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Die Mutter aller Visionäre

Inhaltsverzeichnis

Es gibt nicht viele Unternehmen, von denen es Fans gibt. Wobei: Ein Bekannter erzählter mir einmal von seinem Studentenjob bei einer Hotline der Deutschen Telekom. Selbst dort machte sich ein Fan der Telekom über Monate einen Spaß daraus, täglich hunderte Male anzurufen. Viel naheliegender ist es allerdings, Fan von Unternehmen wie Tesla zu sein. An Teslas Spitze steht mit Elon Musk ein Visionär und Tausendsassa.

Teslas Autos sind einzigartig und haben Elektrofahrzeuge erst so richtig en vogue gemacht. Bis heute ist Tesla innovativ. Grund genug, sich die Aktie einmal genauer anzusehen. Vorab aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen. Tesla Motors wurde 2003 gegründet und hat 2008 als erstes Unternehmen ein Automobil mit einer Batterie aus Lithium-Ionen-Zellen auf den Markt gebracht: den Tesla Roadster, der bis 2012 gebaut wurde. Die aktuelle Angebotspalette umfasst die Limousine Model S, den sportlichen Geländewagen Model X und das Model 3 für den Massenmarkt. Tesla notiert seit 2010 an der Börse.

Diese Zahlen hauen uns um

Tesla hat exzellente Ergebnisse für die ersten 9 Monate präsentiert. Der Umsatz stieg um 73,6%, und der Gewinn hat sich mehr als versiebenfacht. Die operative Marge verbesserte sich im Jahresverlauf kontinuierlich und lag im 3. Quartal bei 14,6%. Der Absatz hat sich dank der anhaltend hohen Nachfrage in China auf 627.350 Fahrzeuge nahezu verdoppelt. Verantwortlich für das insgesamt gute Zahlenwerk waren nicht zuletzt die enormen finanziellen Anreize zum Kauf von E-Autos in vielen Ländern. Der Mangel an Halbleitern und anderen elektronischen Bauteilen sowie Engpässe in der Lieferkette beeinträchtigten die Geschäftsentwicklung nur geringfügig.

Der Verkauf von CO2-Zertifikaten an andere Autohersteller, die diese benötigen, um die staatlich vorgegebenen Grenzwerte zu erfüllen, spülte 1,15 Mrd $ in die Kasse. Die Bedeutung des Zertifikate-Handels nimmt aber ab, da immer mehr Hersteller E-Fahrzeuge im Angebot haben. Das Management hat zwar keine konkrete Jahresprognose abgegeben, geht aber davon aus, die Fahrzeugverkäufe in den kommenden Jahren durchschnittlich um 50% pro Jahr steigern zu können. Das Ziel erscheint ambitioniert, aber nicht völlig unrealistisch. Denn mit den neuen Werken in Austin (Texas) und Grünheide bei Berlin erweitert Tesla seine Produktionskapazitäten erheblich.

…die Bewertung aber auch

Grünheide soll Ende des Jahres den Betrieb aufnehmen. Es liegen aber noch nicht alle Genehmigungen vor. Selbst wenn sie erteilt werden, sind Klagen nicht ausgeschlossen, die die Betriebsaufnahme verzögern würden. Die Zahlen übertrafen die Markterwartungen. Angesichts der hohen Bewertung und der Unsicherheiten dürften die Bäume bei Tesla nicht in den Himmel wachsen. Die Aktie ist angemessen bewertet. Für Fans ist der Wert allerdings immer interessant – auch ohne Dividende.