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Nvidia: Chip-Riese erzielt Rekordgewinn

Nvidia: Chip-Riese erzielt Rekordgewinn
michelmond / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Nvidia hat am Mittwochabend nachbörslich die Zahlen für das Schlussquartal veröffentlicht und die Erwartungen der Analysten klar geschlagen. Der Bedarf an Chips für künstliche Intelligenz und Grafikkarten sorgt beim Halbleiter-Spezialisten Nvidia für kräftigen Rückenwind. Auch bei der Prognose lieferte der Chip-Hersteller ab.

Nvidia im Portrait

Nvidia ist einer der größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer und Spielkonsolen. Der Hauptsitz liegt in Santa Clara, Kalifornien. Der Konzern besitzt keine eigenen Fertigungsstätten und arbeitet somit nach dem sogenannten Fabless-Prinzip.

In den letzten Jahren profitierte Nvidia stark vom Trend zur Künstlichen Intelligenz (KI). Ob in der Autoindustrie, der Medizin oder der Hirnforschung, überall sind die Prozessoren der Kalifornier im Spiel. Mit Hilfe der Hochleistungschips des US-Konzerns können die rechenintensiven Prozesse überhaupt erst umgesetzt werden.

53% Umsatzwachstum im vierten Quartal

Die gerade präsentierten Zahlen zur Geschäftsentwicklung hatten es in sich: Im zurückliegenden Quartal (geht bei Nvidia bis Ende Januar), kletterten die Umsätze um 53% auf 7,64 Milliarden Dollar in die Höhe. Damit wurden die Schätzungen der Analysten (Daten von Seeking Alpha) nochmals um 210 Millionen Dollar übertroffen.

Der Gewinn konnte ebenfalls kräftig auf 3 Milliarden Dollar gesteigert werden. Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahresquartal blieben „lediglich“ 1,45 Milliarden Dollar Gewinn übrig. Je Aktie stand am Ende ein bereinigter Gewinn von 1,32 Dollar in den Büchern. Auch das lag um 10 Cent über den Erwartungen der Analysten (Daten von Seeking Alpha) und um 69% über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresquartals.

Beeindruckendes Wachstum in der Rechenzentrums-Sparte

Ein genauerer Blick in die Zahlen verrät: Das Geschäft mit Chips für Rechenzentren wird immer wichtiger. Insbesondere die Grafikprozessoren für KI-Anwendungen und Deep Learning finden bei Kunden wie Amazon oder Google reißenden Absatz. Im vierten Quartal schossen die Umsätze in der Sparte um 71% auf 3,26 Milliarden Dollar nach oben. Inzwischen macht das Geschäft 42,6% der gesamten Konzernerlöse aus.

Spielesparte ebenfalls mit rasantem Zuwachs

Aber auch die Entwicklung im zweiten großen Geschäftsfeld, der Spielesparte, konnte sich mit einem Zuwachs um 37% auf 3,42 Milliarden Dollar durchaus sehen lassen. Ebenfalls stark zeigte sich das Visualisierungsgeschäft, in dem die Umsätze um 119% auf 643 Millionen Dollar anzogen.

Lediglich der Geschäftsbereich Automotive (-14% auf 125 Mio. Dollar ) mussten deutlich Federn lassen. Zuletzt wurde das Geschäft von Produktionsproblemen in der Autobranche angesichts der globalen Bauteile-Knappheit gebremst. Allerdings fällt das Segment mit einem Umsatzbeitrag von lediglich 1,6% derzeit nicht sonderlich stark ins Gewicht.

Zukunftsmarkt Autonomes Fahren

Gleichzeitig gab es allerdings auch positive Nachrichten aus der Sparte: Von 2025 an sollen Computer und Software von Nvidia in alle neuen Modellen der Marken Jaguar und Land Rover integriert werden. Das Ziel sind selbstfahrende Autos, bei denen der Fahrer zumindest in bestimmten Situationen die Steuerung komplett dem Computer überlassen kann. Nvidia hat bereits Deals unter anderem mit Mercedes-Benz, Volvo und Hyundai sowie den Robotaxi-Firmen Cruise und Zoox.

Abgeblasene Arm-Übernahme sorgt für Einmalkosten

Für das laufende Vierteljahr erwartet Nvidia einen weiteren Umsatzanstieg auf 8,1 Milliarden Dollar (+43% vs. Vorjahr). Allerdings wird das Quartalsergebnis durch die abgeblasene Übernahme des Chip-Spezialisten Arm belastet. Hier hatte Nvidia kürzlich den Rückzug auf Grund der Widerstände der Kartellbehörden angekündigt. In diesem Zusammenhang muss Nvidia eine Strafzahlung von 1,36 Milliarden Dollar an Arm leisten. .