NVIDIA ist nicht zu stoppen

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Um richtig in die Spielewelt einzutauchen, ist eine hoch auflösende, flüssige Grafik absolut notwendig. Hier kommt NVIDIA sprichwörtlich ins Spiel. (Foto: michelmond / shutterstock.com)

Es gibt viele Themen, bei denen sich die Geister scheiden. Gaming gehört dazu. Ist es für Sie das stundenlange Zocken auch eher ein Massenphänomen oder schlicht und ergreifend unverständlich. Doch eines steht fest: Gaming ist in. Videospiele wie Minecraft oder Call of Duty begeistern die Fans seit Jahren und die Aktie die Börsianer. Es gab zwar immer malwieder Rücksetzer, aber auf lange Sicht bleibt nicht viel zu sagen, außer: sagenhafte 1.470% Kursplus seit 2016!

Auf die Grafikkarte kommt es an

Um richtig in die Spielewelt einzutauchen, ist eine hoch auflösende, flüssige Grafik absolut notwendig. Die Wahl der richtigen Grafikkarte gehört zu den wichtigsten Entscheidungen eines Gamers. Hier kommt NVIDIA sprichwörtlich ins Spiel. Der amerikanische Konzern aus Kalifornien entwickelt Grafikprozessoren und Chips für Computer und Spielekonsolen. Und das außerordentlich erfolgreich.

Ein fantastisches Quartal

Der marktführende Grafikkartenhersteller NVIDIA blieb auch im Geschäftsjahr 2020 auf Rekordkurs und hat seinen Umsatz um 52,7% auf 16,7 Mrd. $ gesteigert. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 54,9% auf 4,3 Mrd. $. Das Wachstum des Spezialisten für Grafikprozessoren (GPU) wurde durch Rekordeinnahmen in seinem Geschäft mit Rechenzentren für Spiele und künstliche Intelligenz (KI) angetrieben. Auch für das 1. Quartal meldete der Konzern Rekordzahlen. Demnach stieg der Umsatz um 84%, obwohl es in den letzten Wochen und Monaten auf der ganzen Welt zu beträchtlichen Lieferengpässen bei der Herstellung von Chipsätzen gekommen ist. Der Gewinn verdoppelt sich unterm Strich auf 1,9 Mrd. $.

Starke Nachfrage durch Covid-19

Die Marktplattformen für Spiele und Rechenzentren haben von einer stärkeren Nachfrage profitiert, da die Menschen weiterhin von zu Hause aus arbeiten, lernen und spielen. In der professionellen Visualisierung wurde die stärkere Nachfrage nach mobilen Workstations aufgrund von Work-from-Home-Trends teilweise durch die geringere Nachfrage nach Desktop-Workstations ausgeglichen.

In der Automobilindustrie ist das Produktionsvolumen der Kunden weitgehend auf das Niveau vor Covid-19 zurückgekehrt. NVIDIA feuert auf alle Zylinder und erzielte Rekordumsätze in den Bereichen Spiele, Rechenzentren. Die neue NVIDIA GeForce RTX-GPU ist der größte Generationssprung aller Zeiten und die Nachfrage ist überwältigend. NVIDIA RTX hat Raytracing zum neuen Standard für Spiele gemacht.

Ausstehende Arm Akquisition

Schlechte Nachrichten gibt es nur aus der Politik. NVIDIA plant seit einigen Monaten die Übernahme des britischen Chip-Designers ARM. Das Unternehmen designt Computerchips und erstellt Baupläne, um sie später zu lizenzieren. Namhafte Kunden sind Apple mit seinen Mac-Prozessoren oder die Snapdragon-Chips von Qualcomm, die in vielen Hochleistungs-Android-Handys verbaut sind. Für die Übernahme ist NVIDIA bereit 40 Mrd. $ auf den Tisch zu legen. Doch die britischen Wettbewerbshüter sehen in der Übernahme eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. ARM gehört zum japanischen Konglomerat SoftBank, sodass Spionage aus dem asiatischen Raum und Wettbewerbsverletzungen unterstellt werden.

NVIDIA überzeugt auf ganzer Linie

Der Konzern ist in mehreren Zukunftsmärkten vertreten. Neben dem autonomen Fahren, das ohne NVIDIA-Grafik nicht funktionieren wird, dem stark wachsenden Gaming-Markt, Deep-Learning-Anwendungen, künstlicher Intelligenz und Kryptowährungen: NVIDIA verdient überall mit und ist oft sogar Innovationsführer. So verwundert es nicht, dass die Zahlen trotz der Pandemie erstklassig ausgefallen sind. NVIDIA ist nicht zu stoppen und in vielerlei Hinsicht ein Konzern der Zukunft.

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Nvidia überzeugt auf ganzer LinieDer amerikanische Konzern aus Kalifornien entwickelt Grafikprozessoren und Chips für Computer und Spielekonsolen. Und das außerordentlich erfolgreich. › mehr lesen


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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