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Handelszeiten am DAX: Börsentäglich über acht Stunden traden

Handelszeiten am DAX: Börsentäglich über acht Stunden traden
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Inhaltsverzeichnis

Die meisten Anleger beschäftigen sich heute nicht mehr mit den Handelszeiten, zum Beispiel die des Deutschen Aktienindex (DAX). Der Grund besteht darin, dass im Zeitalter des Internets eine Order rund um die Uhr abgegeben werden kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Kauf- oder Verkaufsauftrag sofort ausgeführt wird. Dies funktioniert nämlich nur zu den Handelszeiten.

Warum existieren Handelszeiten an der Börse?

Vor allen Dingen aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Anleger und Trader ohnehin die Webseite ihrer Bank nebst Handelsplattform oder die Trading-Plattform eines Brokers nutzen, was rund um die Uhr möglich ist, stellt sich die berechtigte Frage, warum es dann in der heutigen Zeit noch bestimmte Handelszeiten an den Börsen gibt. Der Hauptgrund für die Einführung der Handelszeiten war definitiv der Parketthandel, also der Börsenhandel an Ort und Stelle. An den sogenannten Präsenzbörsen wird bzw. wurde noch an Ort und Stelle gehandelt, sodass die entsprechenden Händler und sonstigen Mitarbeiter natürlich nicht rund um die Uhr beschäftigt sein können. Trotz der Abschaffung des Parketthandels in Frankfurt vor über zehn Jahren sind die entsprechenden Handelszeiten, auch für den DAX, in Kraft geblieben. 

Hinzu kommt die Tatsache, dass der Handel nach wie vor von Menschen überwacht werden muss, die natürlich nicht unbedingt nachts arbeiten möchten und können. Insbesondere aus diesem Grund haben sich die Handelszeiten in den letzten Jahrzehnten kaum verändert und reichen für gewöhnlich von morgens bis zum späteren Nachmittag. Sollte einmal an die Verlängerung der Handelszeiten für den DAX und alle anderen Wertpapiere gedacht werden, müssten die entsprechenden Händler, Kreditinstitute und sonstigen Finanzdienstleister wie Broker weitere Mitarbeiter einstellen, was natürlich sehr kostenintensiv wäre.

Zu welchem Zeitpunkt wird am Deutschen Aktienindex gehandelt?

Wenn wir von den Handelszeiten am DAX sprechen, dann ist damit gemeint, zu welchen Zeiten die im Deutschen Aktienindex enthaltenen Wertpapiere und auch alle anderen Aktien an den Börsen gehandelt werden können. Meistens ist mit dem DAX-Handel ohnehin die Frankfurter Börse gemeint, die in Deutschland als Leitbörse die mit Abstand größten Umsätze macht und von größter Bedeutung ist. 

Wenn wir uns einmal die Börse in Frankfurt betrachten, dann beginnt der Tag dort mit dem sogenannten Vorhandel. Dieser vorbörsliche Handel reicht von 7:30 Uhr bis um 8:50 Uhr, denn dann findet die sogenannte Eröffnungsauktion statt. Diese dient dazu, den aktuellen Startkurs für die Aktien festzulegen. Hintergrund wiederum ist, dass natürlich zwischen dem Schlusskurs am vergangenen Tag und diesem Eröffnungskurs oft einige, wichtige Nachrichten veröffentlicht wurden, die auch das Börsengeschehen beeinflussen können. 

Der eigentliche Handel beginnt dann an der Frankfurter Wertpapierbörse im Rahmen des XETRA-Handels um 9 Uhr morgens. Der sogenannte fortlaufende Handel endet um 17:30 Uhr. Anschließend gibt es noch eine Schlussauktion, auf die der sogenannte Nachhandel bzw. Nachbörse folgt. Dieser endet schließlich um 20 Uhr am Abend. An den meisten anderen Börsen wird zu ähnlichen Zeiten wie in Frankfurt gehandelt. Die genauen Handelszeiten können Sie unserer folgenden Tabelle entnehmen:

BörsenplatzHandelszeiten
Frankfurt8:00 bis 22:00 Uhr
Berlin8:00 bis 20:00 Uhr
Düsseldorf8:00 bis 20:00 Uhr
Hamburg-Hannover8:00 bis 22:00 Uhr
München8:00 bis 22:00 Uhr
Stuttgart8:00 bis 22:00 Uhr
XETRA9:00 bis 17:30 Uhr
Gettex8:00 bis 22:00 Uhr
Lang & Schwarz7:30 bis 23:00 Uhr

Gibt es bei DAX Handelszeiten Besonderheiten?

Die zuvor genannten DAX Handelszeiten beziehen sich auf die Aktien und andere Wertpapiere, die an den deutschen Börsen gehandelt werden können. Besonderheiten beim Handel und den Handelszeiten gibt es insoweit, als dass natürlich zahlreiche Finanzprodukte auch außerbörslich gehandelt werden können. Dazu gehören insbesondere die sogenannten Differenzkontrakte, den meisten Tradern besser als CFDs bekannt. Der Handel findet dort nicht über die Börsen statt, sondern stattdessen über spezielle CFD-Broker. Trotzdem haben die zuvor aufgeführten Handelszeiten am DAX Einfluss darauf, zu welchen Zeiten über die CFD-Broker gehandelt werden kann. 

Der Hauptgrund ist, dass die Broker offene Positionen in aller Regel durch eigene Aktivitäten absichern, die dann wiederum nur zu den offiziellen Handelszeiten stattfinden können. Eine weitere Besonderheit im Hinblick auf die Handelszeiten gibt es sowohl beim Handel von Fremdwährungen (Devisen) als auch von Rohstoffen. Zu beachten ist, dass der Handel weltweit und somit rund um die Uhr stattfindet, weil es immer eine Zeitzone geht, in der aktuell der Handel geöffnet ist. Für Trader bedeutet das, dass sie faktisch 24 Stunden am Tag handeln können und die Orders dann auch tatsächlich ausgeführt werden. Manche Broker haben sich auf diese Situation eingestellt und stellen zum Beispiel den Devisenhandel rund um die Uhr zur Verfügung. 

Lesetipp: Die Handelszeiten der wichtigsten Börsen weltweit: Frankfurt, Nasdaq, Paris und Co.

Wie kann man eine Order außerhalb der Handelszeiten aufgeben?

Kehren wir noch einmal zum Handel mit Aktien oder auch zum DAX zurück. Wie eingangs bereits erwähnt, beschäftigen sich viele Anleger und Trader deshalb nicht mehr mit den Handelszeiten, weil sie eine Order über die Handelsplattform des Brokers oder der Bank rund um die Uhr im System einstellen können. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass der entsprechende Auftrag trotzdem ausschließlich zu den bekannten Handelszeiten ausgeführt werden kann. 

Wenn Sie also beispielsweise um 3 Uhr nachts im System eine Order zum Kauf bestimmter Aktien platzieren, wird der Auftrag dennoch frühestens am Morgen mit Öffnung der Börsen und damit zu den offiziellen Handelszeiten ausgeführt. Das bedeutet schlichtweg, dass Ihre Order solange im System bleibt, bis die Handelszeiten beginnen und sich natürlich entsprechend ein Gegenpart findet.