Das sind die größten Sportartikelhersteller der Welt nach Umsatz

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Die größten Sportartikelhersteller der Welt profitieren vom Trend zu Sport und sportlichen Outfits. Top-Duo ist weiter Nike und Adidas. (Foto: OlegDoroshin / Shutterstock.com)

Sportartikel gehören längst zum Grundbedarf des täglichen Lebens. Selbst weniger aktive Zeitgenossen tragen Trikots und Sportschuhe. Angesagte Marken sind besonders gefragt. Im weltweiten Milliardenmarkt verdienen die größten Sportartikelhersteller damit weitaus mehr Geld als mit Sportgeräten.

Im Schnitt sind die Umsätze mit Textilien fast vier Mal so hoch. Schuhe bringen sogar über fünf Mal mehr Geld in die Kassen.  Im Wesentlichen teilen sich neun Unternehmen den lukrativen Markt auf. Das sind die größten Sportartikelhersteller nach Umsatz. (Stand 2017).

9. Billabong (0,7 Mrd. Euro / künftig mit Quicksilver 1,61 Mrd. Euro)

Billabong klingt so australisch wie es ist, oder besser, bislang war. Nun wird Boardriders, der kalifornische Mitstreiter im Segment für Surfer, Skater und Snowboarder, übernommen. Das US-Unternehmen hatte vor der Insolvenz 2016 unter Quicksilver firmiert. Mit der Fusion wird es Billabong auf über 630 Läden in 26 Ländern bringen. Der Umsatz von zuletzt rund 700 Mio. € dürfte auf 1,61 Mrd. € steigen. Die Aktie ist im Index Australia All Ordninaries gelistet.

8. Columbia Sport (2 Mrd. Euro)

In der Welt der Sportmode ist Columbia Sportswear aus den USA nach wie vor gefragt. Das Unternehmen mit Sitz in Portland am Fluss Columbia in Oregon wurde 1938 vom aus Deutschland geflohenen Textilfabrikanten Paul Lamfom gegründet und beschäftigt heute über 5.000 Mitarbeiter. Neben dem Online-Geschäft werden die Produkte in 100 Ländern über rund 13.000 Händler vertrieben. Der Umsatz betrug steigt seit Jahren und betrug zuletzt 2 Mrd- €. Die Aktie ist im Nasdaq Composite Index gelistet.

7. ASICS (3,02 Mrd. Euro)

Mit Basketballschuhen fing es 1949 an. In Kobe, Japan griff ASICS nach dem verlorenen Krieg westliche Trends auf und wuchs schon bald auch mit Laufschuhen und Sportkleidung. Das Namenskürzel steht für den römischen Spruch „Mens sana in corpore sanum“, demzufolge ein gesunder Geist einen gesunden Körper erfordert. Die Marke mit den Tigerstreifen kam nach zuvor gesunkenen Umsätzen 2017 wieder mehr als 400 Mrd. Yen, also 3,02 Mrd. €. Die Aktie ist an der Börse in Tokio gelistet, wird aber auch in Frankfurt oder Stuttgart gehandelt.

6. New Balance (3,6 Mrd. Euro)

Auf umgerechnet rund 3,6 Mrd. € kommt New Balance. Der Mitstreiter aus Boston, USA fiel damit hinter den Rivalen Puma zurück. Die Anfänge des Sportartikelherstellers gehen auf das Jahr 1906 zurück. Der große Schub kam in den 1970er Jahren mit dem aufgekommenen Jogging-Boom. New Balance vertreibt seine Produkte 120 Ländern und produziert unter anderem in China. Seit einigen Jahren ist das US-Unternehmen auch im Bereich Fußball aktiv. New Balance firmiert als Incorporated, ohne gelistete Aktien.

5. Under Armour (4,06 Mrd. Euro)

Under Armour ist ein vergleichsweise junges Unternehmen, das einen rapiden Aufstieg zu einem der weltweit größten Sportartikelhersteller erlebte. Gegründet wurde es 1996 im amerikanischen Baltimore, der Börsengang folgte 2005. Gelistet ist die Aktie im S&P 500. Ging es ursprünglich vorwiegend um Kampfsportbekleidung, wurde bald die gesamte Palette im Bereich Thermo-Sportunterwäsche abgedeckt. Im Visier waren Baseball und Basketball. Danach kamen Segmente wie Golf aber auch Fußball. Under Armour ist seit einigen Jahren Ausrüster verschiedener europäischer Clubs. Die Umsätze stiegen auf nicht ganz 5 Mrd. US-$.

4. Puma (4,14 Mrd. Euro)

Seit 2015 verzeichnet Puma wieder steigende Umsätze und kam 2017 auf rund 4,14 Mrd. €. Das Unternehmen aus Herzogenaurach wurde 1948 von Rudolf Dassler, dem Bruder des Adidas Gründers Adolf Dassler gegründet. Nach einer Reihe von Krisenjahren ging Puma 2007 mehrheitlich in den Besitz des französischen Kering-Konzerns über. Im Zuge einer Neuausrichtung wurden zuletzt Sportsegmente wie Segeln und Rugby eingestellt. Puma zuletzt konnte sich der Gewinn auf 228 Mio. € verdoppeln. Die Aktie ist im Sdax gelistet.

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3. VF Corporation (9,73 Mrd. Euro)

Nach Umsatzeinbrüchen ab 2016 kam der US-Sportartikelhersteller VF Corp. aus Greensboro in North Carolina auf Erlöse von zuletzt 11.73 Mrd. US-$. Sportartikel sind nur ein Teil des umfangreichen Produktportfolios im Textilbereich, das unter anderem Marken wie Lee Jeans, Wrangler umfasst. Im Segment Sport sind Namen wie Eastpak, Jan Sport, Eagle Creek, The North Face oder Timberland weltweit bekannt. VF Corp. ist mit 59.000 Mitarbeitern eine der größten Bekleidungsfirmen der Welt. Die Aktie ist im S&P 500 gelistet.

2. Adidas (21,22 Mrd. Euro)

Adidas ist nicht zu stoppen. Seit Jahren legt die im Dax gelistete Aktie parallel zu den Betriebsergebnissen zu. Die Umsätze stiegen seit 2015 zweistellig und erreichten zuletzt 21,22 Mrd. €. Mit seinen Erlösen und 60.617 Mitarbeitern ist das Unternehmen aus Herzogenaurach die Nummer zwei weltweit. Der Name Adidas geht auf Adi (Adolf) Dassler zurück, der das Unternehmen 1924 gründete. Damals noch mit seinem Bruder Rudolf, der später mit Puma eigene Wege ging.

1. Nike (27,82 Mrd. Euro)

Im dünn besiedelten Osten des US-Bundesstaats Oregon ist die Nummer eins beheimatet. Das Unternehmen wurde 1964 gegründet und brachte 1972 seine erste eigene Marke mit dem Namen der griechischen Siegesgöttin Nike auf den Markt. Mit Schuhen, Sportbekleidung und Accessoires erzielte Nike 2017 einen Rekordumsatz von 34,25 Mrd. US-$. Mit 74.400 Mitarbeitern ist der Konzern zugleich der größte Arbeitgeber im Bereich Sportartikel. Die Aktie ist im S&P 500 und im Dow Jones gelistet.


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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.