CAC 40: Unternehmen des französischen Leitindex
Welche Unternehmen sind im CAC 40 gelistet?
Der CAC 40 Index bildet die Wertentwicklung der 40 bedeutendsten Aktiengesellschaften ab, die an der Euronext Paris gehandelt werden. Die Zusammensetzung wird quartalsweise überprüft und basiert auf der Marktkapitalisierung des Streubesitzes (Free Float) sowie dem Handelsvolumen.
Während der Luxussektor (LVMH, Kering) zwar weiter an der Spitze steht, musste er nach Jahren der Dominanz aufgrund schwächerer Nachfrage in Asien Anteile abgeben. Unterdessen haben Industrie- und Technologiewerte deutlich an Gewicht gewonnen. Insbesondere Schneider Electric liefert sich mittlerweile ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit LVMH um die Position des Index-Schwergewichts. Zudem gab es prominente Neuzugänge wie den Börsenbetreiber Euronext N.V. (Aufnahme im September 2025), während ehemalige Tech-Hoffnungen wie Worldline den Index verlassen mussten.
| Name | absolut | % |
| LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton | 271.645 Mio. | 10,27% |
| Hermès | 213.874 Mio. | 8,09% |
| L´Oréal | 211.320 Mio. | 7,99% |
| Schneider Electric | 148.129 Mio. | 5,60% |
| Totalenergies (ex Total) | 146.258 Mio. | 5,53% |
| Airbus | 145.293 Mio. | 5,49% |
| Safran | 142.831 Mio. | 5,40% |
| BNP Paribas | 108.706 Mio. | 4,11% |
| EssilorLuxottica | 107.464 Mio. | 4,06% |
| Air Liquide | 103.050 Mio. | 3,90% |
| Sanofi | 101.050 Mio. | 3,82% |
| AXA | 87.256 Mio. | 3,30% |
| Vinci | 79.076 Mio. | 2,99% |
| Engie | 67.068 Mio. | 2,54% |
| Credit Agricole | 57.691 Mio. | 2,18% |
| Société Générale | 53.044 Mio. | 2,01% |
| Thales | 52.143 Mio. | 1,97% |
| Orange | 47.973 Mio. | 1,81% |
| Danone | 46.551 Mio. | 1,76% |
| Saint Gobain | 43.875 Mio. | 1,66% |
| ArcelorMittal | 43.050 Mio. | 1,63% |
| Legrand | 40.457 Mio. | 1,53% |
| Kering | 34.886 Mio. | 1,32% |
| Veolia Environnement | 25.826 Mio. | 0,98% |
| STMicroelectronics | 25.637 Mio. | 0,97% |
| Dassault Systèmes | 23.668 Mio. | 0,90% |
| Michelin | 23.585 Mio. | 0,89% |
| Bouygues | 19.685 Mio. | 0,74% |
| Pernod Ricard | 19.383 Mio. | 0,73% |
| Stellantis | 18.804 Mio. | 0,71% |
| Publicis Groupe | 18.352 Mio. | 0,69% |
| Capgemini | 17.301 Mio. | 0,65% |
| Unibail-Rodamco-Westfield | 14.955 Mio. | 0,57% |
| Eiffage | 13.901 Mio. | 0,53% |
| Euronext | 13.331 Mio. | 0,50% |
| Bureau Veritas | 12.998 Mio. | 0,49% |
| Eurofins Scientific | 11.980 Mio. | 0,45% |
| Accor | 11.381 Mio. | 0,43% |
| Carrefour | 11.340 Mio. | 0,43% |
| Renault | 9.474 Mio. | 0,36% |
Stand: Februar 2026
Was ist der CAC 40 Index?
Als Leitindex Frankreichs bietet der CAC 40 Index Zugang zu den 40 führenden Unternehmen des französischen Aktienmarkts, die an der Euronext Paris gehandelt werden. Die Abkürzung CAC steht für Cotation Assistée en Continu und bedeutet auf Deutsch soviel wie „fortlaufende Notierung“. Es handelt sich um einen Large Cap Index, der die größten und umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen Frankreichs enthält.
