Das sind 2021 die größten Sportartikelhersteller der Welt nach Umsatz

Nike Sportschuhe RED – Yevheniia ado

Die größten Sportartikelhersteller der Welt profitieren vom Trend zu Sport und sportlichen Outfits. Top-Duo ist weiter Nike und Adidas. (Foto: Yevheniian / Adobe Stock)

Sportartikel sind längst mehr als Funktionsbekleidung, sie sind modisches Statement, Casual Wear oder sogar Sammlerobjekte. Selbst weniger aktive Zeitgenossen tragen Trikots und Sportschuhe, Softshelljacken oder Polo-Shirts. Angesagte Marken sind dabei besonders gefragt. Im weltweiten Milliardenmarkt verdienen die größten Sportartikelhersteller damit weitaus mehr Geld als mit Sportgeräten.

Im Schnitt sind die Umsätze mit Textilien fast vier Mal so hoch. Schuhe bringen sogar über fünf Mal mehr Geld in die Kassen. Im Wesentlichen teilen sich neun Unternehmen den lukrativen Markt auf. Vor allem die USA dominieren das Segment für Sportartikel. Mit Puma und Adidas sind aber auch zwei deutsche Traditionsunternehmen in der Liste der größten Sportartikelhersteller weltweit nach Umsatz. (Stand 2021).

9. Columbia Sportswear, USA (2,12 Mrd. Euro)

In der Welt der Sportmode ist Columbia Sportswear aus den USA nach wie vor gefragt. Das Unternehmen mit Sitz in Portland am Fluss Columbia in Oregon wurde 1938 vom aus Deutschland geflohenen Textilfabrikanten Paul Lamfom gegründet und beschäftigt heute über 5.000 Mitarbeiter. Neben dem Online-Geschäft werden die Produkte in 100 Ländern über rund 13.000 Händler vertrieben. Der Umsatz betrug 2020 geschätzt 2,1 Mrd- €. Die Aktie ist im Nasdaq Composite Index gelistet.

8. Fila, Südkorea (2,2 Mrd. Euro)

Fila startete bereits 1911 als Unternehmen der Gebrüder Fila in Italien. Zunächst war die Marke für Unterwäsche bekannt, bis mit Björn Borg ein wichtiges Testimonial die Marke Fila für Sportbekleidung etablierte. Heute gehört Fila der südkoreanischen GLBH Holding. Die Marke gilt als Kult und vor allem jüngere Käufer*innen setzen auf Sportschuhe und -bekleidung im Vintagestil der 1970er-Jahre.

7. ASICS, Japan (2,6 Mrd. Euro)

Mit Basketballschuhen fing es 1949 an. In Kobe, Japan griff ASICS nach dem verlorenen Krieg westliche Trends auf und wuchs schon bald auch mit Laufschuhen und Sportkleidung. Das Namenskürzel steht für den römischen Spruch „Mens sana in corpore sanum“, demzufolge ein gesunder Geist einen gesunden Körper erfordert. Die Marke mit den Tigerstreifen kam 2020 auf einen Umsatz von 2,6 Mrd. €. Die Aktie ist an der Börse in Tokio gelistet, wird aber auch in Frankfurt oder Stuttgart gehandelt.

7. New Balance, USA (2,7 Mrd. Euro)

Auf umgerechnet rund 2,7 Mrd. € kommt New Balance im Jahr 2020. Der Mitstreiter aus Boston, USA fiel damit deutlich hinter den Rivalen Puma zurück. Die Anfänge des Sportartikelherstellers gehen auf das Jahr 1906 zurück. Der große Schub kam in den 1970er Jahren mit dem aufgekommenen Jogging-Boom. New Balance vertreibt seine Produkte in 120 Ländern weltweit und produziert unter anderem in China. Seit einigen Jahren ist das US-Unternehmen auch im Bereich Fußball aktiv. New Balance firmiert als Incorporated, ohne gelistete Aktien.

