Wall Street: Der wichtigste Finanzplatz der Welt

Was genau ist eigentlich die Wall Street? Für viele ist diese Straße in New York City das Zentrum des Kapitalismus. (Foto: Pavel Ignatov / shutterstock.com)

Sie ist eine der bekanntesten Straßen der Erde. Und obwohl sie keinen so klangvollen Namen hat wie die Champs Elysées in Paris oder der Hollywood Boulevard in Los Angeles ist das Ansehen der Wall Street im New Yorker Stadtteil Manhattan enorm. Doch was ist die Wall Street, worin liegen Bedeutung und Mythos?

Zunächst einmal ist die Wall Street eine nur rund 1.000 Meter lange Straße im Zentrum der US-amerikanischen Millionenstadt New York. Ihr Name geht zurück auf einen Mauer (Wall), den die Pioniere des Landes 1652 zum Schutz vor Indianern aufgeschüttet hatten. Beeindruckend: Die Geschichte der Wall Street als Finanzplatz begann schon 1792.

Was ist die Wall Street? Die heutige Bedeutung

In der Wall Street sind heute viele Geldinstitute und die größte Wertpapierbörse der Welt, die New York Stock Exchange (NYSE), angesiedelt. Die NYSE ist die bedeutendste Börse der Welt, an der auch der der international bedeutende Dow Jones Index notiert ist.

In der Wall Street befinden sich heute nicht nur US-Banken, sondern in großer Zahl auch ausländische Geldinstitute des gesamten Erdballs mit Tochtergesellschaften und Filialen. Allgemein wird Wall Street als Begriff auch generell als Bezeichnung für das in Vereinigten Staaten tätige Bank- und Finanzwesen verwendet.

Die großen Finanzkrisen – Ausgangspunkt Wall Street

Beginnend an der Wall Street breiteten sich die größten Finanzkrisen der Geschichte aus. Schon 1837 zerplatzte die erste Spekulationsblase. Nach weiteren Krisen im 19. Jahrhundert fand die Weltwirtschaftskrise mit dem „Schwarzen Donnerstag“ am 24.10.1929 ihren Ausgangspunkt.


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Der Handelstag mit den größten Verlusten in Höhe von 22,6 % war der „Schwarze Montag“, der 19.10.1987. Auch das Ende des Internet-Hypes oder die Finanzkrise 2007 rissen enorme Lücken in die Renditen von Anlegern. Verschiedene Börsenmakler und Banker an der Wall Street verloren ihren Arbeitsplatz.

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Auch die Filmindustrie Hollywoods beschäftigt sich mit der Wall Street

Auch die Filmbranche Hollywoods hat sich in der Vergangenheit häufiger mit der Wall Street beschäftigt. Im gleichnamigen Kinofilm mit Michael Douglas unter der Regie von Oliver Stone geht es um die dubiosen Geschäfte des zwielichtigen Finanzmagnaten Gordon Gekko.

Reale Vorbilder für die Person des Hauptdarstellers waren die Wall Street-Spekulanten Ivan Boesky und Carl Icahn, von denen zumindest Boesky wegen unlauterer Finanzgeschäfte (Insiderhandel) eine Haftstrafe zu verbüßen hatte.

Von Boesky stammt auch die „Gier ist gut“-Rede, die Gekko im Film in Teilen hält. Kritiker attestierten „Wall Street“ eine radikale Kommentierung der kapitalistischen Mentalität. Die Wall Street hat die Bedeutung als wichtigster Finanzplatz der Welt bereits seit langer Zeit. Auch wenn einzelne Personen und Unternehmen der Finanzindustrie aufsteigen oder untergehen.


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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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