Der CAC 40 ist ein Kursindex, der nur um die Erträge aus Bezugsrechten und Sonderzahlungen bereinigt wird. Dividendenzahlungen werden hingegen nicht berücksichtigt. Damit grenzt sich der CAC 40 vom DAX ab, der als Performanceindex geführt wird und auch Dividendenausschüttungen berücksichtigt. Die Indexbasis des CAC 40 wurde per 31. Dezember 1987 mit 1.000 Punkten festgelegt. Die Rückrechnung erfolgte jedoch bis ins Jahr 1969 für tägliche Kurse und bis ins Jahr 1965 für wöchentliche Kurse.
Die Euronext entstand im September 2000 aus der Fusion der Börsen von Paris, Amsterdam und Brüssel. Im Jahr 2002 wuchs der Handelsplatz weiter durch den Zusammenschluss mit der portugiesischen Börse (Bolsa de Valores de Lisboa e Porto) und die Übernahme der Londoner Terminbörse LIFFE. Durch diese Konsolidierung sollte ein europäisches Gegengewicht zu den stark wachsenden Märkten in den USA und Asien geschaffen werden.
Neben dem französischen Leitindex CAC 40 werden an der Euronext weitere wichtige nationale Indizes geführt, darunter der niederländische AEX, der belgische BEL 20 und der portugiesische PSI (bis 2022 als PSI-20 bekannt). Während der Euronext 100 die größten Werte der gesamten Plattform bündelt, orientieren sich internationale Investoren für einen gesamteuropäischen Vergleich heute primär am Euro Stoxx 50. Die Kursdaten aller Indizes werden an der Euronext in Echtzeit veröffentlicht.
Welche Bedeutung hat der CAC Index?
Der CAC 40 gilt traditionell als das wichtigste Barometer für die französische Volkswirtschaft, ähnlich wie der DAX für Deutschland. Er bildet die Wertentwicklung der 40 bedeutendsten an der Euronext Paris notierten Aktiengesellschaften ab. Im Februar 2026 notiert der Index auf einem historischen Hoch von über 8.500 Punkten, was die anhaltende Stärke seiner Schwergewichte widerspiegelt. Dennoch wird seine Rolle als reiner Spiegel der heimischen Konjunktur oft diskutiert, da die Kursentwicklung stark von globalen Faktoren abhängt.
Ein wesentlicher Kritikpunkt an der rein nationalen Aussagekraft ist die globale Ausrichtung der enthaltenen Konzerne. Die Mehrheit der 40 Unternehmen erwirtschaftet ihre Umsätze überwiegend im Ausland. So erzielen Börsenschwergewichte wie der Luxusgüterkonzern LVMH oder der Kosmetikriese L’Oréal nur noch einen kleinen Bruchteil ihres Umsatzes (oft unter 10 %) in Frankreich selbst. Auch Energie- und Pharmariesen wie TotalEnergies und Sanofi sind global diversifiziert und hängen stärker von der Weltkonjunktur ab als von der französischen Binnennachfrage. Der Index ist somit eher ein Indikator für die Leistungsfähigkeit französischer Weltmarktführer als für die lokale Wirtschaft.
Ungeachtet dessen genießt der CAC 40 international hohe Anerkennung und repräsentiert einen signifikanten Teil der Marktkapitalisierung der Eurozone. Aufgrund der starken Verflechtung sind viele CAC-40-Werte auch im europäischen Leitindex Euro Stoxx 50 enthalten. Diese internationale Ausrichtung zieht Investoren aus aller Welt an: Aktuelle Daten zeigen, dass rund 50 % der Anteile an CAC-40-Unternehmen von ausländischen Investoren gehalten werden. Damit ist der Pariser Leitindex einer der am stärksten international verflochtenen Indizes in Europa.
