Vermögensaufbau mit 20, 40 oder 60: Welche Strategie ist sinnvoll?

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Wer Kapital langfristig für sich arbeiten lassen will, braucht einen Plan – und für die Umsetzung Geduld. Die Anlagestrategien variieren je nach Alter. (Foto: JenkoAtaman / Adobe Stock)

Den Wunsch, im Ruhestand gut versorgt zu sein, verspürt fast jeder. Und auch das Hinarbeiten auf die eigene Immobilie gehört zu den Wünschen vieler Haushalte. In der Praxis ist der Vermögensaufbau – durch das Niedrigzinsumfeld – schwierig geworden. Was zählt, ist die richtige Strategie. Hier kommt es unter anderem darauf an, entsprechend der Lebenssituation Konzepte zu entwickeln, um Ziele zu erreichen. Einfach irgendwo Geld parken, führt in eine Sackgasse. Wer Kapital langfristig für sich arbeiten lassen will, braucht einen Plan – und für dessen Umsetzung auch Geduld. In diesem Ratgeber sollen Anlagestrategien abhängig vom Alter und damit vom Anlagehorizont genauer vorgestellt werden.

Zeit und der Zinseszins-Effekt: Die stärkste Waffe einer Vermögensaufbau Strategie

Das sich möglichst früh mit dem Sparen anfangen lohnt, wird regelmäßig propagiert. Warum dies so ist, erschließt sich Laien nicht sofort. Ein Punkt: Je eher mit einem Aufbau von Kapital begonnen wird, umso mehr Möglichkeiten lassen sich nutzen. Wer mit 20 die ersten Euro zur Seite legt, hat alle Möglichkeiten – auch was die Höhe der Rendite angeht. Gerade in den ersten Jahren wird eine Wachstumsstrategie umgesetzt.

Diese kann in Teilen auch etwas spekulativer angelegte Anlageformen umfassen. Achtung: Solche Aussagen können zu Fehlinterpretationen verleiten. Es darf nicht darum gehen, mit dem gesamten Kapital alles auf eine Karte zu setzen. Sicherheitsregeln wie eine angemessene Diversifikation gelten auch weiterhin. Allerdings muss es ab 20 nicht nur das Sparbuch oder Tagesgeldkonto sein. Hier kommen als Beimischung auch:

  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Währungen

als Anlageformen in Frage. Zu einem kleinen Teil dürfen auch Finanzderivate wie Zertifikate eine Rolle spielen. Hintergrund: Mit 20 anfangen zu sparen heißt, Zeit für einen Verlustausgleich zu haben.

Zweiter Punkt ist der Zinseszins-Effekt. Das Ganze ist recht schnell erklärt. Die ersten 1.000 Euro auf dem Sparkonto erwirtschaften im ersten Jahr drei Euro an Guthabenzins. Im zweiten Jahre erwirtschaften 1.003 Euro schon 3,50 Euro an Zinsen und so weiter. Beim Zinseszins werden die Gutschriften aus dem Vorjahr immer wieder mitangelegt – und erzielen so eine zusätzliche Rendite.

Praxisbeispiel: Ein ETF erzielt eine Rendite von 5,6 Prozent. Initial werden 1.000 Euro angelegt. Nach 10 Jahren, 20 Jahren und 30 Jahren wird Kassensturz gemacht.

ZeitraumEndkapital
10 Jahre1.724 Euro
20 Jahre2.973 Euro
30 Jahre5.127 Euro

Tabelle 1: Vermögenszuwachs in einem durchschnittlichen ETF bei 1.000 Euro Anfangsinvestition über einen Zeitraum bis zu 30 Jahre.

Ohne Zinseszins-Effekt würde sich das Guthaben nach 30 Jahren auf 2.680 Euro belaufen. Der zusätzliche Effekt durch eine Verzinsung der Rendite sorgt auf lange Sicht im Beispiel fast für eine Verdopplung.

Wachstum von fünf Prozent lässt sich mit einem ETF in der Praxis durchaus erzielen. Hier kommt noch hinzu, dass nicht nur der Ertrag gesammelt wird. Thesaurierende Fonds legen die Dividenden an – was zusätzlich Kapital generiert.

