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Entgeltumwandlung: Der Höchstbetrag für die Altersvorsorge

Inhaltsverzeichnis

Beschäftigte können in Absprache mit ihrem Arbeitgeber Teile ihres Gehalts direkt in die betriebliche Altersvorsorge fließen lassen. Wird eine solche Vereinbarung getroffen, zieht der Arbeitgeber den vereinbarten Betrag direkt vom Bruttolohn ab. Dementsprechend mindert sich der Nettolohn und mit ihm das steuer- und sozialversicherungspflichtige Einkommen des Arbeitnehmers. Wenn also Teile des Gehalts in bargeldlose Leistungen umgewandelt werden, nennt man das Entgeltumwandlung.

Der Höchstbetrag

Laut § 1a BetrAVG haben Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf Entgeltumwandlung bis zu einer Höhe von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Beitragsbemessungsgrenze ist der Bruttolohnbetrag, von dem die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung höchstens erhoben werden. Derzeit liegt diese Grenze bei 7.100 Euro monatlich in den alten und 6.700 Euro in den neuen Bundesländern.

Um dem Arbeitgeber einen hohen Verwaltungsaufwand bei sehr kleinen Umwandlungsbeträgen zu ersparen, hat der Gesetzgeber bestimmte Mindestbeträge zur Entgeltumwandlung festgelegt. Diese belaufen sich derzeit auf 238,88 Euro, was wiederum 19,91 Euro monatlich entspricht. Um weiteren Verwaltungsaufwand zu vermeiden, kann der Arbeitgeber außerdem verlangen, dass der Arbeitnehmer in einem Kalenderjahr monatlich gleich bleibende Beträge für die Entgeltumwandlung verwendet.

Die Beitragsbemessungsgrenze gibt den Ton an!

Da der gesetzlich geltende Anspruch (derzeit 4 Prozent) abhängig von der Beitragsbemessungsgrenze ist und diese jährlich neu festgelegt beziehungsweise angehoben wird, unterliegt auch der Prozentsatz sowie die geltenden Höchst- beziehungsweise Mindestbeiträge gewissen Schwankungen.