RoI: Berechnung dank einfacher Formel

Eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl ist der RoI. Die Berechnung erfolgt mithilfe einer einfachen Formel bei Investitionen. (Foto: newroadboy / Shutterstock.com)

Für Unternehmer ist der RoI eine wichtige Kennzahl.

Sie gibt Aufschluss darüber, ob eine Investition lukrativ ist. Auch für Privatanleger spielt der RoI aus diesem Grund eine wichtige Rolle.

So kann mithilfe einer einfachen Formel berechnet werden, welcher Gewinn zu erwarten ist – und dies wiederum ist für Investoren eine wichtige Überlegung, denn schließlich sollen nur lohnende Investitionen getätigt werden.

RoI – Return on Investment

Bei jeder Investition, die getätigt werden soll, wird der RoI berechnet.

RoI steht für Return on Investment, und mit ihm kann das Verhältnis zwischen dem investierten beziehungsweise zu investierenden Kapital und dem erreichten oder zu erwartenden Gewinn berechnet werden.

Der RoI sagt etwas über die Rentabilität eines Unternehmens aus und wie sinnvoll eine Investition prozentual in Hinblick auf den Gewinn sein kann.

Der RoI kann als ein Oberbegriff für Renditekennzahlen bezeichnet werden und beschreibt sowohl die Gesamtkapitalrendite als auch die Eigenkapitalrendite.

Im deutschen Sprachraum wird der RoI auch Kapitalrendite oder Gesamtkapitalrentabilität genannt. Eine Grafik soll den RoI verdeutlichen:

ROI Schema Treiberbaum nach Du Pont by Rüdiger Dalchow

Schon diese einfache Darstellung zeigt auf, wie mit der Formel für den Return on Investment alle Bereiche des Unternehmens mit einbezogen werden.

Es kann also durch Veränderung einzelner kleiner Stellschrauben der Effekt auf das Gesamtergebnis berechnet werden.

Je nach Größe des betrachteten Projektes oder Unternehmens kann der Umfang der Berechnung erheblich sein, ohne dass dabei die einfache mathematische Grundstruktur verloren geht.

RoI: Berechnung dank einfacher Formel

Der RoI ist folgendermaßen definiert:


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Formel  

Return on Investment (ROI) berechnen Methode C

$$\bo\text"ROI"=\text"Umsatzrendite " *\text"Kapitalumschlag "$$
Ergebnis berechnen

Die Umsatzrendite und der Kapitalumschlag lassen sich mithilfe von simplen Formeln berechnen:

Formel  

Die Umsatzrendite berechnen

$$\bo\text"Umsatzrendite" = ( \text"Gewinn" / \text"Nettoumsatz"\)*100$$
Ergebnis berechnen

und

Formel  

Den Kapitalumschlag berechnen

$$\bo\text"Kapitalumschlag" = \text"Nettoumsatz" / \text"Gesamtkapital"$$
Ergebnis berechnen

Wird dann noch der Nettoumsatz aus der Formel gekürzt, so erhält man den Return on Investment:

Formel  

Return on Investment (ROI) berechnen Methode D

$$\bo\text"Return on Investment" = (\text"Gewinn " / \text"Gesamtkapital")*100$$
Ergebnis berechnen

Zu dem Gewinn müssen die Fremdkapitalzinsen wieder hinzugerechnet werden. Der RoI bezieht sich nämlich nicht nur auf das Eigen- sondern auch auf das Gesamtkapital.

Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass das Unternehmen durch die Fremdkapitalzinsen schon eine Ersparnis in den Steuerzahlungen hatte. Dieser Betrag muss noch subtrahiert werden.

Einen kleinen Unterschied zur Gesamtkapitalrentabilität gibt es aber doch. Im Gegensatz zu ihr bezieht sich der RoI auf betriebsnotwendiges Kapital und das Betriebsergebnis. Aus diesem Grund werden die einzelnen Größen meist um die Bestandteile, die nichts mit dem Betrieb zu tun haben, bereinigt.

Return on Investment: Ein Beispiel aus der Unternehmenspraxis

Ein Unternehmen plant zur Bekanntmachung eines neuen Produktes eine Marketingkampagne.

Nun will das Unternehmen herausfinden, ob und in welchem Maße sich die Kampagne rentieren wird und legt der Berechnung des RoI folgende Schätzungen zugrunde:

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  • Die zu erwartenden Kosten der Kampagne betragen 100.000 € innerhalb der nächsten 5 Jahre.
  • Gleichzeitig erwartet das Unternehmen in dem gleichen Zeitraum einen Gewinn in Höhe von 220.000 €.

Aus der Schätzung von Investition und Gewinn ergibt sich folgende Rechnung für das Projekt:

RoI = 220.000 € / 100.000 € = 2,2 * 100 = 220%

Der Return on Investment entspricht in dem Beispiel 220%, das heißt, die Rendite dieses Projektes beträgt 220%.

Dabei ist der betrachtete Zeitraum frei wählbar.

Allerdings sollte beachtet werden, dass ein sehr kurzer Betrachtungszeitraum unter Umständen einen negativen RoI ergeben kann, obwohl er über einen längeren Zeitraum deutlich positiv ausfallen würde.

Nur den RoI zu berechnen reicht nicht aus

Auf Basis des Ergebnisses aller Berechnungen kann nun abgewogen werden, ob eine Investition lohnt. Für bereits getätigte Investitionen gilt, dass mithilfe des RoI berechnet werden kann, welche Gewinnspanne zu erwarten ist. Der RoI macht die Effizienz von Investitionen deutlich.

Allerdings sollten diese Berechnungen nicht die einzigen bleiben. So bietet es sich zum Beispiel an, zusätzlich noch eine Risikoanalyse durchzuführen, um das Ergebnis abzusichern.

Nachteile des RoI

Dadurch, dass der RoI nur eine statistische Kennzahl ist, wird der Einfluss von Zeit auf die Rentabilität nicht ausreichend berücksichtigt. Hier sollten weitere Berechnungen, die diesen Faktor beinhalten, durchgeführt werden.

Darüber hinaus zielt der RoI nur auf eine Spitzenkennzahl. Er beschreibt daher nur einen Teil des betrieblichen Geschehens und liefert nur einen kleinen Einblick. Die Liquiditätsentwicklung wird beispielsweise gänzlich übergangen.

Fazit: Der RoI sollte daher nicht als einzige Hilfe beim Treffen von Investitionsentscheidungen genutzt werden. Für Anleger ist es immer sehr wichtig, die Gesamtsituation im Blick zu haben. Denn eine ausführliche finanzielle Planung schützt vor Investitionsfehlern und Verlusten.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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