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Encavis-Aktie zeigt Stärke wegen Energiewende

Encavis-Aktie zeigt Stärke wegen Energiewende
V. Franz Metelec – Fotolia.com
Inhaltsverzeichnis

Haben Sie schon Aktien aus dem Bereich erneuerbare Energien im Depot? Falls ja – meinen Glückwunsch, denn diese Werte sind 2022 sehr gut gelaufen. Falls nein, so werden sich Ihnen in Zukunft weitere Chancen bieten. Denn die Perspektiven der Branche dürften sich – aufgrund der Abkehr von russischen Energierohstoffen – langfristig weiter aufhellen. Heute möchte ich Ihnen einen Profiteur der neuen Energiepolitik näher vorstellen: die Encavis AG.

Unternehmensportrait

Die Encavis AG entstand 2017 durch den Zusammenschluss der Capital Stage AG und der CHORUS Clean Energy AG. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg betreibt über 300 Solarkraftwerke und Windparks in Deutschland sowie in zehn weiteren europäischen Ländern. Dabei wird in Nordeuropa vor allem auf Windkraft und in Südeuropa überwiegend auf Solaranlagen gesetzt.

Die Gesamtkapazität des Encavis-Konzerns bei der Stromerzeugung liegt bei 3,2 Gigawatt. Rund zwei Drittel davon betreibt Encavis selbst, etwa ein Drittel entfällt auf die Beteiligungsgesellschaft von Encavis, die das Geld institutioneller Anleger in Wind- und Solaranlagen investiert. Der erzeugte saubere Strom trägt zu einer Einsparung von 1,4 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr bei.

Starke Zuwächse im ersten Quartal

Auch ohne den Rückenwind aus der Politik (der sich eher langfristig zeigen dürfte) können die Ergebnisse, die Encavis für das erste Quartal 2022 vorlegte, überzeugen. Das Unternehmen meldete – dank günstiger Wetterbedingungen und steigender Strompreise – einen Anstieg der Stromproduktion aus erneuerbarer Energie um ein Drittel auf rund 710 Gigawattstunden.

Der Umsatz legte überproportional um +53% auf 90,4 Mio. Euro zu.

Auch die Gewinnseite kann sich sehen lassen: Das Ergebnis aus der operativen betrieblichen Tätigkeit kletterte um +168% auf 34,8 Mio. Euro.

Politik drückt beim Ausbau erneuerbarer Energien aufs Tempo

Der Ukraine-Krieg hat zu einem Umdenken in der Politik geführt. Erneuerbare Energien sollen fossile Energieträger aus Russland mittel- bis langfristig ersetzen. Dafür dürften in den kommenden Monaten die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Wirtschaftsminister Robert Habeck hat dafür auf Bundesebene bereits einen Gesetzesentwurf vorgelegt, nachdem z.B. die Genehmigungsverfahren für Windräder erleichtert und die Vergütung für Solaranlagen attraktiver gestaltet werden sollen. Zudem wird aufgrund der (voraussichtlichen) Beteiligung der Grünen an der Regierungsbildung im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen eine ähnliche Weichenstellung erwartet. Die ausgegebenen Ziele sind ambitioniert: Bis zum Jahr 2030 sollen 80% des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen, bis 2035 sollen es annähernd 100% sein.

Auch die EU will die Abhängigkeit von russischen Rohstoffen so schnell wie möglich beenden. Nach den Plänen der EU-Kommission sollen dazu bis zum Jahr 2030 insgesamt 300 Mrd. Euro investiert werden, um die Energiewende zu beschleunigen.

Gut möglich, dass diese ambitionierten Ziele noch etwas abgespeckt werden müssen, damit sie politisch durchsetzbar sind. Doch die Richtung ist klar: Erneuerbare Energien werden in den nächsten Jahren massiv ausgebaut. Die Realisierung neuer Projekte wird einfacher werden und lukrativer dürften diese für die Betreiber ebenfalls sein.

Langfristige Perspektiven stimmen

Unternehmen wie Encavis zählen zu den Profiteuren dieser langfristigen Entwicklung. Für risikobereite Anleger, die sich nicht an starken Kursschwankungen stören, ist die Aktie auf jeden Fall einen näheren Blick wert.