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Stop Limit Order: So funktioniert die Ordervariante

Eine elektronische Anzeige mit sinkenden und steigenden Aktienkursen für ein Stop Limit Order.
iQoncept | Adobe Stock
Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zur Stop Limit Order in Kürze

  • Die Stop Limit Order gibt es in zwei Varianten, zum einen als Stop Buy Limit Order und zum anderen als Stop Sell Limit Order.
  • Die Stop Limit Order beinhaltet, dass ein Auftrag bei Erreichen eines Stops zu einem Mindestkurs (Limit) ausgeführt.
  • Aufgrund der Order müssen Trader die Märkte nicht kontinuierlich überwachen.
  • Basis für eine erfolgreiche Stop Limit Order sind die Chartanalyse, die Analyse der Volatilität sowie das Handelsvolumens.
  • Bei der Stop Limit Order werden zwei Aufträge kombiniert, zum einen die Stop Order und zum anderen die Limit Order.

Was ist die Stop Limit Order?

Die Stop Limit Order kombiniert die Eigenschaften einer klassischen Stop Order mit denen einer Limit Order. Während es sich bei der Stop Order um eine Market Order handelt, fällt die Stop Limit Order in den Bereich der Limit Orders. Es handelt sich somit um einen Kauf- oder Verkaufsauftrag, der nur dann ausgeführt wird, wenn der Stop Price erreicht wurde und zugleich das vorgegebene Limit beim Kauf oder Verkauf eingehalten wird.

Genutzt werden kann die Stop Limit in zwei Varianten:

  • Stop Buy Limit Order
  • Stop Sell Limit Order

Die Stop Buy Limit Order bezieht sich auf einen Kauf, der dann durchgeführt wird, wenn der Kurs des Basiswerte die Stop Marke erreicht und der Auftrag zudem mindestens zu dem vorgegebenen Limit – oder zu einem niedrigeren Kurs – ausgeführt werden kann. Demgegenüber findet die Ausführung der Stop Sell Limit Order statt, wenn wiederum der vorgegebene Stop Price am Market vom aktuellen Kurs der Aktien erreicht wird und die Ausführung zugleich mindestens zum Limit Kurs erfolgt.

Wie funktioniert die Stop Limit Order?

Die Stop Limit Order basiert auf zwei wesentlichen Bestandteilen, die innerhalb des Auftrags miteinander kombiniert werden. Sie als Trader müssen diese zwei Angaben innerhalb der Order machen, damit diese wie gewünscht funktionieren kann:

  1. Limit: Kurs des Basiswertes, der bei Ausführung der Order mindestens oder maximal erreicht werden soll.
  2. Stop: Das ist der Preis, bei dessen Erreichen die Order aktiviert wird.

Neben diesen Angaben müssen Sie innerhalb der Stop Limit Order ebenfalls eine Börse und ein Fälligkeitsdatum bzw. eine Gültigkeit angeben. Zum besseren Verständnis der Stop Limit Order möchten wir im Folgenden ein Beispiel in Form einer Stop Buy Limit Order aufführen.

Gehen wir davon aus, dass Sie sich für eine bestimmte Aktie interessieren und diese gerne unter festgelegten Bedingungen kaufen würden. Momentan notiert die Aktie zu einem Kurs von 55 Euro. Innerhalb der Stop Limit Order können Sie zum Beispiel folgende Vorgaben machen:

  • Stop Marke: 58 Euro
  • Limit: 60 Euro

Auf Grundlage dieser Bedingungen gibt es mehrere Situationen, die dazu führen, ob die Order ausgeführt wird oder nicht. Sie möchten auf jeden Fall die Aktien nur unter der Voraussetzung kaufen, dass der Kurs auf mindestens 58 Euro steigt und sind dazu bereit, maximal einen Preis von 60 Euro je Aktie zu zahlen. Sollte der Kurs der Aktien beispielsweise auf 61 Euro steigen, würde die Order zwar aufgrund des Erreichens des Stop Kurses von 58 Euro aktiv.

Ausgeführt wird sie jedoch nicht, weil der Kurs oberhalb des Limits von 60 Euro notiert bzw. mit diesem Kurs ausgeführt werden würde. Liegt der mögliche Kurs hingegen zum Beispiel bei 58,90 Euro, würde die Stop Buy Limit Order ausgeführt.

Was ist das Ziel der Stop Limit Order?

Ein Hauptziel der Stop Limit Order besteht darin, dass Sie die Märkte nicht durchgängig überwachen müssen. Der Kauf oder Verkauf einer Aktie wird durch die Order automatisch ausgeführt, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der Stop Kurs erreicht und das vorgegebene Limit bei der Ausführung nicht über- oder unterschritten wird.

Was sind die Vorteile der Stop Limit Order?

Die Stop Limit Order wird beim Kauf oder Verkauf von Aktien nicht selten eingesetzt, was auch an den Vorteilen liegt. Die wichtigsten Vorzüge der Stop Buy Limit Order sowie der Stop Sell Limit Order sind:

  • Trader müssen Aktien und Märkte nicht fortlaufend überwachen.
  • Order dient zum Begrenzen von eventuellen Verlusten.
  • Stop Limit Order dient zur Sicherung von Gewinnen.
  • Ausführung zum innerhalb des festgelegten Mindest- oder Maximalkurs.

