Bitcoin Wallets – was steckt hinter der digitalen Bitcoin-Geldbörse?

Das Interesse an der Digital-Währung Bitcoin wächst unter Anlegern. Kein Wunder, legte die Kryptowährung binnen 1 Jahres um fast 200 % zu. Unglaublich, aber wahr: Inzwischen notiert ein Bitcoin bei mehr als 1.300 US-$ und ist damit teurer als eine Feinunze Gold.

Viele Anleger verfolgen die Entwicklung erstaunt von der Seitenlinie, denn nach wie vor sind Kryptowährungen nicht im Mainstream angekommen. Um Geld (Euro, Dollar) in Bitcoins zu investieren und diese an andere Personen zu versenden und zu empfangen, ist eine Bitcoin Wallet erforderlich.

Was ist eine Bitcoin Wallet? Eine Definition der digitalen Geldbörse

Per Definition ist ein Bitcoin Wallet ein Programm, das als digitale Geldbörse fungiert, in der Bitcoins bzw. die zugehörigen privaten Schlüssel aufbewahrt und verwaltet werden können. Eine Bitcoin Wallet dient vorrangig zum Senden und Empfangen von Bitcoins. Das Senden und Empfangen geschieht über sogenannte Adressen, eine Bitcoin-Kontonummer wenn man so will.

Zudem kann der Bitcoin-Anleger mit der Bitcoin Wallet seinen digitalen Kontostand überwachen und persönliche Schlüssel (Codes) verwalten. Die Bitcoin Wallet definiert sich hier de facto als Client, vergleichbar mit Gmail oder Outlook zum Versenden von E-Mails.

Inzwischen kann der Bitcoin-Anleger aus über 20 verschiedenen Bitcoin Wallets auswählen. Beispiele für eine Bitcoin Wallet sind unter anderem Bitcoin Core, Bitcoin Knots, Coinomi, Coin.Space, Armory oder Electrum. Die Clients gibt es sowohl für unterwegs (iOS, Android) als auch für den Desktop (Windows, Mac, Linux).

Daneben gibt es inzwischen auch Hardware-Wallets (Trezor, KeepKey, Ledger Nano S) oder Webseiten (Green Adress, BitGo, BTC.com), die als Bitcoin Wallet fungieren können.

Jede Bitcoin Wallet definiert sich durch mindestens 5 Grundfunktionen:


Absicherung: Für eine Zukunft ohne Altersarmut

Deutschland geht es gut. Die Wirtschaft wächst. Die Schuldenuhr läuft rückwärts. Doch wie gut geht es den Deutschen? Studien belegen, dass zu wenig für die Alterssicherung unternommen wird. Die staatliche Rente reicht leider nicht mehr aus. Wer schon heute für seine Zukunft vorsorgen will, muss jetzt handeln. mehr...


  • Bitcoins senden und empfangen
  • Nachrichtsignatur, um den Adressbesitzer zu bestätigen
  • Bitcoin Wallet mit einem Passwort verschlüsseln
  • die privaten Schlüssel sichern und verwalten
  • Adressen in einem Adressbuch speichern

Welche Bitcoin Wallet ist die beste?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt vom Vorhaben des Bitcoin-Besitzers ab. Sollen Bitcoins lediglich als Geldanlage aufbewahrt werden, empfiehlt sich eine sehr auf Sicherheit bedachte Bitcoin Wallet wie Armory oder eine Hardware-Wallet.

Sollen lediglich kleinere Bitcoin-Beträge zum Online-Shopping oder zu Überweisungszwecke für Familien und Freunde eingesetzt werden, ist eine eher „leichte“ Bitcoin Wallet wie Electrum die richtige Wahl.

Electrum lässt zum Beispiel auch Offline-Transaktionen zu, zudem kann der Nutzer sich bei dieser Wallet Bitcoin-Bestände in jeder beliebigen Währung (Euro, Dollar usw.) anzeigen lassen.

Transaktionsgebühren bei einer Bitcoin Wallet

Grundsätzlich ist die Festlegung einer Transaktionsgebühr für jeden Teilnehmer im Bitcoin-Netzwerk freiwillig. Dies hat allerdings den Nachteil, dass eine Überweisung schon mal länger dauern kann, denn jede Transaktion muss bestätigt werden. Die Transaktionsgebühr geht dabei an den Miner bzw. Erzeuger des Blocks.

In den meisten Bitcoin Wallets ist inzwischen eine Mindestgebühr pro Transaktion von umgerechnet 0,5 Cent voreingestellt (0,0001 BTC), diese Gebühr ist in der Praxis oft schon vielfach höher. Die Höhe der Transaktionsgebühr hängt dabei nicht von der Transaktionshöhe ab, sondern von der Transaktionsgröße in Kilobyte.

Das Problem: Aufgrund der zunehmenden Bitcoin-Transaktionen und der begrenzten Blockgröße von 1MB, die oft nicht mehr ausreicht, um die zahlreichen Bitcoin-Transaktionen zeitnah auszuführen, steigen die Gebühren.

Um eine zeitliche Ausführung ihrer Bitcoin-Transaktionen zu gewährleisten, legen viele Bitcoin-Nutzer inzwischen eine höhere Transaktionsgebühr fest, was die Preise nach oben treibt. Aus diesem Grunde haben sich die Transaktionsgebühren in den letzten 2 Jahren verfünfzigfacht – ein zunehmendes Problem für die Bitcoin Community.

Fazit: Für den Bitcoin-Anleger ist eine Hardware-Wallet empfehlenswert

Zwar können Bitcoin-Anleger auch ohne eine Bitcoin Wallet in die Kryptowährung investieren, riskieren damit aber viel leichter, Opfer eines Hackerangriffs zu werden.

Anleger, die in Bitcoins investieren wollen, sollten sich daher in jedem Fall eine sichere Bitcoin Wallet zulegen. Vor allem wenn größere Summen in Bitcoins angelegt oder getauscht werden sollen, empfiehlt sich eine Hardware-Wallet wie der Ledger Nano S, Trezor oder KeepKey, die de facto als Tresor für die digitale Währung dient. Diese Hardware sollte dann auch sicher aufbewahrt (zum Beispiel im Schließfach oder Tresor) und so vor dem Zugriff Dritter geschützt werden.


Absicherung: Für eine Zukunft ohne Altersarmut

Deutschland geht es gut. Die Wirtschaft wächst. Die Schuldenuhr läuft rückwärts. Doch wie gut geht es den Deutschen? Studien belegen, dass zu wenig für die Alterssicherung unternommen wird. Die staatliche Rente reicht leider nicht mehr aus. Wer schon heute für seine Zukunft vorsorgen will, muss jetzt handeln. mehr...


3. Mai 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt