BASF, Bayer & Co.: Das sind 10 größten Chemieunternehmen Deutschlands

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Für Privatanleger ist interessant zu wissen: Welche Konzerne zählen zu den 10 größten Chemieunternehmen Deutschlands? (Foto: ricochet64 / shutterstock.com)

Ob Spezialchemie, Haarspray-Hersteller oder Arzneimittel-Produzent. Die Chemiebranche ist vielfältig und kann die verschiedensten Ausprägungen haben. Viele Chemiekonzerne bieten Privatanlegern an, Anteile an ihnen zu erwerben. Welche Chemiekonzerne zu den größten Deutschlands gehören und wer den meisten Umsatz im Jahr 2020 erwirtschaftet hat, erfahren Sie in unserem Ranking der 10 größten Chemieunternehmen Deutschlands.

10. Beiersdorf AG (7,025 Mrd. Euro)

Mit einem Umsatz von 7,025 Mrd. Euro im Jahr 2020 liegt die Beiersdorf AG mit Sitz in Hamburg auf Platz 10 der größten Chemieunternehmen Deutschlands. Der Hersteller von Nivea, Tesa und Labellowurde 2008 in den Deutschen Aktienindex (DAX) aufgenommen; 2021 wechselte das Unternehmen in den MDAX. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt Mitte 2021 bei 23,06 Mrd. Euro.

9. B. Braun SE (7,426 Mrd. Euro)

Braun ist einer der führenden Hersteller von Pharma-Produkten und Medizintechnik. Das Unternehmen ist seit der Gründung 1839 im Eigentum der Gründerfamilie. Die Vorstandsvorsitzende ist Anna Maria Braun – sie leitet das Unternehmen 2019 in der 6. Generation.

Das Unternehmen stellt 95 % seines ca. 5.000 Produkte umfassenden Sortiments selbst her. B. Braun beschäftigt knapp über 64.000 Mitarbeiter in insgesamt 64 Ländern. Die B. Braun Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 7,426 Mrd. Euro (Vorjahr: 7.471 Mrd. Euro).

8. Covestro AG (10,706 Mrd. Euro)

10,706 Mrd. Eur Umsatz hat die Covestro AG mit Sitz in Leverkusen im Jahr 2020 umgesetzt. Sie ist ein 2015 gegründeter, börsennotierter Werkstoffhersteller und stammt aus einer Sparte der Bayer AG. Die Abspaltung und Umbenennung fand 2015 statt: „Covestro“ setzt sich aus den Silben „collaboration“, „invest“ und „strong“ zusammen.

Ende 2015 wurde das Unternehmen in den MDAX;  2016 in den STOXX Europe 600; 2018 in den DAX und DivDAX aufgenommen.

7. Evonik Industries AG (12,199 Mrd. Euro)

Der Spezialchemie-Konzern Evonik aus Essen hat 2020 insgesamt 12,199 Mrd. Euro Umsatz gemacht und liegt somit an siebter Stelle der 10 größten Chemieunternehmen Deutschlands. Unter der Leitung von Christian Kullmann beschäftigt der Konzern knapp über 33.000 Mitarbeiter. Neben dem Kerngeschäft Spezialchemie hat Evonik auch noch Beteiligungen in den Bereichen Immobilien und Energie. Die Aktie des Unternehmens wird seit 2013 an der Frankfurter Börse gehandelt und ist mit einer Marktkapitalisierung von 13,57 Mrd. Euro notiert.

6. Merck KGaA (17,534 Mrd. Euro)

Der Chemie- und Pharmakonzern Merck hat seinen Sitz in Darmstadt und ist unabhängig vom amerikanischen Pharmakonzern Merck & Co. Im Jahr 2020 wurden 17,534 Mrd. Euro umgesetzt. Seit Mai 2021 ist Belén Garijo die Vorsitzende der Geschäftslitung der Merck KGaA. Die Akten des Unternehmens werden seit 1995 an der Börse gehandelt. Seit Juni 2007 sind die Aktien darüber hinaus im DAX der Frankfurter Wertpapierbörse vertreten.

5. Henkel AG & Co. KGaA (19,250 Mrd. Euro)

Mit einem Umsatz von 19,250 Mrd. Euro hat es der Konsumgüterhersteller Henkel 2020 auf den fünften Platz der größten deutschen Chemiekonzerne geschafft. Die Düsseldorfer stellen Wasch- und Reinigungsmittel, Klebstoffe und Produkte für die Schönheitspflege her. Weltbekannt sind die Marken Schwarzkopf, Persil, Pril, Fa, Pattex, Pritt und Taft. Das Unternehmen beschäftigt knapp 53.000 Mitarbeiter. Die Henkel-Aktien sind seit 1988 bis heute im DAX vertreten.

4. Boehringer Ingelheim GmbH (19,556 Mrd. Euro)

Boehringer Ingelheim hat im Jahr 2020 rund 19,56 Mrd. Euro umgesetzt. Das Kerngeschäft des Konzerns sind Arzneimittel, die in Ingelheim am Rhein erforscht, entwickelt, produziert und vertrieben werden. Das Unternehmen beschäftigte im Jahr 2020 mehr als 51.000 Mitarbeiter. Boehringer Ingelheim bietet keine Aktien zum Handel an der Börse an.

3. Fresenius SE & Co. KGaA (36,277 Mrd. Euro)

Auf Platz 3 der größten Chemiekonzerne Deutschlands liegt Fresenius, mit einem Umsatz von 36,277 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2020. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Bad Homburg und existiert seit 1912. Seit dem 1. Juli 2016 ist Stephan Sturm der Vorstandsvorsitzende. Das Unternehmen beschäftigt im Jahr 2020 insgesamt 311.269 Mitarbeiter. Die WKN der Fresenius-Aktie lautet 578560.

2. Bayer AG (41,4 Mrd. Euro)

Mit 41,4 Mrd. Euro Umsatz in 2020 ist die Bayer AG das zweitgrößte Chemieunternehmen Deutschlands. Der Gewinn je Aktie (nach Steuern) lag zuletzt im Jahr 2016 bei 5,44 Euro, die Bilanzsumme betrug 51,34 Mrd. Euro. Bayer stellt Arzneimittel, Kunststoffe und Pflanzenschutzmittel her. BAY001 ist die WKN der Bayer-Aktie, die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 50,47 Mrd. Euro.

1. BASF SE (59,149 Mrd. Euro)

Sowohl nach Umsatz als auch nach Marktkapitalisierung ist BASF SE nicht nur der größte Chemiekonzern Deutschlands, sondern der Welt. Im Jahr 2020 betrug der Umsatz 59,149 Mrd. Euro und die Marktkapitalisierung 60,94 Mrd. Euro.

BASF mit Sitz in Ludwigshafen beschäftigt über 110.000 Mitarbeiter in mehr als 80 Ländern der Welt.

Seinen Umsatz erzielt der Konzern mit Chemikalien, der Herstellung von Kunststoffen, der Veredelung von Produkten, mit Öl- und Gasförderung, Pflanzenschutz und Ernährung. Die Unternehmensaktie ist im DAX und DivDAX an der Frankfurt Wertpapierbörse vertreten. Darüber hinaus wird sie ebenfalls an der Börse London und Zürich gehandelt.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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