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Tesla macht Tempo in Grünheide: Termin für erste Auslieferungen angekündigt

Tesla macht Tempo in Grünheide: Termin für erste Auslieferungen angekündigt
Tesla
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Tesla macht Tempo: Seit Anfang März liegt nach monatelangen Verzögerungen nun endlich die finale Genehmigung für die Fabrik im brandenburgischen Grünheide vor. Die Mühlen der deutschen Bürokratie haben für ihre Verhältnisse relativ schnell gearbeitet, doch Tesla-Chef Elon Musk zeigte sich wenig amüsiert über die immer wieder anstehenden Prüfverfahren.

Umsetzung von 400 Auflagen in 2 Wochen?

Ursprünglich hatte Musk bereits im vergangenen Sommer die Produktion am ersten Tesla-Standort Europas aufnehmen wollen. Nun hat das Unternehmen ersten Kunden einen Termin für die Abholung ihrer Fahrzeuge mitgeteilt: Am 22. März soll es soweit sein.

Ob es diesmal klappt mit den ambitionierten Terminvorgaben des US-Elektroautobauers, ist allerdings fraglich – denn die Genehmigung durch die zuständigen Behörden ist an die Erfüllung von rund 400 Auflagen geknüpft. Diese müssen durch Tesla umgesetzt und dies wiederum durch deutsche Behörden überprüft werden. Ob all das in weniger als einem Monat zu schaffen ist? Zumindest Musk gibt sich zuversichtlich und sprach zuletzt davon, alle Vorgaben innerhalb von 2 Wochen erfüllen zu wollen.

Grünheide soll europäischen Markt beliefern

Perspektivisch sollen in Brandenburg jedes Jahr 500.000 Fahrzeuge vom Band laufen, produziert wird vorerst ausschließlich das Model Y. Diese sollen vorrangig an Kunden in Europa ausgeliefert werden, die wiederum von kürzeren Wartezeiten und geringeren Transportkosten profitieren dürften.

Von dem Werk in unmittelbarer Nähe zur Hauptstadt verspricht sich die Region starke Impulse und wirtschaftlichen Aufschwung, manch einer träumt gar von der Grundsteinlegung eines deutschen „Silicon Valley“ in Ostdeutschland. Die Nähe zur weltweit angesehenen Universität in Potsdam sowie zu Kreisen der Bundesregierung dürfte ebenfalls für die Ortswahl gesprochen haben.

Tesla Aktie im Abwärtssog der globalen Märkte

Tatsächlich ist Tesla – allen Unkenrufen zum Trotz – seit einigen Jahren auf Erfolgskurs und konnte seine Absatzzahlen von Jahr zu Jahr kräftig steigern. Seit einiger Zeit fährt das Unternehmen damit sogar unterm Strich Gewinne ein, nachdem das Geschäft mit anfangs nur wenigen tausend E-Fahrzeugen zunächst lange ein verlustreiches war.

In die Schlagzeilen gerät Tesla indes häufiger durch seinen launigen Chef als durch fundamentale Kennzahlen: Elon Musk hält regelmäßig die Börsen auf Trab und sorgt schon einmal mit nächtlichen, scheinbar spontanen Tweets für heftige Kursausschläge – und das nicht nur bei der Tesla Aktie, sondern gerade im vergangenen Jahr vermehrt auch bei der Kryptowährung Bitcoin. Deren Wert stieg und fiel dramatisch, wann immer Musk begann, zu twittern. Das brachte dem Visionär immer wieder Ärger mit der US-Börsenaufsicht SEC ein und hielt die Anleger weltweit in Atem.

Dennoch kann sich auch die Tesla Aktie der Großwetterlage an den globalen Märkten kaum entziehen. So verzeichnet auch das Papier des US-Unternehmens seit Beginn des Jahres einen Kursverlust von fast 30 Prozent. Zuletzt kostete die Tesla Aktie rund 800 Dollar. Damit bewegt sich der Kurs näher am 52-Wochen-Tief, das im Mai 2021 bei knapp 547 Dollar markiert wurde, als am 52-Wochen-Hoch, das Anfang November noch bei mehr als 1.200 Dollar lag.