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PayPal-Aktie: Sparprogramm soll helfen

PayPal-Aktie: Sparprogramm soll helfen
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Wann haben Sie eigentlich ihr erstes Konto bei Amazon oder eBay eröffnet? Bei mir war das irgendwann um die Jahrtausendwende. Damals musste man viele Einkäufe im Netz noch per Vorauskasse und Überweisung bezahlen. Heute ist das undenkbar. Wie oft fehlt mir ein kleines elektronisches Zubehör wie etwa ein Kabel? Dank Amazon oder eBay in Verbindung mit blitzschnellen Zahlungen mit PayPal habe ich die Artikel oft schon einen Werktag später in den Händen.

Was PayPal sonst noch zu bieten hat und welche Rolle die Aktie in Ihrem Depot spielen könnte, erfahren Sie auf den folgenden Zeilen. PayPal betreibt den weltweit führenden Online-Bezahldienst und ermöglicht es seinen Kunden von überall aus der Welt Zahlungen zu tätigen, ohne persönliche Daten wie Konto- oder Kreditkartennummern preisgeben zu müssen. Zwischen Oktober 2002 und Juli 2015 gehörte PayPal zum Internet-Auktionshaus eBay. Was das Unternehmen heute bietet, erfahren Sie in unserer Analyse!

Kosten machen Probleme

Die Kosten bei PayPal steigen schneller als der Umsatz. Außerdem haben Sonderausgaben für ein Sparprogramm und hohe Steuern den Gewinn verschlungen. Im 1. Halbjahr brach der Gewinn von PayPal auf nur noch 168 Mio $ ein. Im 2. Quartal ist sogar ein Verlust angefallen. Der Umsatz ist um 8,3% auf 13,3 Mrd $ gestiegen. Wachstumstreiber war dabei vor allem das US-Geschäft, während das internationale Geschäft stagnierte.

Die gute Nachricht ist, dass PayPal die Anzahl aktiver Accounts um 6% auf 429 Mio steigern konnte. Die Anzahl der Transaktionen erhöhte sich sogar um 16%. Der Online-Handel wird auch in den kommenden Jahren wachsen, sodass der Umsatz weiter steigen dürfte. PayPal ist in vielen Online-Shops die beliebteste Zahlungsfunktion. Allerdings muss das Unternehmen die Kosten in den Griff bekommen. Dafür soll unter anderem Blake Jorgensen sorgen, der im August als neuer Finanzchef angetreten ist.

Das neue Credo: Sparen, sparen, sparen

Es wurde bereits ein Sparprogramm aufgelegt, das rund 1,3 Mrd $ Einsparungen pro Jahr bringen soll. Bis Ende des Jahres rechnet PayPal damit, rund 900 Mio $ sparen zu können. Auch der Posten des Chief Product Officer muss neu besetzt werden. Mark Britto geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Die Nachfolgersuche läuft bereits.

Für neuen Schwung sorgt auch der aktivistische Großinvestor Elliott, der knapp 2% der PayPal-Aktien gekauft hat. Er drängt auf schnelle Reformen. PayPal selbst nutzt die niedrigen Kurse für Aktienrückkäufe im Umfang von bis zu 15 Mrd $. Eine Dividende gibt’s hier nicht. Auch ist die große Kursfantasie verflogen. Eine Dividende gibt es nicht. Diese Aktie ist für Ihr Depot kein Muss!