Diese 10 Länder haben beim Eisenerzabbau die Nase vorne

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In vielen Ländern ist der Eisenerzabbau ein wichtiger Wirtschaftszweig. Branchen wie die Automobilindustrie sind vom Eisenerzabbau abhängig. (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Ob für den Bau von Autos, Gebäuden oder Brücken – ohne Eisenerz geht nichts. Schließlich ist das Gemisch aus Eisenverbindungen und Gestein essentiell für die Produktion von Eisen und Stahl, die ein wichtiger Bestandteil vieler Industrien (vornehmlich Bau- und Mobilitätsbranche) sind.

Eisenerz kommt in vielen Ländern der Welt natürlich vor und wird dort abgebaut. Für manche Länder ist der Eisenerzabbau sogar ein entscheidender Treiber der Wirtschaft.

Die größten Konzerne, die ihr Geschäft mit dem Abbau und dem Export von Eisenerz machen, sind Rio Tinto und BHP Billiton. Diese 10 Länder waren beim Eisenerzabbau im Jahr 2020 vorne mit dabei.

10. Schweden (35 Mio. Tonnen pro Jahr)

Schweden hat mit ca. 1,3 Mrd. Tonnen an Eisenerz und 35 Mio. Tonnen abgebautem Eisenerz in 2020 ein verhältnismäßig niedriges Eisenerzaufkommen und belegt somit den zehnten Platz.

9. USA (37 Mio. Tonnen)

Auf rund 3 Mrd. Tonnen Eisenerz belaufen sich die Reserven der USA, 37 Mio. Tonnen davon wurden im Jahr 2020 abgebaut. Auch andere Rohstoffe wie zum Beispiel Gold werden in den USA gefördert, einige der größten Rohstoff-Konzerne der Welt haben dort ihren Sitz.

8. Kanada (57 Mio. Tonnen)

In Kanada befinden sich riesige Eisenerzvorkommen, die aber aufgrund der Bedingungen (Kälte, Schnee, Eis) schwer abzubauen sind. Dafür ist das Eisenerz sehr rein und dementsprechend sehr beliebt.

7. Ukraine (62 Mio. Tonnen)

In Europa hat die Ukraine hinsichtlich des Eisenerzabbaus die Nase vorne. 62 Mio. Tonnen wurden im Jahr 2020 gefördert, das Gesamtvorkommen im Land wird auf rund 6,7 Mrd. Tonnen geschätzt. Gemessen an den Reserven hat die Ukraine also auf jeden Fall noch Luft nach oben.

6. Südafrika (71 Mio. Tonnen)

In Südafrika gibt es immer wieder schwere Unglücke in Erzminen und auch mit den sinkenden Eisenerzpreisen hat das Land zu kämpfen. Die Fördermengen im Jahr 2020 lagen bei 71 Mio. Tonnen.

5. Russland (95 Mio. Tonnen)

Der größte Teil des Eisenerzes wird in Russland im Süden Zentralrusslands gefördert, da die Eisenerzvorkommen im Uralgebirge weitestgehend erschöpft sind. Immerhin noch 95 Mio. Tonnen hat das Land im Jahr 2014 produziert und liegt somit auf dem fünften Platz der Länder mit dem größten Eisenerzabbau der Welt.

4. Indien (230 Mio. Tonnen)

In Indien ist die Nachfrage nach Eisenerz seit Jahren steigend (Stand 2016), die Produktion jedoch rückläufig, wodurch immer mehr importiert wird. Schmuggel und illegaler Abbau sorgen für Förderbeschränkungen oder die Schließung von Minen und vom Abbau von 220 Mio. Tonnen in den Jahren 2009 und 2010 sind im Jahr 2014 nur noch 130 Mio. Tonnen übrig geblieben. Bis zum Jahr 2020 ist die Produktion von Eiesenerz auf 230 Mio. Tonnen angestiegen.

3. China (340 Mio. Tonnen)

Der Rohstoff Eisenerz ist besonders in China ein beliebtes Spekulationsobjekt. Das Land produziert jährlich etwa 340 Mio. Tonnen und ist somit auf dem dritten Platz der Länder mit dem meisten Eisenerzabbau zu finden.

2. Brasilien (400 Mio. Tonnen)

Im Jahr 2015 hat sich in Brasilien eine Umweltkatastrophe ereignet, als der Damm einer Eisenerzmine brach und eine Fläche so groß wie Portugal verseucht hat. Etwa 400 Mio. Tonnen produziert das Land jährlich, das Eisenerz wird nach Japan, Italien, Österreich und Deutschland exportiert.

1. Australien (900 Mio. Tonnen)

Australien hat das größte Eisenerzvorkommen der Welt und ist mit 900 Mio. Tonnen pro Jahr das Land mit dem größten Eisenerzabbau. Der Abbau macht einen großen Teil der australischen Wirtschaft aus, mehr als 90% des Eisenerzes werden in Western Australia gefördert.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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