Ein besonders wichtiger Index in diesem Zusammenhang ist der CAC Next 20. Er fungiert als „Warteraum“ (L’Antichambre) für den Leitindex und umfasst jene 20 Unternehmen, die in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Handelsliquidität direkt auf die 40 Werte des CAC 40 folgen. Diese Aktiengesellschaften – zu denen aktuell oft Schwergewichte wie Amundi, Alstom oder Edenred zählen – sind die ersten Anwärter für einen Aufstieg, sollte ein Platz im Leitindex frei werden. Zusammen mit dem CAC 40 bildet dieser Index den CAC Large 60.
Darauf folgt der CAC Mid 60 Index (ehemals CAC Mid 100), der die 60 nächstgrößeren Unternehmen abbildet. Diese Werte sind zwar kleiner als die Large Caps, verfügen aber dennoch über eine signifikante Marktbedeutung und Liquidität. Hier finden sich bekannte Namen wie die Fluggesellschaft Air France-KLM, der Mischkonzern Bolloré oder der Haushaltsgerätehersteller SEB. Gemeinsam mit dem CAC Large 60 bilden diese Werte den breiter gefassten SBF 120 Index, der oft als Benchmark für Investmentfonds dient, die in den gesamten französischen Markt investieren.
Für die kleineren Werte, die sogenannten Small Caps, gibt es den CAC Small Index. Er umfasst jene börsennotierten Unternehmen, die weder im CAC 40, noch im CAC Next 20 oder CAC Mid 60 enthalten sind, aber dennoch über eine ausreichende Liquidität verfügen. Zusammen mit dem CAC Mid 60 bildet er den CAC Mid & Small. Um schließlich den Gesamtmarkt abzubilden, fasst der CAC All-Tradable (vormals SBF 250) alle diese Indizes zusammen und bietet Anlegern somit den umfassendsten Blick auf die französische Aktienlandschaft.
Wie funktioniert die Zusammensetzung des CAC 40 Index?
Die Aufnahme in den CAC 40 folgt einem strikten Regelwerk, das quartalsweise vom unabhängigen Index-Komitee, dem Conseil Scientifique, überprüft wird. Aus dem Universum der 100 liquidesten Werte an der Euronext Paris werden die 40 Unternehmen ausgewählt, die die französische Wirtschaft am besten repräsentieren. Entscheidend sind dabei zwei Hauptkriterien: die Free-Float-Marktkapitalisierung (der Börsenwert der frei handelbaren Aktien) und die Umschlagshäufigkeit der Titel. Nur wer in beiden Kategorien Spitzenwerte erzielt, erhält und behält seinen Platz im französischen Börsenolymp.
Die Unternehmen müssen verschiedene finanzielle Bedingungen erfüllen, um in den Index aufgenommen zu werden. So spielen neben dem Handelsvolumen auch die Liquidität, die Marktkapitalisierung und der Streubesitz eine Rolle. Die Gewichtung der Unternehmen im CAC 40 erfolgt nicht nur anhand der Marktkapitalisierung, sondern wird auch proportional zu seinem Free Float festgelegt.
Der Anteil eines Unternehmens im Index darf die Grenze von 15 % nicht überschreiten. Das Indexkomitee überprüft diese Obergrenze jährlich im September und passt die Gewichte einzelner Unternehmen gegebenenfalls an dieses Niveau an.
Scheidet ein Unternehmen aus dem CAC 40 aus, rückt in der Regel ein Kandidat aus dem CAC Next 20 nach. Während die Zusammensetzung dynamisch ist, zählen einige Gründungsmitglieder von 1987 bis heute zum festen Kern des Index. Dazu gehören unter anderem Air Liquide, Danone, L’Oréal, LVMH, Michelin, Saint-Gobain, Sanofi und Société Générale. Andere Traditionskonzerne mussten den Leitindex hingegen verlassen: So schied das langjährige Mitglied Vivendi nach einer umfassenden Konzernaufspaltung im Dezember 2024 aus dem CAC 40 aus und wurde durch Bureau Veritas ersetzt.
