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Salesforce-Aktie: SAP-Rivale schlägt Erwartungen

Salesforce-Aktie: SAP-Rivale schlägt Erwartungen
Bjorn Bakstad / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Der SAP-Rivale Salesforce profitiert weiter von der Übernahme des Bürochat-Anbieters Slack und hat mit seiner Geschäftsentwicklung im Schlussquartal die Analystenprognosen übertroffen. Zudem hat der US-Konzern seine Prognose angehoben. Eigentlich gute Nachrichten, die aber der Aktie gestern nicht wirklich auf die Beine halfen. Direkt nach den Zahlen tendierten die Papiere in einem ansonsten positiven Marktumfeld mit leichten Kursabschlägen.

Salesforce: Der IT-Riese im Hintergrund

Bevor wir auf die Zahlen im Detail kommen, ein paar Hintergründe zum Unternehmen: Salesforce wurde 1999 im Silicon Valley gegründet. Der Gründer war Marc Benioff, der heute immer noch das Ruder in der Hand hält. Salesforce hat heute über 150.000 Unternehmen als Kunden. Über 90% der Fortune 500, also der größten US-Aktienunternehmen, sind Kunden bei Salesforce.

Bekannt ist Salesforce für seine Customer-Relationship-Management (CRM) – Lösung, die Werkzeuge für das Kontaktmanagement und die Kundenkommunikation umfasst. Eine Marketing-Plattform bietet Tools für Vermarktung und Werbung sowie eine E-Commerce-Lösung. Weitere Produkte werden für Datenanalyse, Softwareentwicklung und Kommunikation bereitgestellt. Das Geschäftsmodell basiert primär auf Abo-Gebühren, die pro Arbeitsplatz erhoben werden.

Umsatz klettert um 27% in die Höhe

Im Schlussquartal liefen die Geschäfte bei Salesforce weiter rund: Die Umsätze erhöhten sich auf 7,32 Milliarden Dollar. Das lag sowohl 25,8% über dem Vorjahresniveau als auch 80 Millionen Dollar über den Erwartungen von Analysten. Salesforce profitiert als Branchenprimus auf dem Markt für Kundenmanagement-Software (CRM) vom Trend zum Homeoffice. Um den Mitarbeitern die Heimarbeit zu ermöglichen, müssen die Salesforce-Kunden verstärkt auf Rechnerkapazitäten und Anwendungen aus der Cloud setzen.

Um 25% zum Vorjahr konnte der größte Geschäftsbereich von Salesforce, Subscription and Support (Sales, Service, Plattform, Marketing und E-Commerce), auf einen Umsatz von 6,828 Milliarden Dollar zulegen. Der Bereich Professional Services des US-amerikanischen CRM-Software-Spezialisten wuchs unterdessen im Berichtszeitraum um 46% auf 498 Millionen Dollar.

Gewinn ebenfalls über den Erwartungen

Unter dem Strich blieb im Berichtszeitraum ein Nettoergebnis von -28 Millionen Dollar. Im Vorjahr lag das Plus noch bei 267 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis betrug hingegen 84 Cent je Aktie und lag damit über den Erwartungen. Die Analysten hatten im Vorfeld mit 73 Cent je Anteilsschein gerechnet.

Prognose wird angehoben

Für das erste Quartal stellt Salesforce Umsätze von 7,37 bis 7,38 Milliarden Dollar in Aussicht. Bislang waren lediglich 7,26 Milliarden Dollar erwartet worden. Zudem erhöht das Unternehmen seine Gesamtjahresprognose von 32 auf 32,1 Milliarden Dollar, was einem Umsatzwachstum von 21% entspricht. Der Analystenkonsens lag im Vorfeld bei 31,78 Milliarden Dollar.

Für die operative Marge soll 3,6% (bislang: 3 bis 3,5%) betragen. Dabei geht Salesforce.com von einem Nettoergebnis von 0,46 bis 0,48 Dollar aus. Der operative Cash-Flow soll um 21 bis 22% zulegen. Größere Übernahmen soll es hingegen keine geben. Der Fokus liegt auf der Integration von Slack, die Salesforce Ende 2020 für beinahe 28 Milliarden Dollar geschluckt hat.