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Keltner Kanal als Indikator: Funktion, Vorteile und Nachteile

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Keltner Kanal, ebenso als Keltner Channel bezeichnet, ist ein Volatilitätsindikator.
  • Der Handelsindikator misst vor allem die Schwankungsbreite von Kursen, die Volatilität.
  • Der Keltner Kanal zeichnet sich unter anderem durch seinen einfachen Aufbau aus, denn ein gleitender Durchschnitt ist die Grundlage.
  • Durch den Keltner Channel können Trader eine Aussage erhalten, ob sich ein vorhandener Trend bestätigen lässt. 
  • Ebenfalls können mittels des Indikators eventuelle Ausbrüche der Kurse festgestellt werden.

Im Rahmen der Chartanalyse kommen zahlreiche Indikatoren wie der Keltner Kanal zum Einsatz. Diese haben die Aufgabe, Handelssignale zu geben. Daran machen Trader und Anleger häufig nicht nur die Handelsspanne für einen Basiswert fest, sondern ebenfalls ideale Einstiegspunkte sowie Ausstiegszeitpunkte.

In unserem Beitrag erfahren Sie, worum es sich beim Keltner Kanal handelt und wie er innerhalb der Analyse funktioniert. Wir gehen ferner darauf ein, welche Anleger den Indikatoren anwenden, welche Strategien es gibt und worin die Vorteile und Nachteile dieses Handelsindikators bestehen.

Der Keltner Kanal wurde nach seinem Entwickler benannt, nämlich Chester W. Keltner. Der Indikator hat eine lange Historie, denn er wurde 1960 erstmals präsentiert. Es handelt sich um einen sogenannten Volatilitätsindikator. Das bedeutet, dass der Keltner Channel die Volatilität (Schwankungsbreite) von Basiswerten im Hinblick auf deren Kursentwicklung misst. Zu diesem Zweck zeichnet der Keltner Kanal sogenannten Bänder in den Chart. Diese ergeben einen Kanal, aus dem Trader Aussagen zur möglichen Kursentwicklung von Basiswerten entnehmen können.

Keltner Kanal: Formel und Berechnung

Ein Vorteil beim Keltner Kanal ist unter anderem, dass er einen relativ einfachen Aufbau hat. Die Grundlage ist ein sogenannter gleitender Durchschnitt. Dieser wiederum ergibt sich bei der Addition der Höchst-, Tiefst- und Schlusskurse eines Tages, deren Ergebnis durch 3 geteilt wird. Somit funktioniert der Indikator auf Basis der folgenden Berechnungsformel:

Keltner Kanal = Tageshöchstkurs + Tagestiefstkurs + Schlusskurs / 3 

Somit handelt es sich vereinfacht gesagt beim Keltner Channel um einen gleitenden Durchschnitt. Der Unterschied ist lediglich, dass im Vergleich zu sonstigen Moving Averages nicht ausschließlich der Schlusskurs in die Berechnung einfließt, sondern ebenfalls Tageshöchst- und Tagestiefstkurse

Wie funktioniert der Keltner Kanal?

Die Hauptaufgabe des Indikators besteht darin, den Tradern möglichst zuverlässig anzuzeigen, wann es einen Trend gibt. Entspricht der Kurs des Basiswertes zum Beispiel eine der äußeren Linien, die sich unter- und oberhalb der Mittellinie befinden, deutet das auf einen Wechsel der Trendrichtung oder alternativ auf eine Verstärkung des vorhandenen Trends hin. Dabei kommt es vorrangig darauf ein, ob der Kurs des Basiswertes das untere oder obere Band des Keltner Kanals durchbricht. Daraus ergeben sich die folgenden zwei Möglichkeiten, was den vorhandenen Trend angeht:

  1. Kurs überschreitet oberes Band → Hinweis auf zukünftigen Aufwärtstrend oder Beschleunigung eines vorhandenen Aufwärtstrends
  2. Kurs unterschreitet unteres Band → Hinweis auf zukünftigen Abwärtstrend oder Beschleunigung eines vorhandenen Abwärtstrends

Grundsätzlich funktioniert der Keltner Kanal innerhalb der Analyse so, dass nachfolgende Interpretationen möglich sind:

  • Trendbestätigung
  • Identifizierung von Ausbrüchen
  • Identifizierung von Widerständen und Unterstützungen
  • Einschätzung der Volatilität

Anleger und Trader erhalten dementsprechend durch den Multiplikator mehrere Aussagen. Sowohl die Bestätigung eines intakten Trends ist durch den Keltner Kanal möglich als auch die Identifizierung von Ausbrüchen, Widerständen und Unterstützungen. Das macht den Indikator relativ vielseitig einsetzbar.

Info

Der Keltner Kanal kann als Indikator an allen Märkten eingesetzt werden. Das bedeutet, dass Sie ihn zum Beispiel im Rahmen der Chartanalyse bei Aktien, Devisen oder auch ETFs nutzen können.