Welche Branchen dominieren im CAC Index?
Per Stand Anfang 2026 wird der CAC 40 maßgeblich von der Luxus- und Konsumgüterindustrie dominiert, die rund ein Viertel des Indexgewichts ausmacht und von Weltmarktführern wie LVMH, Hermès und L’Oréal angeführt wird. An zweiter Stelle steht der Industriesektor (u. a. Schneider Electric, Airbus, Safran, Vinci), der durch die starke Nachfrage in den Bereichen Luftfahrt und Rüstung deutlich an Gewicht gewonnen hat. Weitere tragende Säulen sind das Finanzwesen (ca. 12 %), der Gesundheitssektor (Sanofi, EssilorLuxottica) sowie der Energiesektor mit dem Schwergewicht TotalEnergies.
Ein Blick auf die aktuelle Sektorenverteilung im Februar 2026 verdeutlicht die strukturellen Verschiebungen der letzten Jahre. Zwar dominieren Luxusgüterhersteller wie LVMH und Hermès weiterhin den Index mit rund einem Viertel der Gesamtgewichtung, doch hat sich das Bild dahinter gewandelt. Der Energiesektor, angeführt vom Schwergewicht TotalEnergies, konnte seinen Anteil auf knapp 15 % fast verdoppeln, was die anhaltende Relevanz fossiler und erneuerbarer Energieträger widerspiegelt.
Auch der Industriesektor bleibt mit gut 18 % eine tragende Säule, wobei hier insbesondere Rüstungs- und Luftfahrtkonzerne wie Safran, Thales und Airbus aufgrund der geopolitischen Lage an Börsenwert gewonnen haben. Im Gegensatz dazu spielen Immobilienwerte im Leitindex kaum noch eine Rolle.
Wie kann man in den CAC investieren?
Für den CAC 40 bieten sowohl ETFs, als auch CFDs interessante Möglichkeiten für Anleger, in den französischen Aktienmarkt zu investieren. Es handelt sich dabei jedoch um völlig unterschiedliche Anlageinstrumente.
Während es sich bei ETFs um börsengehandelte Indexfonds handelt, die darauf abzielen, die Wertenwicklung eines Index wie dem CAC 40 nachzubilden, ist ein CFD ein Derivat, das es Investoren ermöglicht, auf die Kursentwicklungen des CAC 40 zu spekulieren, ohne die zugrunde liegenden Aktien zu besitzen. CFDs können mit Hebeln gehandelt werden, was es Anlegern ermöglicht, mit relativ geringem Kapitaleinsatz größere Positionen einzugehen, was natürlich mit einem deutlich größeren Risiko einhergeht.
Wer lieber breit gestreut in den französischen Aktienmarkt investieren möchte, kann auf ETFs (Exchange Traded Funds) auf den CAC 40 Index zurückgreifen. Die Marktlandschaft hat sich hierbei in den letzten Jahren deutlich konsolidiert: Nach der vollständigen Übernahme von Lyxor durch Amundi wurden die beliebten Lyxor-ETFs in die Produktpalette von Amundi integriert und umbenannt. Aktuell stehen Anlegern in Deutschland daher primär drei relevante ETFs auf den Standard-CAC-40 zur Verfügung.
Marktführer Amundi bietet dabei sowohl eine thesaurierende (Gewinne werden wiederangelegt) als auch eine ausschüttende Fondsvariante an. Der Anbieter Xtrackers (DWS) stellt ergänzend einen ausschüttenden ETF bereit. Alle drei Produkte setzen auf eine physische Replikationsmethode, kaufen die im Index enthaltenen Aktien also direkt nach, was das Kontrahentenrisiko minimiert. Preislich bewegen sich diese ETFs in einem sehr günstigen Rahmen: Die Gesamtkostenquoten (TER) liegen derzeit stabil zwischen 0,20 % und 0,25 % p. a.