Besonders vorteilhaft ist die Stop Limit Order im direkten Vergleich mit einer gewöhnlichen Stop Order. Diese wird stets als Market Order ausgeführt, sodass nicht garantiert ist, dass zum Beispiel beim Kauf die Stop Marke die Obergrenze für den ausgeführten Preis ist. Das erreichen Sie hingegen mit einer Stop Limit Order, in dem Fall einer Stop Buy Limit Order. Diese Order wird nur ausgeführt, wenn Ihr Limit Price nicht überschritten wird.

Was sind Nachteile und Risiken einer Stop Limit Order?

Neben den Vorteilen gibt es bei einer Stop Limit Order nur wenige Nachteile. Das sind:

  • Ausführung des Auftrages nicht garantiert
  • Höheres Risiko einer Teilausführung
  • Eventuell höhere Kosten bei Teilausführungen

Die Auftragsausführung ist deshalb nicht garantiert, weil das vorgegebene Limit eingehalten werden muss. Es kann sogar passieren, dass die Order über einen längeren Zeitraum oder sogar bis Ende der Gültigkeit nicht ausgeführt wird. Zusätzlich erhöht sich das Risiko einer Teilausführung deutlich, was eine wesentliche Eigenschaft einer Stop Limit Order ist. Demgegenüber wäre dieses Risiko bei einer Market Order deutlich geringer. Eine Konsequenz der Teilausführungen kann darin bestehen, dass Sie insgesamt höhere Kosten haben, weil jede teilweise Ausführung eventuell separat berechnet wird.

Wo platziert man die Stop Limit Order am besten?

Insbesondere Anfänger machen im Trading mit einer Stop Limit Order öfter den Fehler, die Stops und Limits entweder zu eng oder zu weit vom aktuellen Kurs der Aktien zu setzen. Bei einem zu engen Stop oder Limit kann der Kurs der Aktie nicht ausreichend schwanken, ohne dass die Order sofort ausgeführt wird. Aber auch das Setzen eines zu weiten Stops oder Limits ist von Nachteil. Dadurch wird dann im Grunde kaum eine Absicherung erreicht, sodass man fast komplett auf die Order verzichten könnte.

Die Herausforderung besteht somit darin, ein gut passendes Stop und Limit zu finden. Das wiederum ist sehr individuell abhängig von Zielen, Trading Stil sowie Risikobereitschaft des Traders. Professionelle Trader setzen ein Stop oft zwischen 10 bis 15 Prozent entfernt vom aktuellen Kurs des Basiswertes und das Limit noch einmal einige Prozent höher bzw. niedriger.

Welcher Börsenplatz ist für die Stop Limit Order geeignet?

An den meisten Börsen sind Orders mit Stops und gleichzeitig Limits zugelassen. Das trifft auf jeden Fall auf XETRA, Frankfurt und Stuttgart zu. Allerdings bieten nicht alle Broker diese Orderart an, sodass Sie eventuell einen Vergleich durchführen.

Wie setzt man eine Stop Limit Order?

Im Folgenden geben wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie Sie eine Stop Limit Order am Markt platzieren können:

  1. Aktien auswählen, auf die sich die Order beziehen soll
  2. Stückzahl der Aktien zum Kauf oder Verkauf vorgeben
  3. Börsenplatz wählen
  4. Gültigkeitsdatum vorgeben
  5. Stop Marke festlegen
  6. Limit vorgeben
  7. Überprüfen der Angaben
  8. Bestätigung der Order

Im Vergleich zu einer Market Order müssen Sie bei der Stop Limit Order somit zwei zusätzliche Angaben machen. Zum einen handelt es sich um den Limit Price und zum anderen um die Stop Marke. Ansonsten ist der Ablauf wie bei jeder anderen Order am Markt, mittels derer Sie einen Kauf oder Verkauf von Aktien initiieren möchten.

Wie lange ist die Stop Limit Order gültig?

Bei der Stop Limit Order gibt es kein spezielles Gültigkeitsdatum, sondern Ihnen stehen die klassischen Optionen zur Verfügung, über welchen Zeitraum hinweg eine Order gültig sein kann. Das sind im Wesentlichen:

  • Tagesgültig
  • Ultimo
  • Individuelles Datum

In den meisten Fällen wird bei einer Stop Limit Order Ultimo als Gültigkeit gewählt. Das bedeutet, dass der Auftrag bis zum Ende des Monats aktiv ist. Die meisten Banken und Broker bieten zudem an, dass Sie ein individuelles Gültigkeitsdatum wählen können, beispielsweise in drei Monaten.

Was kostet eine Stop Limit Order?

Was eine Stop Limit Order kostet, legen die Anbieter (Banken und Broker) individuell fest. Das reine Erteilen der Stop Limit Order ist meistens kostenlos. Kosten verursacht hingegen oft nur die Ausführung der Order, wenn also die Stop Marke erreicht und das vorgegebene Kurslimit nicht über- oder unterschritten wird. Ob zusätzlich Gebühren für die Änderung oder Löschung einer Stop Limit Order anfallen, ist von Broker zu Broker unterschiedlich.

Wann sollten Sie zu einer Stop Limit Order greifen?

Aus meiner Sicht ist das Erteilen einer Stop Limit Order immer dann sinnvoll, wenn Sie zum einen die Märkte nicht fortlaufend machen können oder wollen. Zum anderen sind Sie eher risikobewusst, denn durch die Stop Limit Order erreichen Sie, dass keine größeren Verluste entstehen oder bereits erzielte, aber noch nicht realisierte, Gewinne gesichert werden. Ich setze die Stop Limit Order stets dann ein, wenn ich zum Beispiel bei einer Aktie als Position nur einen bestimmten Verlust tolerieren oder mittels einer Stop Buy Limit Order noch günstige Einstiegskurse realisieren möchte.