Wie können Anleger den Keltner Kanal anwenden?

Grundsätzlich sind Handelsindikatoren zwar auch für Anleger geeignet, jedoch in erster Linie für kurzfristig orientierte Trader gedacht. Wenn Sie allerdings gleitende Durchschnitte als Basis für den Keltner Kanal mit sehr langen Zeiträumen wählen, ist es durchaus möglich, den Indikator für mittelfristige Anlagen zu nutzen, beispielsweise im Bereich Aktien. Anwenden können Anleger den Keltner Kanal zum Beispiel zur Bestätigung von Trends, wie wahrscheinlich es ist, dass diese noch etwas länger anhalten werden. Meistens wird der Handelsindikator dazu in einer Strategie implementiert. 

Innerhalb welcher Strategien funktioniert der Indikator?

Es gibt einige Handelsstrategien, innerhalb derer der Keltner Kanal als Indikator eingesetzt werden kann. Zu den am häufigsten genutzten Strategien zählen in dem Zusammenhang:

  • Trendfolgestrategie
  • Volatilitätsstrategie
  • Ausbruchsstrategie
  • Reversal-Strategie

Bei der Trendfolgestrategie sollen Trends erkannt und möglichst deren Anhalten prognostiziert werden. Da es sich beim Keltner Kanal um einen Volatilitätsindikator handelt, wird er dementsprechend innerhalb einer Volatilitätsstrategie oft eingesetzt. Aufgrund der Schwankungsbreite eines Kurses erhalten Trader Hinweise, wie dieser zukünftig verlaufen könnte.

Ebenfalls wird der Keltner Kanal häufiger im Rahmen der sogenannten Ausbruchsstrategie eingesetzt. Diese Handelsstrategie hat zum Ziel, Ausbrüche von Kursen möglichst frühzeitig zu identifizieren. Handelt es sich zum Beispiel um einen Aufbruch nach oben, würden Trader eine Long-Position aufbauen. Das bedeutet, dass Sie zum Beispiel die Aktie oder den sonstigen Basiswert kaufen. Bei der Reversal-Strategie geht es hingegen darum, mögliche Trendumkehrungen zu identifizieren. Das ist häufiger der Fall, sollte der Kurs des Basiswertes den Kanal durchbrechen.

Welche Vorteile und Nachteile bietet der Keltner Kanal?

Da es eine große Anzahl an Handelsindikatoren gibt, ist es wichtig, dass Anleger und Trader die Vor- und Nachteile des jeweiligen Indikators kennen. Im Überblick kann sich der Keltner Channel durch folgende Vorzüge auszeichnen: 

  • Erkennen von Trends und deren Bestätigung
  • Identifizierung von möglichen Ausbrüchen
  • Identifizierung von Trendumkehrungen
  • Anzeige möglicher Unterstützungen und Widerstände
  • Einfache Berechnung des Indikators
  • Einfache Interpretation
  • Anpassung des Indikators an Marktbedingungen

Neben den Vorteilen existieren ebenfalls einige Nachteile, die Trader und Anleger beim Keltner Kanal kennen sollten. Das sind im Wesentlichen:

  • Verzögerte Signale
  • Experimentieren mit Einstellungen notwendig
  • Kombination mit zweitem Indikator erforderlich
  • Häufiger Fehlsignale bei Seitwärtsbewegung

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, den Keltner Kanal mit einem weiteren Indikator zu kombinieren. Dadurch werden die gegebenen Signale bestätigt oder widerlegt, was der Vermeidung von Fehlsignalen dient.

Info

Beim Volatilitätsindikator Keltner Kanal überwiegen die Vorteile. Er kann unter anderem von Anfängern beim Trading genutzt werden, da er leicht zu interpretieren ist und in verschiedenen Situationen Signale liefern kann.

Wann ist die Anwendung des Keltner Kanal als Indikator sinnvoll?

Ob die Anwendung der Keltner Channel sinnvoll ist oder nicht, hängt vor allem von den Zielen des Nutzers ab. In erster Linie dienen Indikatoren wie der Keltner Kanal dazu, kurzfristige Handelssignale zu liefern. Das ist vorrangig für Trader interessant, bei denen oft zwischen Kauf und Verkauf der Assets wenige Stunden, Tage oder maximal Wochen liegen. Händler können somit Erkenntnisse durch die Analyse des Basiswertes gewinnen, die ihnen dabei helfen, optimale Ein- oder Ausstiegszeitpunkte zu finden. 

Wer hingegen zum Beispiel mit Aktien oder ETFs langfristig Vermögen aufbauen sowie investieren möchte, dem hilft ein Indikator wie der Keltner Kanal nicht wirklich. Langfristig orientierte Anleger halten Vermögenswerte auch dann, wenn die Kurse schwanken oder es hin und wieder Kursrückgänge geben sollte. Aus dem Grund ist für längerfristig orientierte Anleger eher die Fundamentalanalyse interessant, die Chartanalyse hingegen weniger.