Margin: Das Wichtigste im Überblick

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Die Margin ist ein Vorschuss, mit dem eine Sicherheitsleistung gewahrt wird. Was Anleger wissen sollten. (Foto: eyeofpaul/AdobeStock)

Die Margin stellt im Börsenhandel eine Sicherheitsleistung dar, womit ein Pfand hinterlegt wird.

Vor allem im Rahmen von Börsentermingeschäften gilt die Margin als Sicherheitsstellung.

Für Anleger ist es wichtig zu wissen, was die Margin ist und sich darüber zu informieren.

Beim Terminhandel kommt man in der Regel nicht um eine Margin herum.

Das Wichtigste über die Margin

In der Wirtschaftswissenschaft, der Unternehmensfinanzierung und auch im Rahmen des Börsenhandels ist die Margin eine Sicherheitsleistung.

Eine Margin beschreibt also einen Vorschuss, der beim Kauf oder Verkauf eines Wertpapieres gezahlt werden muss.

Trader müssen die Margin bei ihrem Broker hinterlegen, um eine Handelsposition zu eröffnen.

Anleger gewährleisten durch die Margin, dass sie die eingegangene Verpflichtung des Vertrags erfüllen können.

Die Margin kann entweder aus Buchgeld oder Wertpapieren bestehen.

Im Terminhandel sind auch Verkäufer und Broker verpflichtet, eine Margin zu hinterlegen.

Die Margin wird in der Regel auf Erfahrungsbasis von der Börse berechnet.

Meistens geht man bei der Berechnung  zunächst von einer sehr schlechten Rendite aus.

Bei Optionen unterscheidet man grundsätzlich zwischen Premium Margin und Additional Margin.

Im Handel mit Futures gibt es Initial Margins und Variation Margins.

Die Initial Margin wird selten auch Additional Future Margin genannt und ist eine Sicherheitsleistung, die im Voraus zur Abdeckung von Verlustrisiken gezahlt muss.

Die Variation Margin dient dazu, den täglichen Gewinn- und Verlustausgleich abzudecken.

Die Sicherheitsleistung in Form der Margin wird in der Regel auf einem Margin Account hinterlegt.

Das ist ein Konto, das von einem Broker verwaltet wird und auf dem die Gewinne und Verluste verbucht werden.

Margin Trading

Beim Margin Trading wird mit Aktien auf Termin gehandelt.

Der Anleger muss hierbei nur einen Teil des Kaufpreises zahlen.

In der Regel genügt es, wenn bis zu 10 % des Kaufpreises hinterlegt werden.

Vor allem im Devisenhandel ist das Margin Trading stark verbreitet.

Margin Call

Sobald der Anleger eine Margin hinterlegt hat, kann er mit dem Handel beginnen.

Durch Verluste im Termingeschäft kann es passieren, dass der Geldbetrag soweit sinkt, dass er unter die Maintenance Margin sinkt, also den Sicherheitsbetrag überschreitet.

Die Maintenance Margin ist der Betrag, dessen Unterschreitung einen Margin Call auslöst.

Mehr zum Thema: Wie man sich mit Calls absichert. Eine Anleitung

Mit dem Margin Call teilt der Broker dem Trader mit, dass er einen neuen Betrag als Sicherheit hinterlegen muss.

Der Margin Call ist also eine Nachzahlungsaufforderung.

Wenn der Anleger sein Konto nicht aufstockt, wird die Handelsposition automatisch geschlossen und zwangsverkauft.

Damit wird verhindert, dass das Handelskonto nicht ins Minus gerät.

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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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