Vermögensaufbau Strategie mit 20: Es stehen alle Türen offen

Mit 20 Vermögen ansparen und fürs Alter vorsorgen? Viele junge Erwachsene haben – frisch nach der Ausbildung oder dem Ende des Studiums – eigentlich andere Pläne. Endlich das erste Einkommen genießen und nicht mehr den Gürtel permanent enger schnallen. Gerade jetzt ist aber der beste Zeitpunkt, um mit dem Vermögensaufbau anzufangen. Es stehen alle Wege offen. Hieraus ergibt sich ein sehr hohes Maß an Flexibilität in Bezug auf Anlagestrategien, an deren Umsetzung gearbeitet werden kann – eben, weil sich Schwankungen noch kompensieren lassen. Jeder Anleger darf sich nicht nur mit den Renditechancen beschäftigen, sondern muss auch auf die Risiken schauen.

Das Pantoffel-Depot: Breit gestreute ETF plus sichere Geldanlage

Klingt im ersten Moment lustig, hat aber trotzdem Hand und Fuß. Beim Pantoffel-Depot handelt es sich um eine recht simple Anlagestrategie für alle, die sich nicht permanent mit dem Portfolio beschäftigen wollen. Hintergrund: Anleger setzen an dieser Stelle auf einen Mix aus:

  • Aktien
  • Rentenpapieren oder
  • Fonds

Bei den Aktien wird nicht direkt an der Börse investiert. Um die Strategie auszunutzen, wird auf ETFs gesetzt. Hierbei handelt es sich um börsengehandelte Fonds, welche im Regelfall einen Index abbilden. Börsenindizes sind unter anderem:

  • DAX
  • Dow Jones
  • Nikkei
  • MSCI World.

Gerade die von Haus aus sehr breit aufgestellten Indizes sind für diese Strategie ein guter Ansatz. Anleger picken sich diese Fonds für ihr Portfolio heraus. Diese Fonds sind für die Renditeentwicklung da. Sicherheit geben Rentenfonds. Hier gibt es inzwischen ebenfalls diverse ETFs.

Als Startportfolio kann eine Mischung 50:50 anvisiert werden. Hierbei fließt die Hälfte des Kapitals in den Aktienfonds, der Rest in die sichere Geldanlage. Je nach persönlicher Risikoaffinität lassen sich die Anteile natürlich verschieben. Wo Sicherheit eine besonders große Rolle spielt, kann das Verhältnis auch auf 25:75 verschoben werden. Auf der anderen Seite lässt sich auch das genaue Gegenteil darstellen – ein Pantoffel-Depot mit einem höheren Anteil des Aktien-ETF und einem kleineren Anteil für den Renten-ETF.

Welche Fonds im Detail in Frage kommen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Die Performance ist gerade im Wachstumsteil des Portfolios ein wichtiger Parameter. Entsprechende Infos lassen sich ohne größere Schwierigkeiten recherchieren. Die Bezeichnung Pantoffel-Depot leitet sich davon ab, dass das Portfolio sehr langfristig angelegt ist und Anleger nur wenig Zeit für dessen Verwaltung investieren müssen.

Aktienstrategien nutzen und den Markt schlagen

Aktien werden von einigen Anlegern immer noch als rotes Tuch angesehen. Ein Grund dürften die Krisen der 2000er Jahre sein. Das Platzen der Dot-com-Blase und die Finanzkrise 2007/2008 haben sich eingebrannt. Der Blick auf das Renditedreieck für den Deutschen Aktienindex lässt beide Ereignisse deutlich erkennen. Und auch das Krisenjahr 2020 zeichnet sich deutlich ab.

Mit dem DAI Renditedreieck lässt sich auf noch ganz andere Weise arbeiten. Es unterstreicht, warum Aktien gerade auf lange Sicht renditeorientierte Anlageformen sind. Selbst, wer direkt im Jahr 2000 in Wertpapiere aus dem DAX einstieg, hat 2020 noch eine Rendite von fast vier Prozent in den Büchern stehen. Klassische Aktienstrategien sind:

  • Buy & Hold
  • Dividendenstrategie
  • Wachstumsstrategie
  • Value Investing usw.

