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Salesforce-Aktie schießt nach angehobener Prognose nach oben

Salesforce-Aktie schießt nach angehobener Prognose nach oben
Bjorn Bakstad / shutterstock.com
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Der SAP-Rivale Salesforce profitiert weiter von der Übernahme des Bürochat-Anbieters Slack und hat mit seiner Geschäftsentwicklung im Startquartal die Analystenprognosen übertroffen. Aber damit nicht genug – auch die Prognose für die Gewinnentwicklung wurde angehoben. Die Anleger zeigten sich regelrecht erleichtert und trieben die Aktie gestern zum Handelsstart deutlich um 12% nach oben.

Salesforce: Der IT-Riese im Hintergrund

Bevor wir auf die Zahlen im Detail kommen, ein paar Hintergründe zum Unternehmen: Salesforce wurde 1999 im Silicon Valley gegründet. Der Gründer war Marc Benioff, der heute immer noch das Ruder in der Hand hält. Salesforce hat heute über 150.000 Unternehmen als Kunden. Über 90% der Fortune 500, also der größten US-Aktienunternehmen, sind Kunden bei Salesforce.

Bekannt ist Salesforce für seine Customer-Relationship-Management (CRM) – Lösung, die Werkzeuge für das Kontaktmanagement und die Kundenkommunikation umfasst. Eine Marketing-Plattform bietet Tools für Vermarktung und Werbung sowie eine E-Commerce-Lösung. Weitere Produkte werden für Datenanalyse, Softwareentwicklung und Kommunikation bereitgestellt. Das Geschäftsmodell basiert primär auf Abo-Gebühren, die pro Arbeitsplatz erhoben werden.

Umsatz klettert um 24% in die Höhe

Im Startquartal liefen die Geschäfte bei Salesforce weiter rund: Die Umsätze erhöhten sich auf 7,41 Milliarden Dollar. Das lag sowohl 24,3% über dem Vorjahresniveau als auch 30 Millionen Dollar über den Erwartungen von Analysten. Salesforce profitiert als Branchenprimus auf dem Markt für Kundenmanagement-Software (CRM) weiterhin vom Trend zum Homeoffice. Um den Mitarbeitern die Heimarbeit zu ermöglichen, müssen die Salesforce-Kunden verstärkt auf Rechnerkapazitäten und Anwendungen aus der Cloud setzen.

Im größten Geschäftsbereich von Salesforce, Subscription and Support (Sales, Service, Plattform, Marketing und E-Commerce), kletterten die Umsätze um 24% auf 6,85 Milliarden Dollar. Der Bereich Professional Services erzielte hingegen ein Umsatzplus von 30% auf 555 Millionen Dollar.

Rund zwei Drittel der Erlöse wurden in den USA erzielt, während die EMEA-Region (Anm.: Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika) für 23,4% und die APAC-Region (Anm.: Region Asien-Pazifik) für gut 10% der Umsätze stand.

Gewinn ebenfalls über den Erwartungen

Unter dem Strich blieb im Berichtszeitraum ein Nettoergebnis von 28 Millionen Dollar beziehungsweise 3 Cent je Aktie. Im Vorjahr lag das Plus noch bei 469 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis betrug hingegen 98 Cent je Aktie und lag damit über den Erwartungen. Die Analysten hatten im Vorfeld mit 94 Cent je Anteilsschein gerechnet.

Gewinnprognose wird angehoben

Bislang spürt Firmenboss Marc Benioff keinerlei Auswirkungen des wirtschaftlichen Gegenwinds. Weder der Krieg in der Ukraine noch Lieferkettenprobleme treiben dem Manager Sorgenfalten auf die Stirn. Entsprechend positiv sieht die Gesamtjahresprognose aus:

Benioff stellt einen Umsatz zwischen 31,7 bis 31,8 Milliarden Dollar in Aussicht. Das sind zwar 300 Millionen Dollar weniger als bislang, aber immer noch 20% mehr als im Vorjahr erzielt wurde. Beim Gewinn sattelt der Software-Gigant sogar noch einen drauf. Der bereinigte Gewinn soll nun bei 4,74 bis 4,76 Dollar je Aktie liegen. Das liegt nochmals 12 Cent über der alten Zielspanne und auch über den Prognosen der Analysten.

Die Anleger zeigten sich positiv überrascht, wie das starke Kursplus am gestrigen Handelstag deutlich macht. Offenbar lassen sich doch nicht alle Tech-Firmen über einen Kamm scheren. Der allgemein starke Ausverkauf könnte daher auf Sicht der nächsten Quartale bei ausgewählten Einzeltiteln wieder interessante Einstiegschancen bieten.