Bitcoin-Alternative Dash: eine starke Alternative zum Papiergeld?

Die Kryptowährung Dash (Digital Cash) erfreut sich immer größerer Beliebtheit unter den Krypto-Anlegern. Inzwischen steht Dash mit einer Marktkapitalisierung von über 1,3 Mrd. US-$ auf Platz 5 der größten Kryptowährungen.

Allein in diesem Jahr hat sich der Wert der Kryptowährung vervielfacht, erst kürzlich übersprang der Wert der Digital-Währung die Marke von 200 US-$ – ein neuer Rekord. Doch worin liegen die Gründe für den Höhenflug von Dash?

Was ist Dash? Die Bitcoin-Alternative unter der Lupe

Die Bitcoin-Alternative Dash ist ähnlich wie der Bitcoin eine Kryptowährung, die auf einer Blockchain basiert. Dash (Digital Cash) gibt es seit Januar 2014, damals hieß die Kryptowährung noch Xcoin bzw. Darkcoin, im  März 2015 folgte die Umbenennung in Dash.

Als Erfinder gilt der Amerikaner Evan Duffield, der als führender Programmierer die Entwicklung der  Kryptowährung vorantreibt. Aktuell sind mehr als 7,4 Millionen digitale Dash Münzen im Umlauf, später soll es maximal 18,9 Millionen Münzen geben.

Was ist das Besondere an Dash?

Anders als der Bitcoin besitzt Dash zwei Schlüsselfunktionen, welche die Kryptowährung von anderen digitalen Münzen unterscheidet: InstantSend undPrivateSend.

Um zum Beispiel eine Zahlungstransaktion zu beschleunigen, können Dash-Nutzer gegen eine kleine Gebühr ihre Transaktion als InstantSend senden. Dies bedeutet, dass die Transaktion nicht wie beim Bitcoin erst mehrere Minuten später bestätigt wird, sondern in 1,3 Sekunden.

Für gewöhnlich sind Zahlungstransaktionen über die Blockchain nachvollziehbar bzw. nachverfolgbar. Dash-Nutzer können jedoch die Funktion PrivateSend nutzen, wodurch die Transaktion anonymisiert und der einzelne Dash nicht mehr nachverfolgbar wird.

So funktioniert das Mining in Dash

Wie bei Bitcoin und Ethereum auch, werden bei Dash die Blöcke durch Miner erzeugt, die Hash-Funktionen errechnen (Mining Algorithmus: X11). Pro erzeugten Block erhalten Miner aktuell 3,60 Dash. Dieser sogenannte Block Reward sinkt um 7,1 % im Jahr.

Anders als beim Bitcoin geht der Block Reward an 3 separate Gruppen:  45 % für Miner, 45 % für Masternodes und 10 % an die Treasury bzw. Entwickler und Vermarkter. Insgesamt gehen so 1 Mio. US-$ Dollar in Form von Dash pro Jahr an Entwickler, Vermarkter und andere spezifische Dash-Projekte.

Was plant Dash in der Zukunft?

Dash will sich ganz klar als Alternative zum Bitcoin und andere Kryptowährungen präsentieren und plant für die Zukunft einige Erweiterungen. Das nächste Dash-Update (Dash Evolution) soll verschiedenen Verbesserungen beinhalten.

Langfristig will Dash zum Beispiel die alphanumerischen Adressen, an die Dash gesendet werden, durch Nutzernamen ersetzen. Damit soll das Versenden von Digital-Währungen deutlich einfacher werden.

Da es immer wieder vorkommt, dass Nutzer ihr Passwort verlieren, mit denen die sogenannten Private Keys geschützt sind und damit keinen Zugang mehr zu ihren Kryptowährungen haben, will Dash handeln.

Nutzer sollen nicht nur Backups der Wallet erstellen können, sondern auch die Option haben, Passwörter zurückzusetzen. Unter dem Strich will Dash später bis zu 50 Millionen Nutzer am Tag auf seiner Blockchain unterstützen.

Wie können Anleger von Dash profitieren?

Für Anleger gibt es zwei Möglichkeiten von der Kryptowährung Dash zu profitieren: Zum einen können Anleger Dash über eine führende Bitcoin Börse (Kraken, Bittrex etc.) kaufen und damit am möglichen Kursanstieg von Dash partizipieren, zum anderen können Investoren auch als Masternode agieren und damit ebenfalls Dash verdienen.

Um als Masternode zu agieren, benötigt der Anleger mindestens 1.000 Dash (ca. 200.000 US-$) in seiner Wallet. Masternode-Betreiber erhalten alle 1 bis 2 Wochen eine Ausschüttung in Dash. Jährlich sind so laut Dash-Angaben Renditen von etwas mehr als 10 % möglich.

Fazit: Dash scheint interessante Alternative zu Bitcoin und Papiergeld

Dash präsentiert sich als interessante Bitcoin-Alternative für Anleger, die dem traditionellen Papiergeld kein Vertrauen mehr schenken und lieber in Kryptowährungen investieren wollen. Besonders die Funktion als Masternode kann für Anleger reizvoll sein, lassen sich so durchaus höhere Renditen erzielen als zum Beispiel am Festgeld- oder Tagesgeld-Markt.

Dennoch sollten Anleger beachten, dass Kryptowährungen sehr volatil sind und stark im Kurs schwanken. Der Markt ist stark von Spekulanten geprägt, die durch den Handel in Kryptowährungen Geld verdienen wollen. Daher kommen Kryptowährungen wie Dash nur für risikofreudige Anleger in Frage, die ihr Depot mit Digital-Währungen diversifizieren wollen.

8. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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