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Palladium: Edelmetall-Investment mit Risiken

Palladium: Edelmetall-Investment mit Risiken
Petr Ciz/AdobeStock
Inhaltsverzeichnis

Palladium gehört neben Gold, Silber und Platin zu den wichtigsten Edelmetallen. Es zählt zusammen mit Rhodium, Platin, Ruthenium, Iridium und Osmium zur Gruppe der Platinmetalle.

Doch wie kann man als Anleger in Palladium investieren? Wer gehört zu den größten Produzenten des Edelmetalls und wofür verwendet man es? Wie ist die Palladiumpreis-Entwicklung und wie könnte es weitergehen? Der Beitrag behandelt diese und andere Fragen rund um das Thema Investieren in Palladium.

Wie kann man in Palladium investieren?

Zum einen ist die physische Geldanlage in Palladium in Form von Palladiumbarren oder Palladium-Münzen möglich. Kleinere Einheiten lassen sich zwar schneller wieder schneller zu Geld machen, allerdings sind die Preisaufschläge beim Kauf höher. Das liegt zum einen an den anteiligen Produktionskosten, deshalb sind Münzen als Geldanlage weniger attraktiv. Zudem ist die Besteuerung bei physischem Palladium wie Palladiumbarren recht hoch.

Alternativ haben Anleger die Möglichkeit, in Palladium-Derivate, Zertifikate, ETFs bzw. ETCs zu investieren, die die Marktentwicklung des Edelmetalls abbilden. Auch Palladium-Aktien sind eine Option – meist sind das große Bergbau-Unternehmen wie die südafrikanische Sibanye Stillwater oder auch Glencore.

Wer sind die größten Palladium-Produzenten der Welt?

Zu den größten Produzenten des Edelmetalls gehören in ersten Linie Südafrika (das Land hat auch das mit Abstand größte Vorkommen) und Russland. Dahinter folgen abgeschlagen Kanada und die USA.

Wofür wird das Platinmetall verwendet?

Der mit Abstand wichtigste Abnehmer ist die Automobilindustrie. In Katalysatoren von Ottomotoren beschleunigt Palladium chemische Reaktionen und führt auf diese Weise zu einer verbesserten Filterung der Abgase. Palladium wird demnach hauptsächlich in Katalysatoren eingesetzt.

Auch für die Elektronikbranche ist Palladium ein wertvoller Rohstoff. Elektrische Kontakte enthalten beispielsweise Palladium-Kupfer-Legierungen oder Legierungen aus Palladium und Silber. Moderne Leiterplatten bedürfen im Produktionsprozess ebenfalls Palladium. In Keramikkondensatoren, die zum Beispiel bei Laptops oder Smartphones zum Standard gehören, wird Palladium ebenfalls benötigt. Zu einem kleinen Teil wird das Edelmetall auch in der Schmuckindustrie eingesetzt.

Anleger aufgepasst

Reine Elektroautos kommen ganz ohne Palladium aus

Wie hat sich der Palladium-Preis entwickelt?

Viele Jahre kannte der Palladium-Preis nur eine Richtung – nach oben. Zwischen 2015 und 2021 ist der Preis für das Edelmetall von rund 500 Dollar je Feinunze auf bis zu 3.000 Dollar gestiegen. Doch seither folgte der Absturz. Inzwischen ist der Preis für das Edelmetall wieder auf rund 900 Dollar je Feinunze gefallen (Stand: Februar 2024).

Auch wenn sich der Preis in den kommenden Quartalen und Jahren wieder erholen könnte: Anleger sollten auf dem Schirm haben, dass mittelfristig die Nachfrage nach Palladium bei dem größten Abnehmer – der Automobilindustrie – sinken wird. Denn das E-Auto ist weltweit auf dem Vormarsch.

Fazit: Palladium als Geldanlage

Palladium gehört zu den wichtigsten Edelmetallen und die Investment-Möglichkeiten sind zahlreich. Doch lohnt sich ein Investment in Palladium? Als Depotbeimischung kann das Platinmetall auch Chancen bieten, die Risiken sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Weltweit werden mehr Elektroautos verkauft, für die Palladium nicht mehr gebraucht wird. Eine sinkende Nachfrage nach dem Edelmetall würde sämtliche Anlageoptionen weniger attraktiv machen.