Buy & Hold setzt darauf, Wertpapiere zu halten und diese nicht bei kleinsten Schwankungen zu verkaufen, sondern das Portfolio zusammenzuhalten. Eine Dividendenstrategie nutzt Bewertungsparameter wie die Dividendenrendite, um über Gewinnbeteiligungen einen hohen Ertrag zu erzielen. Generell greift auch hier immer der Grundsatz, ein in die Breite aufgestelltes Portfolio einzusetzen – um damit Puffer gegen Schwankungen einzubauen.

Tipp: Wer als Einsteiger das Direktinvestment noch scheut, kann zu Beginn auch den Umweg über Aktien-ETFs einschlagen. Solche werden von vielen Brokern auch als Sparplan angeboten. Damit ist ein Vermögensaufbau in kleinen Raten möglich.

Robo Advisors: Auf die Sachlichkeit der Algorithmen setzen

Robo Advisors sind keine Roboter, mit denen die Bank sich Personal am Schalter spart. Hinter dem Begriff steckt der Einsatz von Algorithmen, um Anlageentscheidungen zu treffen. Solche Systeme werden von institutionellen Anlegern bereits seit einiger Zeit eingesetzt. Im Privatanleger-Segment setzen sich diese Anlagewerkzeuge erst allmählich durch.

Welche Stärke haben Robo Advisors? Anders als menschliche Anleger, bei denen Entscheidungen nicht allein basierend auf Indikatoren und „harten Fakten“ getroffenen werden, zählen für den Algorithmus Emotionen nicht. Fehlentscheidungen, welche hierdurch entstehen, macht der Robo Advisor nicht.

Entsprechende Tools bieten sich für ganz unterschiedliche Anlagebereiche an. Im Bereich eines eher konservativ ausgerichteten Portfolios lassen sich Robo Advisors als Werkzeug etwa für Sparpläne einsetzen. Auf der anderen Seite greifen risikoaffine Trader zu entsprechenden Algorithmen, um beispielsweise im Derivatehandel Entscheidungen automatisiert und schnell treffen zu können. Speziell CFDs haben in den zurückliegenden Jahren für ein gewisses Medienecho gesorgt.

Achtung: Wer sich als Anleger dafür entscheidet, einen kleinen Teil des Kapitals auf diese Weise zu investieren, muss sich der Risiken bewusst sein. Zwar bieten Hebelprodukte hohe Renditechancen. Auf der anderen Seite kann der Hebel auch auf Verluste einwirken, was unterm Strich ein nicht zu unterschätzendes Risiko bedeutet. Generell dürfen spekulative Elemente in der langfristigen Anlagestrategie nur einen kleinen Teil ausmachen.

Immobilien: Relativ sichere und regelmäßige Einnahmen

Ein weiterer interessanter Anlagebereich sind Immobilien. Hier kann auf ganz unterschiedliche Arten der Ertrag erzielt werden. In den letzten Jahren sehr wichtig ist der Wertzuwachs geworden. Laut vdp-Preisindex sind die Preise in der Vergangenheit teils um mehr als 10 Prozent pro Jahr gestiegen. Eine Immobilie billig einkaufen und nach ein paar Jahren wieder teuer verkaufen – genau diese Idee steckt hier dahinter.

Aber: Es gibt einen weiteren Ansatz, der zum Vermögensaufbau beiträgt. Es geht um Investments, welche auf Mieteinnahmen abzielen. An diesem Punkt muss jedem Anleger klar sein, dass die Vermieterrolle nicht einfach darin besteht, Mieten einzukassieren. Damit ist eine gewisse Verantwortung verbunden. Instandhaltung, Modernisierung und die korrekte Abrechnung der Betriebskosten – alles Punkte, mit denen sich Vermieter auseinandersetzen.

Generell handelt es sich hier um ein eher langfristig angelegtes Investment. Immobilien eigenen sich aber nicht nur für eine Direktanlage. Wer sich nicht so eng ans Betongold binden will, kann auch zu Wertpapieren wie:

  • Aktien
  • Immobilienfons
  • ETFs

greifen. Viele Immobilienkonzerne sind – teils auch im DAX – an den Börsen gelistet.

Staatlich geförderte Altersvorsorge

Der Gesetzgeber hat in der Vergangenheit den Rahmen der gesetzlichen Altersvorsorge deutlich verändert. Mit dem Abschmelzen des Niveaus beim Eckrentner wurde die private Vorsorge zunehmend wichtiger. Aber: Der Gesetzgeber hat sich hier nicht ausschließlich auf die Initiative der Verbraucher verlassen. Es wurden einige Anreize geschaffen, um das Sparen für den Ruhestand attraktiver zu machen.