6. Under Armour, USA (3,6 Mrd. Euro)

Under Armour ist ein vergleichsweise junges Unternehmen, das einen rapiden Aufstieg zu einem der weltweit größten Sportartikelhersteller erlebte. Gegründet wurde es 1996 im amerikanischen Baltimore, der Börsengang folgte 2005. Gelistet ist die Aktie im S&P 500. Ging es ursprünglich vorwiegend um Kampfsportbekleidung, wurde bald die gesamte Palette im Bereich Thermo-Sportunterwäsche abgedeckt. Im Visier waren Baseball und Basketball. Danach kamen Segmente wie Golf aber auch Fußball. Under Armour ist seit einigen Jahren Ausrüster verschiedener europäischer Clubs. Im Jahr 2020 erlöste Under Armour 3,6 Mrd. US-$.

5. Skechers, USA (5,2 Mrd. Euro)

Skechers wurde 1992 in Manhattan Beach in Kalifornien gegründet. Das Unternehmen ist einer der weltweit größten Produzenten für Sportschuhe. Mit eigenen Stores ist Skechers weltweit in Innenstädten oder Einkaufszentren vertreten. Im Jahr 2020 hat Skechers einen Umsatz von über 5,2 Mrd. Euro erzielt und gehört damit zu den Top5 der Sportartikelhersteller weltweit.

4. Puma, Deutschland (5,2 Mrd. Euro)

Seit 2015 verzeichnet Puma wieder steigende Umsätze und kam im Jahr 2020 auf rund 5,2 Mrd. €. Das Unternehmen aus Herzogenaurach wurde 1948 von Rudolf Dassler, dem Bruder des Adidas Gründers Adolf Dassler gegründet. Nach einer Reihe von Krisenjahren ging Puma 2007 mehrheitlich in den Besitz des französischen Kering-Konzerns über. Im Zuge einer Neuausrichtung wurden zuletzt Sportsegmente wie Segeln und Rugby eingestellt. Der Gewinn von Puma lag 2020 bei rund 80 Millionen Euro. Die Aktie ist im Sdax gelistet.

3. VF Corporation, USA (7,79 Mrd. Euro)

Nach Umsatzeinbrüchen ab 2016 kam der US-Sportartikelhersteller VF Corp. aus Greensboro in North Carolina im Jahr 2020 auf eine Umsatz von 9,2 Mrd. US-$. Sportartikel sind nur ein Teil des umfangreichen Produktportfolios im Textilbereich, das unter anderem Marken wie Lee Jeans, Wrangler umfasst. Im Segment Sport sind Namen wie Eastpak, Jan Sport, Eagle Creek, The North Face oder Timberland weltweit bekannt. VF Corp. ist mit 59.000 Mitarbeitern eine der größten Bekleidungsfirmen der Welt. Die Aktie ist im S&P 500 gelistet.

2. Adidas, Deutschland (19,8 Mrd. Euro)

Adidas ist nicht zu stoppen. Seit Jahren legt die im Dax gelistete Aktie parallel zu den Betriebsergebnissen zu. Die Umsätze stiegen seit 2015 zweistellig und erreichten zwischenzeitlich über 21,22 Mrd. €. Mit seinen 60.617 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von 19,8 Mrd. Euro im Jahr 2020 ist das Unternehmen aus Herzogenaurach die Nummer zwei weltweit. Der Name Adidas geht auf Adi (Adolf) Dassler zurück, der das Unternehmen 1924 gründete. Damals noch mit seinem Bruder Rudolf, der später mit Puma eigene Wege ging.

Aufmerksamkeit erzielte Adidas im August 2021, nachdem der Sportartikelhersteller seine Marke Reebok an ein Konsortium um den Ex-Basketballstar Shaquille O’Neal für über 2,1 Mrd. Euro verkauft hat.

1. Nike, USA (30,5 Mrd. Euro/ nur USA)

Im dünn besiedelten Osten des US-Bundesstaats Oregon ist die Nummer eins beheimatet. Das Unternehmen wurde 1964 gegründet und brachte 1972 seine erste eigene Marke mit dem Namen der griechischen Siegesgöttin Nike auf den Markt. Mit Schuhen, Sportbekleidung und Accessoires erzielte Nike im Geschäftsjahr 2020/2021 einen Rekordumsatz von 44,54 Mrd US-$, eine Steigerung von über 10 % im Vergleich zum vorausgegangenen Geschäftsjahr. US-$. Mit rund 73.300 Mitarbeitenden weltweit ist der Konzern zugleich der größte Arbeitgeber im Bereich Sportartikel. Die Aktie ist im S&P 500 und im Dow Jones gelistet.

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

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