Mit der Handelskalkulation die Preisuntergrenze festsetzen

Die Handelskalkulation spielt für Handelsunternehmen eine entscheidende Rolle bei der Kalkulation der Verkaufspreise. (Foto: hywards / Shutterstock.com)

Handelsunternehmen, die keine Waren produzieren, sondern sich lediglich dem Einkauf und Verkauf von Waren widmen, nutzen die Handelskalkulation, um so die Preisuntergrenze ihrer Produkte festzulegen.

Ausgehend vom Bezugspreis (auch Einstandspreis genannt) und der Einbeziehung sämtlicher Rabatte und Skonti (Preisnachlässe auf den Rechnungsbetrag innerhalb einer bestimmten Zeit) sowie der Verwaltungs- und Vertriebskosten kann der Verkaufspreis der Ware ermittelt werden. Dabei sollte auch der Gewinnzuschlag nicht vergessen werden.

Das Kalkulieren der Warenverkaufspreise ist eine der wichtigsten Aufgaben eines Kaufmannes. Nur so kann er kosten- und gewinndeckend arbeiten. Insbesondere für Unternehmensgründer stellt die Handelskalkulation eine wichtige Größe bei der Ermittlung der Rentabilität eines Unternehmens dar.

Handelskalkulation: Kalkulationsschema

Das Kalkulationsschema der Handelskalkulation besteht aus der Bezugskalkulation, der Selbstkalkulation und der Verkaufskalkulation. Zum Einkaufspreis der Ware werden dabei die Kosten des Einkaufs, der Lagerung und des Vertriebs hinzugerechnet.

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Der Bezugspreis, der beim Vergleich mit weiteren Angeboten einen wichtigen Faktor darstellt, wird mittels Bezugskalkulation ermittelt. Hierfür werden vom Listeneinkaufspreis Nachlässe in Form von Rabatten und Skonti herausgerechnet und Bezugskosten wie Verpackung und Transportkosten hinzugerechnet. Der Bezugspreis ist demnach mit den endgültigen Anschaffungskosten gleichzusetzen.


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Die Selbstkosten entsprechen der Summe von Bezugspreis und Handlungskosten, die im Unternehmen anfallen, um die Handelsleistungen erzielen zu können.

Unter Handlungskosten (auch Gemeinkosten genannt) werden hierbei die zur Erbringung der Handelsleistungen entstehenden Kosten verstanden, die nicht direkt einem Produkt oder einer Dienstleistung zuzuordnen sind – wie etwa Kosten der Energieversorgung, Steuern und Zinsen.

Die Verkaufskalkulation ermittelt dann den vom Handel in Rechnung gestellten Bruttoverkaufspreis inklusive Umsatzsteuer, Boni, Rabatte und Skonti.

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Preisnachlässe werden mitkalkuliert

Der Zielverkaufspreis kann nur erreicht werden, wenn der Käufer die Skontofrist ungenutzt verstreichen lässt, also den Preisnachlass auf dem Rechnungsbetrag innerhalb der vom Verkäufer gewährten Frist nicht in Anspruch nimmt.

Dieser Preisnachlass wird oftmals bei sehr schneller Zahlung der Rechnung gewährt. Der Zielverkaufspreis verringert sich demnach um einen festgelegten Nachlass von meist nicht mehr als 3% des Rechnungsbetrages.

In seiner Handelkalkulation kann der Kaufmann diese Preisnachlässe jedoch bereits vorab erwägen und legt dementsprechend auch den Verkaufpreis fest. Somit können mittels Handelskalkulation sowohl Verkaufspreise als auch Preisnachlässe festgesetzt werden, die dem Gewinn des Kaufmannes nicht schaden.

Preisfindung dank Handelskalkulation

Die Handelskalkulation kann bei Unternehmen schnell in den Hintergrund treten. Dies kann allerdings die Preisfindung nachhaltig beeinflussen.

Setzt der Kaufmann seine Preise zu niedrig an, kann nach nur wenigen Monaten das Kapital knapp werden. Bei zu hohen Preisen lassen sich zumeist keine Produktabnehmer finden. Eine solide Handelskalkulation hilft also, den optimalen Verkaufspreis zu ermitteln und damit kosten- und gewinndeckend zu arbeiten.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.

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