Heraus sind zwei Produktgruppen gekommen, die eine Besonderheit verbindet: Es handelt sich um staatlich geförderter Altersvorsorge. Es geht um:

  • Riester Rente
  • Rürup Rente

Die Riester Rente

Hier wird die staatliche Förderung in Form von Grund- und Kinderzulage umgesetzt. Als Grundzulage erhalten Sparer 175 Euro. Die Kinderzulage schwankt – je nach Alter – zwischen 185 Euro und 300 Euro. Unmittelbar zulagenberechtigt sind Angestellte mit einer Pflichtmitgliedschaft in der Rentenversicherung, Beamte – aber auch Selbständige, die Pflichtmitglieder der Rentenversicherung sind.

Tipp: Ehepartner unmittelbar zulagenberechtigter Personen haben einen indirekten Anspruch. Parallel zu den Zulagen existiert eine Steuervergünstigung. Welche Variante sich eher lohnt, wird im Rahmen einer Günstigerprüfung ermittelt. Um als Sparprodukt in Frage zu kommen, müssen Zertifizierungsbedingungen erfüllt sein. Umgesetzt werden kann das Ganze als:

  • Banksparplan
  • Rentenversicherung
  • fondsgebundene Rentenversicherung
  • Fondssparpläne
  • Wohn-Riester.

Da die Performance klassischer Rentenverträge in den letzten Jahren nachgelassen hat, kann der Blick auf fondsgebundene Varianten interessant sein.

Die Basisrente

Besser bekannt als Rürup Rente, richtet sich diese Altersvorsorge an alle ohne Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung. Selbständige, Freiberufler und Unternehmer sorgen so staatlich – über Steuerentlastungen – gefördert vor. In der Ansparphase können Einzahlungen in Verträge steuermindernd geltend gemacht werden.

Aber: Während der Auszahlungsphase sind die Renten steuerpflichtig – auch Rentenerhöhungen. Im Rahmen einer Übergangszeit steigen beide Steuersätze schrittweise an. Bis 2025 soll die steuerliche Förderung 100 Prozent der Einzahlung betragen. Ab 2040 unterliegen 100 Prozent der Renten einer Steuerpflicht. Gefördert werden auch hier klassische Rentenverträge und Produkte, welche auf Basis von Fonds angeboten werden.

Vermögensaufbau Strategie mit 40: Kleinere Korrekturen vornehmen

Optimal ist der Einstieg in den Vermögensaufbau – wenn auf den Ruhestand abgezielt wird – in den 20er Lebensjahren. So früh macht sich nicht jeder Gedanken. Spätestens mit 30 sollte es langsam um diese Frage gehen. Wer als Unternehmer oder Beschäftigter erst mit 40 das Thema auf die Agenda setzt, hat deutlich weniger Spielraum.

Der Grund: Bis zum Ruhestand bleibt einfach weniger Zeit. Hierdurch fällt auch der eingangs angesprochene Zinseszins-Effekt nicht so groß aus. Sparziele lassen sich trotzdem noch erreichen – eben nur unter anderen Vorzeichen.

  • Höheres Anfangsinvestment: Um einen akzeptablen Vermögensaufbau zu erreichen, muss mehr Geld in die Hand genommen werden. Die Rechnung ist relativ einfach. Bei gleicher Rendite gibt’s für höhere Anlagesummen einfach mehr Geld. Bei 5.000 Euro Startkapital, 50 Euro Sparrate sowie 3 Prozent Zins sind nach 30 Jahren rund 41.100 Euro Gesamtkapital angespart. Mit 25.000 Euro Anfangskapital werden unter gleichen Vorzeichen bei 20 Sparjahren mehr als 61.500 Euro.
  • Stärkere Risikogewichtung: Wird das Zeitfenster kleiner, verringert sich der Puffer für den Ausgleich finanzmarkttypischer Schwankungen. Anleger müssen stärker auf Risikostreuung achten – und werden weniger volatile Finanzprodukte bevorzugen. Besonders, wenn das Anlageziel näher rückt, wird eine Umschichtung (hin zu mehr Sicherheit) wahrscheinlich sein.

