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Microsoft lockt mit Lohnerhöhungen

Inhaltsverzeichnis

So einen Arbeitgeber wünscht man sich: Weil die Inflation die Lebenshaltungskosten der Menschen diesseits wie jenseits des Atlantiks in die Höhe schraubt, hebt Microsoft nun die Gehälter deutlich an. Zumindest ein Teil der Belegschaft kann sich über ein kräftiges Plus im Personalbudget freuen. Auch die Aktienvergütungen sollen um bis zu 25 Prozent steigen, wie das Unternehmen Anfang der Woche mitteilte.

Software-Ingenieure bleiben heißbegehrt und gutbezahlt

Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um reine Nächstenliebe, um den eigenen Angestellten die Inflationssorgen zu nehmen. Darüber hinaus versucht Microsoft auch, junge Talente an sich zu binden – denn attraktive Arbeitgeber im IT-Bereich gibt es entlang der US-Westküste bekanntlich zuhauf. Selbst in und um Seattle, wo Microsoft seinen Hauptsitz hat, haben sich mehrere Konkurrenten angesiedelt. Ein Umzug ins Silicon Valley wäre also nicht zwingend erforderlich, wenn man Microsoft verlassen wollte.

Doch gerade Personen, die am Beginn oder in der Mitte ihrer Karriere bei Microsoft stehen, sollen nun von den Lohnsteigerungen profitieren. Wie hoch die Gehälter im Einzelnen ausfallen, bleibt Betriebsgeheimnis – Schätzungen gehen aber davon aus, dass qualifizierte Software-Ingenieure bei Microsoft durchaus mit einem sechsstelligen Einstiegsgehalt rechnen können.

Microsoft: Vielfältige Projekte im Köcher

Insofern dürften selbst Inflationsraten von mehr als 8 Prozent, wie sie zuletzt in den USA gemeldet wurden, die Belegschaft von Microsoft nicht in Existenznöte stürzen. Schaden kann es dennoch nicht, die klügsten Köpfe monetär bei Laune zu halten. Schließlich hat man bei Microsoft noch viel vor.

Neben dem stetig wachsenden Cloudgeschäft und der neuen virtuellen Version von Betriebssystem und Office-Produkten arbeitet Microsoft unter anderem ebenfalls an dem, was Facebook-Gründer Mark Zuckerberg im vergangenen Jahr als „Metaversum“ der Welt vorstellte: Erdacht wird ein paralleles Universum, in dem digitale Sphären mit der Realität verschwimmen. Was für Laien erst einmal abstrakt und wenig greifbar klingt, gilt im Silicon Valley längst als das nächste große Ding. Und daran will auch Microsoft teilhaben.

Strategische Zukäufe, vertiefte Kooperationen

Darüber hinaus pflegt das Unternehmen seine Spielekonsole Xbox und hat Anfang des Jahres mit dem Zukauf von Activision Blizzard für Aufsehen gesorgt. Mit dem fast 70 Milliarden Dollar schweren Deal sichert sich Microsoft die Rechte an zahlreichen beliebten Spielen. Will Konkurrent Sony diese für seine Playstation im Angebot halten, werden künftig saftige Lizenzgebühren an Microsoft fällig.

Erweitert wird außerdem die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Volkswagen. Nach den cloudbasierten Plattformen, die die Kooperation in den vergangenen Jahren bereits hervorgebracht hat, wollen beide Konzerne künftig auch im Bereich Augmented Reality ihre Zusammenarbeit vertiefen. Automessen in China haben bereits gezeigt, wohin die Reise künftig gehen könnte: Dort sind ins Fahrzeug integrierte Entertainmentangebote stark nachgefragt, die europäische Vorstellungen bei weitem überschreiten. Frei nach dem Motto: Das Auto fährt von selbst – und der Fahrer beschäftigt sich währenddessen anderweitig.

Microsoft rechnet weiterhin mit starker Margenentwicklung

Anleger jedenfalls können sich entspannt zurücklehnen. Auch wenn Microsoft seine Personalausgaben erhöht, rechnet das Unternehmen für das noch bis Ende Juni laufende Geschäftsjahr mit weiter steigenden operativen Margen.

Dazu tragen unter anderem Preiserhöhungen bei, die man nun Endverbrauchern bei der Nutzung von Office 365 und Microsoft 365 abverlangt – die Inflation, Sie wissen schon. Zuletzt lag die operative Marge bereits bei starken 41,6 Prozent. Für Aktionäre dürfte also unterm Strich auch noch etwas übrigbleiben.