Tesla steht auf der Kippe: Geht es noch einmal runter oder explodieren die Kurse erneut?

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Long gehen wir jetzt noch nicht bei Tesla. Dazu muss das letzte Hoch im 4-Stunden-Chart überboten werden. Das liegt beim roten Punkt und bei 697,57 US-Dollar. (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Die gute Nachricht zuerst: Tesla hat einen neuen Rekord aufgestellt. Im zweiten Quarten wurden mehr Fahrzeuge ausgeliefert als je zuvor. 201.250 Autos haben das Quartal davor überboten. Da waren es 184.800. Auch in der Produktion wurde eine neue Bestmarke erreicht. Von April bis Ende Juni 2021 hat Tesla 206.432 Autos gefertigt. Das kann sich sehen lassen.

Tesla im 4-Stunden-Chart

Viele Autos gebaut und verkauft – schön und gut. Doch das ist alles eher zweitranging, wenn jetzt die Kurse nicht auf Höhenflug schalten. Wir sind zwar über der längeren Abwärtstrendlinie. Aber ein Sprung zurück über den unteren blauen Trend, könnte die Aktienpreise richtig anschieben.

Doch ob Tesla wirklich schon so weit ist? Sie sehen den letzten roten Punkt. Die Übertreibung nach oben ist demnach vor einigen Tagen schon zurückgegangen. Wenn wir jetzt über diese Zone ansteigen, wäre das auf jeden Fall ein bullisches Zeichen und vermutlich gut für einen Einstieg. Denn wenn die Höchststände eines roten Punktes einmal nach oben durchbrochen werden, ist das nur logisch: Es geht weiter rauf.

Schließlich hatten wir davor ein Erschöpfungshoch. Alle wollten kaufen. Doch irgendwann war der Hype vorbei und die Kauflaune normalisierte sich. Niemand wollte noch mehr für die Aktie bezahlen. Wenn sich das Sentiment wieder dreht und die Käufer noch tiefer in die Tasche greifen, steigt der Kurs weiter.

Trading-Strategie wird optimiert

Das habe ich mir in den letzten Tagen genauer angeschaut. Rot muss also nicht immer ein Zeichen für einen Short-Einstieg sein. Kurzfristig meinetwegen, aber gerade die Tech-Aktien konsolidieren eher zur Seite und steigen dann weiter im aktuellen Umfeld. Hier massiv auf fallende Kurse zu setzen – da verbrennen wir uns eher die Finger.

Also drehen wir den Spieß einfach um. Wir lassen die Käufer übertreiben; warten ab, bis sich das Treiben an der Börse wieder normalisiert. Jetzt können in der Regel zwei Dinge passieren: Entweder die Aktie macht eine kurze Pause und konsolidiert. Das kann auch zur Seite geschehen. Danach steigt sie aber weiter an. Oder die Kurse brechen wirklich ein. Dann kann es auch mittelfristig nach unten gehen.

Doch das ist zum Moment, an dem der rote Punkte gemalt wird, nicht vorherzusagen. Also sollten wir auch nicht darauf wetten. Wir warten deshalb lieber ab und steigen long mit ein, wenn die Kurse das alte Erschöpfungshoch überbieten. Denn das ist in den meisten Fällen ein klares Zeichen, dass der Preis der Aktie immer noch zu günstig für den Markt ist.

Hier wissen wir zwar auch nicht, wie lange die Kurse weiter steigen werden. Dennoch ist die Tendenz in den meisten Fällen richtig und vor allem können wir die Stopps eng anlegen. Mit Hilfe der Charttechnik lassen sich dann oft genug Zielpunkte ausrechnen. Oder wir machen es ganz einfach und wir warten auf den nächsten roten Punkt, um dort die Gewinne mitzunehmen. Das gefällt mir auch sehr gut. Je nachdem, was früher kommt. Die Kurse drehen nicht immer nur mit roten Punkten nach unten. Wir können uns also nicht darauf lassen, dass wir nur auf die nächste Übertreibung und deren Abklingen warten müssen.

Fazit:

Long gehen wir jetzt noch nicht bei Tesla. Dazu muss das letzte Hoch im 4-Stunden-Chart überboten werden. Das liegt beim roten Punkt und bei 697,57 US-Dollar. Nur, wenn wir einen Schlusskurs im 4-Stunden-Chart über dieser Zahl sehen, bekommt der Einstieg grünes Licht.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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