen und Bären die zukünftige Richtung einige Tage ausdiskutieren.

(Quelle: Tradingview.com)

Insofern sieht Microsoft aktuell noch besser aus als Amazon. Zwar sind sie ähnlich weit vom Allzeithoch entfernt, doch die momentane Chartlage bieten einen Funken oder zwei mehr Hoffnung. Sollten wir allerdings unter die 270er Marke fallen, ist auch bei Microsoft erst einmal Bluescreen angesagt. Dann braucht es einen Neustart für die Anleger, um die Kurse wieder langfristig nach oben zu pushen.

Beide Kandidaten sind aus aktueller Sicht kein Kauf. Microsoft hat allerdings bessere Chance sich in so etwas wie eine Long-Trade zu verwandeln. Aber dafür ist es jetzt noch zu früh.