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Microsoft als Partner im Bereich Cybersicherheit gefragt

Microsoft als Partner im Bereich Cybersicherheit gefragt
Volodymyr Kyrylyuk / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Der Krieg in der Ukraine hat die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt geschickt. Zahlreiche Unternehmen geraten durch die staatlichen Sanktionen unter Druck, viele ziehen sich bis auf Weiteres freiwillig aus ihrem Russlandgeschäft zurück oder schränken ihre Aktivitäten dort zumindest stark ein. Firmen, die über globale Lieferketten Komponenten beziehen oder ihre Produkte exportieren, werden besonders stark in Mitleidenschaft gezogen.

Cybersecurity gewinnt an Priorität für Staaten und Unternehmen

Doch es gibt an der Börse auch Profiteure der jüngsten Entwicklungen. Neben Energiekonzernen, die von steigenden Preisen profitieren, geraten auch Technologiekonzerne wieder verstärkt in den Blick – gerade solche, die mit Infrastruktur rund um Cybersicherheit aufwarten können.

Immer wieder stand Russland in den vergangenen Jahren im Verdacht, für großangelegte Hackerangriffe in anderen Ländern verantwortlich zu sein. Auch im Konflikt mit der Ukraine flammen die Vorwürfe wieder auf. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Bereich IT-Sicherheit für Regierungen, staatliche Stellen, aber auch für Unternehmen an Priorität.

Microsoft stark aufgestellt

Ein namhafter Anbieter in diesem Segment ist Software-Urgestein Microsoft. Im Jahr 2020 steuerte der Geschäftsbereich Cybersecurity rund 10 Milliarden US-Dollar zum Gesamtumsatz bei und verzeichnete damit ein rasantes Wachstum von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seine Expertise im Bereich Cybersicherheit baut Microsoft zudem seit Jahren durch entsprechende Firmenübernahmen aus.

Auch in einem ganz anderen Bereich ging Microsoft zuletzt auf Shoppingtour. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Microsoft den Spieleentwickler Activision Blizzard übernimmt und damit vor allem die hauseigene Spielekonsole Xbox gegenüber dem Dauerrivalen Playstation von Sony stärkt. Für zahlreiche beliebte Spiele wird Sony künftig wohl Lizenzgebühren an den Konkurrenten abdrücken müssen.

Der Zukauf ist mit einem Volumen von 68,7 Milliarden Dollar der mit Abstand größte in der Unternehmensgeschichte von Microsoft und löst damit LinkedIn ab. Das soziale Netzwerk für berufliche Kontakte hatte sich Microsoft im Jahr 2016 für gut 26 Milliarden Dollar einverleibt und hielt sich seither bedeckt mit Detailinformationen über die Geschäftsentwicklung in diesem Bereich. Nun aber gab es erfreuliche Nachrichten: Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat LinkedIn demnach zum ersten Mal die Marke von 10 Milliarden Dollar Umsatz geknackt – und ist mit Blick auf die Nutzerzahlen weiter auf Erfolgskurs.

Microsoft schränkt Russlandgeschäft ein

Hinsichtlich des Kriegsgeschehens in der Ukraine hat Microsoft unterdessen Anfang März die Reißleine gezogen und – ebenso wie etliche andere Unternehmen – Service und Vertrieb in Russland vorerst gekappt. Die Microsoft Aktie, die in den ersten Tagen nach dem russischen Einmarsch auf das Staatsgebiet der Ukraine noch zulegen konnte, rutschte zuletzt etwas ins Minus. Seit Beginn des Jahres hat der Kurs inzwischen zweistellig nachgegeben, derzeit kostet die Microsoft Aktie rund 280 Dollar.

Analysten sind jedoch überzeugt, dass hier noch reichlich Luft nach oben besteht: Die Kursziele etlicher Großbanken für die Microsoft Aktie bewegen sich zwischen 360 Dollar (UBS) und 400 Dollar (Credit Suisse, Goldman Sachs) – allerdings wurden diese Einschätzungen Ende Januar getroffen und haben somit die jüngsten geopolitischen Entwicklungen noch nicht berücksichtigt.