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Die Technik-Ikonen

Mehrfach im Jahr führt Apple spezielle Events durch, auf denen Neuerungen wie neue Hardware oder Betriebssysteme präsentiert werden. Aktionäre können sich sicher sein, dass die Kurse der Apple-Aktie innerhalb kürzester Zeit auf die neuesten Ankündigungen reagieren. > Mehr...

Apple Logo RED_shutterstock_365917562_pio3© pio3 / shutterstock.com

Apple: Die Technik-Ikonen

Kurzprofil Apple mit Sitz in Cupertino, Kalifornien, ist eines der größten Elektronik-Unternehmen der Welt. Bekannt ist das Unternehmen u. a. für die Mac-Computer, die Mobiltelefone der iPhone-Reihe und die mp3-Abspielgeräte iPod. Im September 2013 hat Apple in einer Rangliste der Omnicom Group den bisherigen Spitzenreiter Coca Cola als wertvollste Marke der Welt abgelöst.

Die Aktie von Apple wird am NASDAQ gehandelt (AAPL).
Apple Inc.
212,20 €
+0,20+0,09 %
  • ISIN: US0378331005
  • WKN: 865985
Chart
  • 1T
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Kurs (Daten der Börse Stuttgart)
Letzter212,2 €
Zeitpunkt18.10.2019 21:03
Tief210,7 €
Hoch212,2 €
Eröffnung210,7 €
Briefkurs212,3 €
Geldkurs211,8 €
Kennzahlen
Dividenden Rendite1,26 %
KGV17,74
Performanz
Hoch 52 Wochen215,8 €
Tief 52 Wochen123,5 €
1 Jahr14,4 %
3 Jahre107,76 %
5 Jahre201,69 %

Das Wichtigste zur Apple Aktie:

Apple Inc.: US-amerikanisches Technologieunternehmen

Hauptsitz: Cupertino, Kalifornien

Produkte: Computer, Smartphones, Unterhaltungselektronik; Hauptgeschäft: das iPhone

Gründung: 1976; Steve Jobs, Steve Wozniak, Ron Wayne

Aktie: Im Nasdaq-100 gelistet

Kurssturz: Ende 2018 enttäuschten iPhone-Umsatzzahlen

Herausforderung: Neue Märkte müssen erschlossen werden

Risiko: Neue technologische Innovationen können für Apple das Schicksal von Nokia bedeuten


Apple Inc.: Das Technologieunternehmen aus Cupertino

Das Technologieunternehmen Apple Inc. kennt jeder durch den Mitbegründer Steve Jobs und Entwicklungen wie dem iPhone, welches die Mobilfunk-Welt revolutioniert hat. Seinen Hauptsitz hat der US-amerikanische Hardware- und Softwareentwickler in Cupertino, Kalifornien.

Apple steht für Computer, Smartphones, Betriebssysteme, Anwendungssoftware und Unterhaltungselektronik. Hinzu kommen die vom Unternehmen vertriebenen Internetportale für Musik, Filme und Software.

Mit „iTunes Store” für Musik- und Film-Downloads und dem „App Store” hat Apple auch im Bereich Downloadportale zu einer Revolution geführt. Die beiden Stores sind die weltweit größten Vertriebswege für digitale Güter.

Gemessen an der Marktkapitalisierung gehört Apple zu denwertvollsten Unternehmen der Welt. Langfristig gesehen weist die Apple-Aktie in der Vergangenheit auch ein deutliches Wachstum auf, kurz- und mittelfristig zeigen sich aber größere Einbrüche, was eine Investition, abhängig von der geplanten Dauer, nicht unriskant macht.

Firmengeschichte von Apple Inc.: Apple & Steve Jobs

Mit Apple ist Steve Jobs zu einer Legende geworden. Oder auch anders herum.

ImJahr 1976 gründete er zusammen mit Steve Wozniak und Ron Wayne das Unternehmen in einer Garage. Er war zu dieser Zeit einer der ersten Hersteller für Personal Computer. Wie auch Bill Gates hat er maßgeblich zu der Entwicklung von Computern zum Massenprodukt beigetragen. 1977 wurde das Unternehmen in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt.

In den 80er Jahren dienten die Computer „Lisa” und „Macintosh” als Vorreiterrolle für grafische Benutzeroberflächen und der Maus.

Im Jahr 1983 wurde John Sculley Firmenchef bei Apple. Steve Jobs war zu dieser Zeit Leiter der Macintosh-Abteilung. Aufgrund von Konflikten zwischen beiden verließ Jobs Apple 1985 und gründete den Computerhersteller NeXT.

Mit der Einführung von Microsoft Windows 3.0 im Jahr 1990 geriet Apple mit dem Macintosh-Betriebssystem unter Druck. Die Gewinne des Unternehmens sanken. Die Kosten für Forschung und Entwicklung waren zu hoch.

Im Jahr 1994 stand Apple kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Das Betriebssystem von Apple war veraltet und zu anfällig für Probleme. Daher wurde im Dezember 1996 überraschenderweise das Unternehmen NeXT von Steve Jobs für 400 Millionen US-Dollar übernommen.