Angesichts solcher Vorzeichen verschiebt sich der Fokus, sobald Vermögensaufbau in dieser Lebensphase betrieben wird. Speziell der letztgenannte Punkt gilt auch dann, wenn Anleger bereits früh mit dem Vermögensaufbau begonnen haben. Hintergrund: Durch die langsame Verschiebung von Wachstum hin zu Kapitalerhalt werden die erreichten Erträge „gesichert“. Diese Veränderung des Portfolios wird ab 40 langsam eingeleitet.

Tipp: Anders als zu Beginn der beruflichen Laufbahn ist jetzt oft das Einkommen höher. Damit stehen zusätzliche Ressourcen zur Verfügung, um den Vermögensaufbau weiter voranzutreiben.

Vermögensaufbaustrategie als Best Ager: Den Exit vorbereiten

Best Ager – also Altersgruppe 50plus – steht beim Vermögensaufbau noch einmal vor besonderen Herausforderungen. Hier mit dem Sparen zu beginnen, ist nicht unmöglich. Aber: Das Ganze kann nur unter besonderen Vorzeichen gelingen, etwa mit hohem Startkapital. Außerdem fallen Anlageformen mit höherem Risiko aus dem Portfolio heraus.

Was ist in dieser Phase wichtig? Es muss – wenn die Zielgerade langsam in Sicht ist – vor allem um Sicherheit gehen. Für den Ausgleich der Kursschwankungen an den Börsen bleibt nämlich bis zum Exit oft keine Zeit mehr. Das bedeutet: Aus Aktien wird Kapital beispielsweise in Rentenfonds umgeschichtet. Klingt im ersten Moment simpel, kann in der Praxis allerdings komplex werden.

Hintergrund: Eine radikale Umschichtung in Rentenpapiere, welche sich gerade im Zusammenhang mit Krisen an den Börsen als tendenziell sicherer Hafen erweisen, schneidet das Portfolio von Renditechancen nahezu komplett ab. Anleger können sich auch anders – für einen gestaffelte Exitstrategie entscheiden. Hier wird sich zuerst aus den volatilen Märkten zurückgezogen. Es kann sich dabei beispielsweise um Titel mit Bezug zu Emerging Markets handeln.

Das freiwerdende Kapital lässt sich in entwickelte Märkte und Rentenpapiere stecken. Letztere können:

  • klassische Rentenfonds
  • Mischfonds
  • Renten-ETFs

sein. In weiteren Schritten wird sich – wenn der Exit näher rückt – aus Aktien immer stärker zurückgezogen.

Tipp: Trotz des Exits ist es nie falsch, die Märkte weiterhin zu beobachten. Ein Bruchteil des Kapitals kann in der Hinterhand gehalten werden. Erfahrungsgemäß legen nach Krisen die Kurse an der Börse wieder zu. Wer im richtigen Moment noch einmal mit dieser „Reserve“ an der Börse einkauft, nimmt noch etwas zusätzliche Performance mit und kann so das Finanzpolster für den Ruhestand noch einmal deutlich vergrößern.

Fazit: Für jedes Alter die richtige Anlagestrategie finden

Vermögensaufbau ist in den letzten Jahren sehr viel wichtiger geworden. Durch die Absenkung des Niveaus beim Eckrentner legt der Gesetzgeber mehr Verantwortung in die Hände der Verbraucher. Zudem bewegt viele Angestellte die Angst vor Altersarmut. Nicht umsonst ist dies ein in Medien und der Politik regelmäßig diskutiertes Thema. Um persönliche Anlageziele zu erreichen, braucht es die richtige Strategie – die zudem jeweils zur aktuellen Lebenssituation passt. Wer als junger Erwachsener mit dem Sparen anfängt, hat andere Möglichkeiten als im Alter von 40 Jahren oder 50 Jahren. Was zählt, ist die richtige Strategie, um als Best Ager Erträge umschichten zu können. Mit etwas Gespür entsteht genug Kapital, um auch ohne große Rente entspannt in den Ruhestand starten zu können oder zwischendurch selbst gewählte Projekte umzusetzen.

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MM Autor – Rido Ado
Von: Markus Müller. Über den Autor

Markus Müller ist Experte für Vermögenaufbau und –absicherung und großem Interesse an genereller Finanzthematik.

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