Bitcoin Funktionsweise – das steckt hinter der virtuellen Währung

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Bitcoin Funktionsweise – eine spekulative Alternative zum Papiergeld (Foto: 3Dsculptor / Shutterstock.com)

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Bitcoin: Erfinder, Zahlen und Fakten

Bitcoin ist die marktstärkste Kryptowährung der Welt. Eine Kryptowährung ist ein digitaler Vermögenswert, der im Internet auch als Tauschmittel verwendet wird. Satoshi Nakamoto gilt als Erfinder des Bitcoin, welcher 2009 als Open-Source-Software veröffentlicht wurde. Der Name ist jedoch nur ein Pseudonym und es wurden bereits mehrere Personen und Personengruppe für Nakamoto gehalten.

Die gesamte Menge an Bitcoins, die weltweit existieren darf, ist auf 21 Mio. (20.999.999,97690000) Einheiten begrenzt. Im Umlauf sind über 18, 77 Mio. Bitcoin (Stand: Juli 2021, statista.com).

„Mining“: Wie entstehen neue Bitcoins?

Der zum Erschaffen des Kryptogeldes verwendete Algorithmus ist derart komplex, dass man zum sogenannten „Mining“ (gedacht wird hierbei an eine Mine, in der man Bitcoins abbaut) einen Hochleistungscomputer benötigt.

Der Algorithmus wird im Laufe der Zeit dabei noch umfangreicher, so dass es immer mehr Rechenleistung benötigt – und vor allem Zeit – um neue Bitcoins zu schaffen. Dadurch ist eine beschränkte Inflation eingebaut, die aber letztlich gegen Null läuft, wenn man sich der 21 Mio.-Bitcoin-Grenze nähert. Es gibt offizielle Wechselraten, die für den Handel entscheidend sind und die man online abfragen kann.

Aktueller Wechselkurs: Am 1. September 2021 entspricht 1 Bitcoin = 40.148,00 Euro. © Wit Olszewski / shutterstock.com

5 Gründe, die für Bitcoin und andere Kryptowährungen sprechen

Kryptowährungen werden immer beliebter und sind längst kein Nischenmarkt mehr. Im Windschatten des Bitcoin profitierten auch andere Kryptowährungen wie der Ether, Dash, Monero oder NEM, die ihren Wert in den letzten Monaten mehr als verdoppelt haben. Doch was sind die Gründe für die große Beliebtheit der Kryptowährungen?

1. Immer mehr Konsumenten entdecken den Bitcoin als Zahlungsmittel

Der Bitcoin ist die bekannteste Kryptowährung: Mit einer Marktkapitalisierung in Höhe von 197.855 Mrd. US-$ (Juli 2021) ist es auch die Größte. Die steigende Zahl an Bitcoin-Transaktionen lässt vermuten, dass neben Investoren auch immer mehr Konsumenten die beliebte Kryptowährung als Zahlungsmittel nutzen. Bis Ende Juli 2021 wurden weltweit insgesamt rund 659,23 Mio. Transaktionen durchgeführt.

2. Kryptowährungen als Möglichkeit zur Kapitalflucht

Bitcoins bieten eine einfache und schnelle Möglichkeit, Geld über Landesgrenzen hinweg zu überweisen und Produkte im Internet zu zahlen. Denn bei Kryptowährungen gibt es keinen Mittelsmann (Bank, Finanzinstitut) oder eine Institution, die via Restriktionen Zahlungsströme unterbindet. Folglich lassen sich Kryptowährungen wie der Bitcoin hervorragend nutzen, um Kapital außer Landes zu bringen.

3. Immer mehr Unternehmen akzeptieren Bitcoin & Co.

Nicht nur immer mehr Konsumenten nutzen den Bitcoin als Zahlungsmittel; auch immer mehr Unternehmen akzeptieren Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Zum Beispiel können Kunden beim weltgrößten Softwarehaus Microsoft Inhalte im Xbox und Windows Store mit Bitcoins bezahlen. Auch andere große Unternehmen wie der Online-Reisespezialist Expedia, der US-Computerhersteller Dell, die Online-Zeitung Bloomberg oder die Gaming-Plattform Steam akzeptieren Bitcoins.

4. Das Vertrauen in Papiergeldwährungen sinkt

Viele Investoren haben kein Vertrauen mehr in Papiergeldwährungen, sogenanntes Fiat Money (Geld ohne inneren Wert). Hintergrund sind unter anderem die weltweit steigenden Schulden. Der Gelddruck ist unbegrenzt und das Risiko einer Inflation nicht gebannt.

Venezuela und Simbabwe bspw. versuchen durch Gelddrucken ihre Probleme zu lösen, was jedoch oft zu einer Hyperinflation und damit zu einer völligen Entwertung des Papiergeldes führte. Die meisten Kryptowährungen sind dagegen in der Anzahl begrenzt und nicht duplizierbar, replizierbar oder anderweitig manipulierbar.

5. Negativzinsen lassen Anlagealternativen in der Vordergrund rücken

Notenbanken liefern sich einen weltweiten Wettlauf um die niedrigsten Zinsen, um so die Konkurrenz- bzw. Exportfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu stärken. Die Folge: Aufgrund der Niedrigzinspolitik erhalten viele Sparer und Anleger keine Zinsen mehr auf Tagesgeld- und Festgeldkonten. Viele Aktien und Immobilien sind inzwischen hoch bewertet, so dass andere alternative Geldanlagen, darunter der Bitcoin, in den Mittelpunkt rücken.

Bitcoin: Risiken und Kritik

Bei der Investition in Bitcoin sind sowohl die Erträge als auch die Risiken beträchtlich. Zum einen gibt es gibt keinen 100%igen Schutz vor Verlusten. Wenn man als Privatanleger mit Bitcoins spekulieren möchte, muss einem der mögliche Totalverlust bewusst sein. So geschah es dann auch 2011: Von April bis Juni stieg der Preis von weniger als 1 $ bis über 30 $. Kurz danach gab es einen sogenannten Flash Crash und Bitcoin stürzte innerhalb kurzer Zeit auf 1 Cent ab. Die Blase war geplatzt.

Zum anderen ist eine komplette Vorherrschaft von Bitcoin ausgeschlossen. Wer Bitcoin nutzen möchte, muss sich zuvor sämtliche Transaktionen herunterladen, die jemals mit Bitcoin zustande kamen. Es kann also schon mehrere Stunden dauern, wenn man Bitcoin startet, bis das Programm zur Verfügung steht.

Fazit: Bitcoin etabliert sich mehr und mehr als Alternative zu Papiergeldwährungen

Die fortschreitende Legalisierung in wichtigen Wirtschaftsnationen wie Japan und Südkorea verleihen dem Bitcoin Rückenwind. Haben sich Unternehmen bislang beim Bitcoin aufgrund rechtlicher Unsicherheiten eher zurückgehalten, vergeht derzeit kaum eine Woche, in der nicht ein neues Unternehmen bekannt gibt, den Bitcoin als Zahlungsoption akzeptieren zu wollen.

Wenn es den Bitcoin-Entwicklern gelingt, die Skalierungsprobleme im Zusammenhang mit dem Bitcoin nachhaltig zu lösen, damit Finanztransaktionen schneller und kostengünstiger werden, hat der Bitcoin gute Chancen, sich als echte Alternative zu weichen Papiergeldwährungen zu etablieren.

Allerdings sollten Anleger beachten, dass Kryptowährungen sehr volatil sind und der Markt stark von Spekulanten geprägt ist – hohe Kursschwankungen sind somit an der Tagesordnung.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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