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Zwischendividende: Definition, Vor- und Nachteile

Zwischendividende: Definition, Vor- und Nachteile
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Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zur Zwischendividende

Definition: Zwischendividenden sind anteilige Auszahlungen der gesamten Dividende einer Aktie, deren Ausschüttung im Laufe des Geschäftsjahres erfolgt. Zwischendividenden mindern folglich die Höhe der sogenannten Schlussdividende.

Vorteile von Zwischendividenden: kurzfristige Liquidität durch Zwischendividenden; Wartezeit auf Dividendenzahlung verkürzt

Nachteile von Zwischendividenden: Gewinn durch anteilige Dividendenzahlungen relativ gering; Höhe der gesamten Dividende bleibt gleich

Synonyme: Abschlagsdividende, Interimsdividende

Dividenden einer Aktie werden in Deutschland gewöhnlich einmal im Jahr ausgeschüttet. Jedoch besteht auch die Möglichkeit der Zahlung von Zwischendividenden (auch Interimsdividende oder Abschlagsdividende genannt). Laut Definition kann eine solche Abschlagsdividende während des laufenden Geschäftsjahres ausgeschüttet werden.

Was ist eine Zwischendividende?

Als Zwischendividende oder auch Interimsdividende wird die Zahlung eines Teils der Dividende während des laufenden Geschäftsjahres definiert.

Die Interimsdividende kann zum Beispiel vierteljährlich als Quartalsdividende ausgeschüttet werden. In den USA wird die Interimsdividende von den Aktiengesellschaften ebenfalls alle 3 Monate ausgezahlt. Zum Ende des Geschäftsjahres wird dann die Schlussdividende ausgezahlt.

Wie hoch fallen Zwischendividenden aus?

Die Auszahlungen fallen bei den Zwischendividenden meist recht niedrig aus. Schließlich wird die gesamte Dividende für Zwischendividenden aufgeteilt. Hinzu kommt, dass die Höhe der Dividenden möglichst auf dem gleichen Niveau gehalten werden soll.

Werden in Deutschland Zwischendividenden gezahlt?

In Deutschland ist die Zahlung einer Zwischendividende eher unüblich und nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt möglich.

Zwar kommt die Interimsdividende bei deutschen Aktiengesellschaften kaum zum Einsatz, allerdings ist die Auszahlung von Zwischendividenden zum Beispiel in den USA oder auch im europäischen Ausland üblich. Somit ist die Abschlagsdividende insbesondere für Anleger von Interesse, die nicht nur den deutschen Aktienmarkt im Blick haben.

Was sind die Voraussetzungen für die Zahlung einer Zwischendividende in Deutschland?

Ein deutsches Aktienunternehmen muss vor der Zahlung einer Zwischendividende nachweisen, nach Abschluss des Geschäftsjahres einen Gewinn erwirtschaftet zu haben.

Und noch eine weitere Bedingung muss vor der Ausschüttung der Zwischendividende erfüllt sein: Die Höhe darf insgesamt nicht über 50 Prozent des vorjährigen Bilanzgewinns liegen. Diese Voraussetzungen zur Ausschüttung einer Abschlagsdividende sind in § 59 AktG festgeschrieben.

Der Grund für diese gesetzlichen Maßnahmen liegt in dem Schutz der Aktienunternehmen, da diese sich finanziell nicht übernehmen sollen.

Was sind die Vorteile der Zwischendividende?

Der Vorteil einer Zwischendividende ist, dass der Aktionär nicht ein komplettes Geschäftsjahr auf die Auszahlung seiner Dividende warten muss und sehr flexibel handeln kann.

Das deutsche Aktiengesetz mit seinen vergleichsweise strengen Richtlinien zur Zahlung einer Abschlagszahlung ist für Anleger ebenfalls positiv zu sehen. Denn Unternehmen werden durch die gesetzlichen Bestimmungen geschützt, was langfristig allen zugutekommt.

Was sind die Nachteile der Zwischendividende?

Da die Zwischendividenden meist recht niedrig ausfallen, um vierteljährlich oder auch halbjährlich ähnliche Zahlen präsentieren zu können, ist der Gewinn für die Aktionäre erst einmal überschaubar.

Die Zahlung von Dividenden erfreut zwar Aktionäre, sagt jedoch oft nichts über die reale Wirtschafts- oder Kursentwicklung eines Unternehmens aus. Denn die Ausschüttung hoher Dividenden steht nicht immer im direkten Zusammenhang mit der Wirtschaftsleistung eines Unternehmens. Durch die Auszahlung der Dividenden bleiben Aktionäre Unternehmen jedoch oftmals trotz mäßiger Entwicklung treu.

Für wen eignen sich Aktien mit Zwischendividenden?

Da die Zahlung von Zwischendividenden in Deutschland eher selten ist, eignen sich Aktien mit Abschlagsdividenden vor allem für Anleger, die sich für amerikanische Aktien und Wertpapiere interessieren.

Doch auch Anleger, die flexibel handeln wollen sowie regelmäßigere, aber dafür niedrigere Dividendenzahlungen bevorzugen, sind bei Unternehmen mit Abschlagsdividenden gut aufgehoben.