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Oracle-Aktie nach starker Prognose deutlich fester

Oracle-Aktie nach starker Prognose deutlich fester
josefkubes / shutterstock.com
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Mit einem deutlichen Kursplus von 10% reagierte gestern die Aktie des Datenbank-Giganten Oracle auf die Vorlage der Geschäftszahlen. Der US-Konzern schlug beim Umsatz und Gewinn die Erwartungen der Analysten. Zudem zeigt sich Oracle auch für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich und konnte bei den Anlegern mit einer grundsoliden Prognose punkten.

Oracle – Platzhirsch bei Datenbanken….

Oracle gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Soft- und Hardwareprodukten. Das Unternehmen entwickelt, produziert, vermarktet und vertreibt Datenbank- und Middleware-Softwarelösungen, Applikationssoftware und Computerhardware wie Server und Speichersysteme.

Zu den Kunden des Unternehmens gehören sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. Für kleinere und größere Unternehmen, Regierungsorganisationen oder Behörden bietet Oracle umfassende Pakete sowie ergänzende Services und entwickelt in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Kunden individuelle Lösungskonzepte. Auch Privatkunden können sich aus dem Produktportfolio für ihre Zwecke geeignete Software und Hardware zusammenstelle.

…. punktet mit stabilem Umsatzwachstum

Erstmal zu den Lichtblicken im Zahlenwerk: Im zurückliegenden Quartal konnte Oracle den Umsatz zum achten Mal in Folge gegenüber dem Vorjahr steigern. Am Ende gingen Umsätze von 11,8 Milliarden Dollar durch die Bücher. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Umsatzwachstum von 5,5%. Währungsbereinigt kletterten die Erlöse sogar um 10% in die Höhe.

Damit wurden sowohl die Erwartungen der Analysten (um 140 Millionen Dollar) als auch die Wachstumsdynamik des Vorquartals (+4%) übertroffen.

Cloud-Geschäft gewinnt zunehmend an Bedeutung

Besonders gut kam bei den Anlegern die anhaltende starke Wachstumsdynamik im Cloud-Segment an. Dort verbesserten sich die Umsätze um 19% (währungsbereinigt um 22%) auf 2,9 Milliarden Dollar. Damit steht das Cloud-Geschäft inzwischen für beinahe ein Viertel der gesamten Konzernerlöse. Vor allem die starke Nachfrage im Infrastruktur-Cloud-Geschäft (währungsbereinigt +39%) sorgte laut Firmenchef Safra Catz für kräftigen Rückenwind.

Gewinn allerdings rückläufig

Die operative Gewinnmarge betrug unterdessen bei 38%. Das lag zwar leicht unter dem Vorjahresniveau (40%), aber zwei Prozentpunkte über dem Niveau des Vorquartals. Unter dem Strich blieb ein Nettoergebnis von 3,18 Milliarden Dollar übrig (-21% ggü. Vorjahr). Der bereinigte Gewinn lag bei 1,54 Dollar je Aktie allerdings deutlich über den Erwartungen der Analysten. Diese waren im Vorfeld lediglich von 1,37 Dollar je Anteilschein ausgegangen.

Firmenchef erwartet Hyperwachstum

Für das laufende erste Quartal (Anm.: geht bei Oracle von März bis Mai) stellt Firmenchef Safra Catz ein Umsatzplus von bis zu 19% in Aussicht. Dabei soll der Cloud-Umsatz um bis zu 25% ansteigen. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern im Cloud-Bereich dann sogar mit einem Umsatzwachstum von währungsbereinigt über 30%.

Zudem soll sich die Mega-Übernahme von Cerner, für die Oracle immerhin 28 Milliarden Dollar auf den Tisch blätterte, deutlich positiv bemerkbar machen. Besonders das Wachstum im Gesundheitssektor soll dadurch angekurbelt werden.

Fazit: Die Oracle-Zahlen und vor allem die zuversichtliche Prognose wurden mit einem saftigen Kurssprung quittiert. Den Anlegern fiel regelrecht ein Stein vom Herzen. Offenbar investieren die Kunden trotz der konjunkturellen Unsicherheiten weiterhin hohe Summen in Softwarelösungen, die wiederum die Produktivität erhöhen. Das macht den Anlegern Hoffnung, dass die zum Teil undifferenzierte Kurskonsolidierung bei Technologieaktien vielleicht bald ein Ende findet.