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Vertex-Aktie zeigt sich robust

Inhaltsverzeichnis

Einige Biotech-Aktien zeigen sich im laufenden Jahr trotz Marktschwäche sehr robust. Dazu zählt Vertex Pharmaceuticals, die ich Ihnen heute näher vorstellen möchte. Das US-Unternehmen hat sich auf eine lukrative Nische fokussiert und ist eine regelrechte Cash-Maschine mit beeindruckenden Gewinnmargen.   

Kurzportrait

Vertex Pharmaceuticals hat sich auf die Behandlung von Mukoviszidose spezialisiert, auch bekannt als zystische Fibrose. Dabei handelt es sich um eine im Kindesalter auftretende, lebensverkürzende Stoffwechselerkrankung. Eines von 2.000 neu geborenen Kindern weltweit ist davon betroffen. Für die Krankheit sind inzwischen über 1.900 verschiedene Mutationen bekannt, was die Behandlung enorm erschwert.

Kassenschlager Trikafta

Von 2012 bis 2019 hat Vertex fünf Medikamente gegen unterschiedliche Mutationen der Krankheit zur Marktreife gebracht. Das 2019 zugelassene Trikafta war gewissermaßen das Meisterstück. Es handelt sich um eine Dreifachkombination, die – im Gegensatz zu den anderen Medikamenten – für einen sehr großen Anteil (90%) der Mukoviszidose-Patienten in Frage kommt.

Trikafta zeichnet sich durch eine noch höhere Wirksamkeit aus und punktet außerdem mit weiteren positiven Effekten wie einer Verbesserung des Body-Mass-Index (Mukoviszidose-Patienten sind oft untergewichtig). Daher nannte die US-Arzneimittelbehörde Trikafta auch einen Durchbruch bei der Mukoviszidose-Behandlung.

Monopolist in lukrativer Nische

Alle bislang zugelassenen Medikamente gegen Mukoviszidose stammen von Vertex. Da es sich um eine seltene Krankheit handelt, steht diese nicht so sehr im Fokus der Konkurrenz. Ein paar andere Biotech-Unternehmen forschen zwar auch an Wirkstoffen gegen die Krankheit, diese befinden sich aber in frühen Stadien der klinischen Entwicklung.

Potenziellen Konkurrenz-Produkten steht also ein weiter und teurer Weg bevor.

Investorenlegende Warren Buffett bezeichnet solche Markteintrittsbarrieren gerne als „Burggraben“, mit denen Unternehmen ihre Geschäfte verteidigen. Und bei Vertex ist dieser Burggraben immens. Mit der Zulassung von Trikafta sind jetzt 90% des Marktes in der Hand von Vertex. Da werden sich potenzielle Konkurrenten überlegen müssen, ob es sich tatsächlich noch lohnt, zig Millionen Dollar Forschungsgelder für relativ geringe Erfolgsaussichten auszugeben.

Starke Zahlen

Im zweiten Quartal verzeichnete Vertex ein Umsatzwachstum von +23% auf 2,2 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn konnte um +16% auf 3,60 US-Dollar pro Aktie gesteigert werden. Beide Zahlen lagen über den Analystenprognosen.

Neben Trikafta könnte Vertex schon bald einen weiteren Top-Seller im Portfolio haben. Eine neue Gentherapie zur Behandlung von Beta-Thalassämie und Sichelzellenanämie (bei diesen Erbkrankheiten liegen Defekte bei den roten Blutkörperchen vor) besitzt gute Chancen, im nächsten Jahr die Zulassung zu erhalten.

Wie immer in der Biotechbranche besteht hier natürlich eine Abhängigkeit von den zukünftigen Forschungsergebnissen. Wer in die Biotech-Branche investieren will, muss bereit sein, dieses Risiko einzugehen. Andererseits bietet die Beimischung von Biotech-Aktien, die sich derzeit vom sehr schwachen Gesamtmarkt relativ unbeeindruckt zeigen, auch eine Möglichkeit zur besseren Risikostreuung. Eine Überlegung sind Biotech-Aktien daher allemal wert.