Wann wurde der Dow Jones Industrial Average zum ersten Mal berechnet?

Charles Henry Dow wurde am 6. November 1851 auf einer kleinen Farm in Connecticut geboren. Das Leben als Landwirt wurde ihm jedoch schnell über, daher wandte er sich dem Journalismus zu. Ohne wirkliche Ausbildung konnte er dennoch schnell eine Reihe von Jobs für verschiedene Publikationen vorweisen.

Er merkte, dass er ein Talent dafür besaß, über historische Begebenheiten und den Finanzsektor zu berichten. Letztes wurde schnell sein Hauptaufgabenfeld, indem er Untersuchungen verschiedener Industriezweige verfasste.

Während dieser Zeit führte Dow zahlreiche Interviews mit Kapitalisten und Unternehmern. Diese Interviews nutzte er, um die Methoden der Wall Street-Insider zur Bewertung von Aktien zu erlernen. Er fand heraus, wie man die wichtigsten Zahlen aus den Finanzberichten der Unternehmen herausfilterte und diese für die Öffentlichkeit verständlich machte. Während viele Reporter zu dieser Zeit mit Schmiergeldern manipuliert wurden, etablierte sich Dow hingegen als unabhängiger Finanzexperte.

1882 beschloss Charles Dow, zusammen mit seinem Kollegen Edward Jones eine eigene Firma zu gründen – Dow, Jones & Company. Die erste Publikation – der Customer’s Afternoon Letter von 1883 – war eine zweiseitige Zusammenfassung der aktuellen Finanznews in einfacher Form. Diese beinhalteten auch die Bewegungen einzelner Aktienkurse. Dieser Vorreiter des DJIA fasste zunächst einige wenige Aktien der Transport- und Eisenbahnindustrie zusammen.

Im Mai 1886 erschien dann der Dow Jones Industrial Average zum ersten Mal. Er wurde mit Hilfe der 12 bestnotierten Aktien am Markt berechnet. Hierzu wurden die Kurse einfach nur zusammenaddiert und durch 12 geteilt – der erste Wert des DJIA betrug somit 40,94 Punkte.


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Die positive Resonanz auf den Customers‘ Afternoon Letter, der bereits zu einer Auflage im vierstelligen Bereich angestiegen war, bewog Dow und Jonas zum Start des „Wall Street Journals“. Durch diese beiden Publikationen versorgten die beiden Herausgeber die breite Öffentlichkeit mit den Geheimnissen der Börse, die vorher keinerlei regelmäßige Informationen über Kursbewegungen bekamen.

Unternehmen versuchten zu dieser Zeit oftmals, ihren wahren Wert und die Gewinne durch eine Vielzahl an unnötigen Informationen zu verschleiern. Dow und Jones schafften es, diesen Nebel zu lüften.

„The Wall Street Journal“ wurde sehr schnell zum meistgelesensten Finanzpapier in den Vereinigten Staaten, während sich der DJIA zum vorreitenden Aktienindex entwickelte. Dow beobachte diesen Index sehr genau und formulierte daraus eine These – heute als Dow Theory bekannt – die durch die Entwicklung des Index Marktbewegungen vorhersagen soll.

Leider kam Dow nie dazu, seine Theorie in Gänze niederzuschreiben. Sein Tod im Jahre 1902 führte dazu, dass die Dow Theorie zwar vollständig bekannt, jedoch nur teilweise nachzuvollziehen ist.

„The Wall Street Journal“ setzte den Siegeszug jedoch auch ohne seine Gründer fort und ist heute eines der angesehensten Finanzpapiere auf der Welt.


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18. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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