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Netflix baut Gaming-Sparte weiter aus

Netflix baut Gaming-Sparte weiter aus
Harry Wedzinga / shutterstock.com
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Bereits vor einigen Wochen habe ich Ihnen berichtet, dass der führende US-Streamingdienst Netflix seine Gaming- bzw. Spielesparte weiter ausbauen möchte. Nachdem der Streamingdienst bereits Anfang März dem finnischen Spieleentwickler Next Games Oyj ein Übernahmeangebot unterbreitet hat, haben die Amerikaner jetzt einen weiteren Deal bekannt gegeben.

Diesmal trifft es den texanischen Spieleentwickler Boss Fight Entertainment. So gab der Vizepräsident der Netflix-Games-Studios, Amir Rahimi, am Freitag bekannt, dass sein Unternehmen den in Allen/Texas beheimateten Mobile-Game-Entwickler in seinen Reihen willkommen heißt.

Was Netflix für Boss Fight Entertainment auf den Tisch blättern musste, teilte Rahimi jedoch nicht mit. Für Sie zur Orientierung: Für den deutlich größeren finnischen Spieleentwickler Next Games hatte Netflix umgerechnet rund 65 Mio. Euro geboten.

Kurs der Netflix-Aktie gibt leicht nach

In einem leicht negativen Marktumfeld gab auch der Kurs der Netflix-Papiere an der US-Technologiebörse NASDAQ leicht nach. Er fiel am Freitag, dem Tag der Bekanntgabe der Übernahme von Boss Fight Entertainment, im Vergleich zum Vortag um knapp 0,5% und ging mit einem Kurs von nur noch 373,85 US-Dollar (USD) in das Wochenende.

Inwiefern dieser leichte Kursrückgang auf die Unzufriedenheit der Investoren über den Kauf des texanischen Spieleentwicklers zurückzuführen war, bleibt offen. Schließlich sind auch die amerikanischen Börsen aufgrund des Kriegs in der Ukraine augenblicklich hochvolatil.

Netflix setzt auf Spielesparte…

Ähnlich wie seine Mitbewerber Apple, Disney und Amazon will auch Netflix seine Spielesparte verstärkt ausbauen. So hat Netflix im letzten Jahr ein eigenes Entwicklungsteam aufgebaut und bietet seinen Kunden bzw. Usern seit gut 4 Monaten mobile Spiele an.

Ergänzt werden die Eigenkreationen durch die von den übernommenen Firmen entwickelten Spielen. Hierzu zählen die Spiele der texanischen Boss Fight, der finnischen Next Games und auch des bereits im September 2021 übernommenen US-Spielentwicklers Night School Studio.

… und kündigt weitere Akquisitionen an

Dass die Übernahme von Box Fight Entertainment nicht der letzte Deal des US-Streamingdienstes sein wird, machte auch Amir Rahimi in einem Statement deutlich:

„Wir stehen noch ganz am Anfang, wenn es darum geht, großartige Spielerlebnisse als Teil Ihrer Netflix-Mitgliedschaft zu entwickeln. Durch Partnerschaften mit Entwicklern auf der ganzen Welt, die Einstellung von Top-Talenten und Akquisitionen wie diese hoffen wir, ein Spiele-Studio von Weltrang aufzubauen, das in der Lage ist, unseren Hunderten von Millionen Mitgliedern auf der ganzen Welt eine große Auswahl an unterhaltsamen und fesselnden Original-Spielen zu bieten – ohne Werbung und ohne In-App-Käufe.“

Für Sie als Investoren kann es sich daher lohnen, wenn Sie sich den Markt der Spieleentwickler anschauen. Einige der meist relativ kleinen Entwicklungsstudios sind auch an den internationalen Börsen vertreten.

Wie es weitergeht

Rahimi kündigte in seiner Pressemitteilung an, dass sich auch nach der Übernahme für die Mitarbeiter von Box Fight Entertainment nur wenig ändern wird. So bleiben die Box-Fight-Entwicklungsstudios in Allen (bei Dallas), Austin und Seattle erhalten.

Dies ermögliche es dem im kalifornischen Los Gatos (etwa 15 km südlich von San Jose) beheimateten Streamingdienst „auch außerhalb von Kalifornien auf großartige kreative Talente zurückzugreifen“, so Netflix in seiner Mitteilung.