Wie VL-Fonds ohne Aufgabeaufschlag beim Vermögensaufbau helfen

Baum Geld Fonds – create jobs 51 – shutterstock_551556004

Mit VL-Fonds ohne Aufgabeaufschlag lässt sich mit Hilfe von Arbeitgeber und staatlichen Zuschüssen ein kleines Vermögen aufbauen. (Foto: create jobs 51 / Shutterstock.com)

Mehr als 5 Millionen Arbeitnehmer nutzen in Deutschland die Möglichkeiten der Kapitalbildung durch Vermögenswirksame Leistungen (VL). Viele Arbeitnehmer erhalten dabei neben ihrem Gehalt zusätzlich Vermögenswirksame Leistungen (VL) von bis zu 40 € im Monat vom Arbeitgeber.

Zudem winkt eine Arbeitnehmersparzulage von 20%, wenn das zu versteuernde Einkommen des Arbeitnehmers unter 20.000 € im Jahr für Ledige bzw. 40.000 € bei Verheiraten liegt. Dieses Geld kann der Arbeitnehmer in sogenannte VL-Fonds ohne Aufgabeaufschlag gewinnbringend anlegen und so ein kleines Vermögen aufbauen.

Was sind Vermögenswirksame Leistungen und wer erhält diese?

Vermögenswirksame Leistungen sind zunächst Sparbeträge, die vom Arbeitgeber gezahlt und angelegt werden. Diese Leistungen werden zusätzlich zum Gehalt teilweise oder vollständig vom Arbeitgeber übernommen.

Vermögenswirksame Leistungen können grundsätzlich alle Arbeitnehmer erhalten, wenn das Einkommen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet (20.000 € bei Ledige, 40.000 € bei Ehepartner).

Wenn die Einkommensgrenze überschritten wird, gibt es zwar keine Förderung vom Staat mehr, dennoch kann der Arbeitnehmer dann selbst vorsorgen, seinen Freibetrag nutzen und mit einer Gehaltsumwandlung selbst in VL-Fonds ohne Ausgabeaufschlag investieren.

Wann und wie viel wird vom Staat gefördert?

Voraussetzung für die staatliche Förderung ist die richtige Fondsauswahl. Vom Staat gefördert werden nur förderfähige Aktienfonds, sogenannte VL-Fonds, die mindestens einen Aktienanteil von 60% aufweisen. Für eine maximale Förderung ist eine monatliche Sparrate von mindestens 34 € notwendig.

VL-Fonds ohne Aufgabeaufschlag werden damit bis zu einem jährlichen Sparbetrag von 400 € gefördert, wobei die staatliche Zulage 20% und damit bis zu 80 € jährlich beträgt.

Um die staatliche Förderung zu erhalten, müssen VL-Verträge mindestens 6 Jahre bespart werden. Nach Ablauf der einjährigen Sperrfrist steht dem Sparer im siebten Jahr dann die gesamte Summe aus Einzahlungen und Erträgen zur freien Verfügung.

Anschließend muss der Arbeitnehmer die Arbeitnehmersparzulage dann in der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt beantragen. Zudem ist eine Bescheinigung über die eingezahlten Beiträge beizufügen.

VL-Fonds ohne Ausgabeaufschlag – auf die Fondsauswahl kommt es an

Auf den Seiten des Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) sind aktuell mehr als 250 VL-Fonds zu finden, die staatlich gefördert werden. Beim Abschluss kann der Anleger viel Geld sparen, indem der Fondssparplan nicht über die Hausbank, sondern über einen freien Fondsvermittler abgeschlossen wird.

Diese Vermittler bieten in der Regel oft Fonds mit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag an, womit sich der Anleger den Ausgabeaufschlag von 3% bis 5% sparen kann. Die Sparraten gehen dabei an die Fondsbank, wobei darauf zu achten ist, wie hoch die Depotverwaltungsgebühren sind. Denn diese können die Rendite im Nachhinein wieder schmälern.

Starke Rendite mit wenig Kapitaleinsatz

Die Performance sollte nicht die einzige Entscheidungsgrundlage bei der Fondsauswahl sein, denn eine positive Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Garant dafür, dass sich der Fonds auch in Zukunft so entwickelt.

Auch sollte der Anleger die Nebenkosten bei Kauf und Verwaltung im Auge behalten. Bei vielen Onlinebanken ist die Fondsverwahrung kostenlos, solange das Depot einen Bestand an VL-Fonds aufweist.

Die Vorteile des Fonds-Sparplans liegen auf der Hand: Der Anleger kann im besten Fall von Kurssteigerungen am Aktienmarkt profitieren, ohne ein allzu großes Risiko eingehen zu müssen.

mdax

Managed Fonds, eigenes Depot oder ETFs: Was spricht für welche Anlageform?Als Alternative zum Sparbuch wird die Börse immer attraktiver. Doch welche Anlageform sollte man wählen und was sind die Unterschiede? › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Mittermeier neu
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "GeVestor täglich". Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz