Cost-Average-Effekt: Aktien automatisch günstig kaufen

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Tage, an denen der deutsche Leitindex DAX – etwa als Folge entsprechender politischer Ereignisse – Federn lassen muss, kommen immer […] (Foto: Dean Drobot / Shutterstock.com)

Tage, an denen der deutsche Leitindex DAX – etwa als Folge entsprechender politischer Ereignisse – Federn lassen muss, kommen immer wieder vor.

Diejenigen unter Ihnen, die dann bereits voll investiert sind, ärgern sich wahrscheinlich über solche Tage.

Diejenigen, die auf hohen Bargeld-Beständen sitzen und auf günstige Einstiegs-Gelegenheiten warten, freuen sich dagegen.

Schließlich können all jene Investoren an solchen Tagen günstiger einsteigen als zuvor.

Ich stelle Ihnen hier eine Kauf-Strategie vor, mit deren Hilfe Sie automatisch immer zu den Gewinnern gehören, wenn die Kurse zeitweise fallen.

Es handelt sich dabei um den sogenannten Cost-Average-Effekt (zu Deutsch: Durchschnitts-Kosten-Effekt).

So funktioniert der Cost-Average-Effekt

Was Sie tun müssen, um vom Cost-Average-Effekt zu profitieren? – Sie kaufen einfach Aktien oder Fonds-Anteile in festen Raten.

Wenn Sie jeden Monat oder 1x im Quartal mit einer festen Spar-Rate Aktien oder Fonds-Anteile kaufen, profitieren Sie auf längere Sicht vom Durchschnitts-Kosten-Effekt.

Dank des Cost-Average-Effekts sind Sie nicht abhängig von den Launen des Marktes.

Fallen die Kurse, erhalten Sie mehr Aktien oder Fonds-Anteile für Ihre feste Spar-Rate. Bei steigenden Preisen ist es umgekehrt.

Auf diese Weise bezahlen Sie einen attraktiven Kaufpreis.

Muster-Rechnung zum Cost-Average-Effekt

Ein Beispiel: Sie investieren monatlich 100 € in einen Aktienfonds.

In der folgenden Übersicht sehen Sie die Kursschwankungen im 1. halben Jahr und die Auswirkungen auf Ihr Anlage-Vermögen:

Tabelle1

Sie sehen: Trotz stark schwankender Kurse konnten Sie dank der regelmäßigen Einzahlungen Gewinne erzielen.

Obwohl der Fonds-Preis noch nicht auf seinen alten Höchststand geklettert ist, haben Sie Geld verdient.

13,3% Gewinn dank des Durchschnitts-Kosten-Effekts

Sie haben insges. 600 € eingezahlt, aber der Gesamtwert Ihrer Depot-Position liegt bei 680 €. Sie haben unterm Strich also einen Gewinn von 13,3% erzielt.

Warum konnten Sie einen Gewinn erzielen? – Als der Preis relativ hoch war (100 €), haben Sie automatisch nur 1 Fonds-Anteil gekauft.

Als die Kurse am Boden lagen (50 €), haben Sie dagegen automatisch 2 Fonds-Anteile gekauft.

Mit dieser einfachen Strategie umgehen Sie die psychologischen Fallen an der Börse; nämlich Angst und Gier.

Sie bauen langsam und planmäßig ein größeres Vermögen auf und brauchen sich zukünftig über das Auf und Ab der Börse nicht mehr zu ärgern.

Taschenrechner Stift Kurse – shutterstock_84247642 Zadorozhnyi Viktor

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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