Mit der Übernahme von NeXT änderte sich die Firmenkultur von Apple. Nachdem Jobs CEO des Unternehmens wurde, traf er viele wichtige Entscheidungen: Die Lizenzierung des Betriebssystems an andere Hersteller wurde beendet. Diverse Produkte und Forschungsprojekte wurden gestrichen.

Die Wende schaffte Apple im Jahr 1998. Im Jahr 2001 führte Apple den iPod ein. In den Jahren 2007 und 2010 folgten dasiPhone und das iPad. Damit wurde der bis heute anhaltende Boom auf dem Markt für Smartphones und Tabletcomputer angestoßen. Das iPhone ist das bekannteste und wichtigste Produkt von Apple.

Seit der Einführung des iPhone und iPad dominieren die iOS-Geräte von Apple auf den Märkten für Smartphones und Tablets. Apple wurde in den folgenden Jahren zu einer der größten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt.

Das Apple-Logo

Das erste Logo von Apple kam von Ron Wayne. Er zeichnete Isaac Newton unterm Apfelbaum. Dies sollte eine Anspielung auf seine Entdeckung der Schwerkraft anhand des Apfels sein. Es wurde jedoch aufgrund der Komplexität wieder verworfen.

Die weltberühmte angebissene Silhouette eines Apfels wurde im Jahr 1977 von Rob Janoff entworfen. Dieses Logo war in Regenbogenfarben. Seit 1998 verwendet Apple das Logo oft nur noch einfarbig. Auf den heutigen Produkten ist das Logo sogar farblos.

Der Legende nach steht hinter dem Logo das Andenken an den britischen Mathematiker Alan Tuning. Dieser starb durch den Biss in einen giftigen Apfel. Steve Jobs verneinte dies jedoch.

Die Apple Stores: Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte

Auch durch seine Stores hat Apple eine neue Kultur geschaffen. Diese haben zum Ziel, eine hohe Interaktion zwischen den Kunden und den Apple-Produkten zu schaffen.

Der Kunde kann im Store alle Produkte nach Belieben ausprobieren. Wenn man einen Termin ausgemacht hat (selbstverständlich über die zugehörige App im iPhone), wird man vom Apple-Mitarbeiter direkt beim Namen angesprochen. Dies geschieht an der Genius Bar“, wo dem Kunden bei seinem Problem geholfen wird. Nichts im Apple Store ähnelt einem konventionellen Laden. Es gibt keine Regale oder ähnliches.

Es gibt weltweit etwa 500 Apple Retail Stores“. Mehr als die Hälfte befinden sich in den USA; der Rest verteilt sich auf 17 Länder weltweit. In Deutschland sind es 15 Stores.

Apple Stores in Deutschland:

  • München
  • Hamburg
  • Köln
  • Frankfurt am Main
  • Oberhausen
  • Dresden
  • Augsburg
  • Sulzbach
  • Sindelfingen
  • Berlin
  • Düsseldorf
  • Hannover

Aktie Apple Inc.: Das iPhone & weitere Produkte

Das Unternehmen hat sowohl Software als auch Hardware im Produktsortiment.

Die Apple-Produkte mit ihrem funktionalen Design zeichnen sich meist durch ihre innovativen Neuheiten aus.

Software

Das Betriebssystem in der Macintosh-Reihe lautet „MacOS”. Die aktuelle Version ist das „MacOS X”.

Auf den mobilen Geräten iPhone und iPad wird dasBetriebssystem iOS eingesetzt. Bei diesem Betriebssystem ist die Nutzeroberfläche für Touchscreens angepasst.

Hardware

An Desktop-Rechnern produziert Apple aktuell den iMac, Mac mini, Mac Pro und den iMac Pro.

Im Jahr 1991 wurde mit der Einführung des Power Books das bis heute übliche Notebook-Format eingeführt. Die aktuell vertriebenen Notebooks sind folgende: MacBook, MacBook Air, MacBook Pro.

Mobile Geräte

Der im Jahr 2001 eingeführteiPod hat sich als Marktführer unter den MP3-Playern etabliert. Die klassische Variante wurde im September 2014 eingestellt. Heute gibt es die iOS-basierte iPod touch.

Auch das im Jahr 2007 vorgestellteiPhone benutzt das iOS-Betriebssystem. 2010 folgte das iPad als iOS-Tablet.

Es folgten das iPad mini, das iPad Pro und Apple TV. Zuletzt kamen in das Produktsortiment: iPhone X, iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR.

Mit der Apple Watch hat das Unternehmen seit 2014 eine eigene Smartwatch im Sortiment.

Das Produktdesign von Apple setzt Maßstäbe

Was Apple besonders macht, ist das einzigartige Produktdesign. DieApple-Produkte sind unverwechselbar. Dabei werden diese so einfach wie möglich gestaltet.

Die Produktgestaltung des Unternehmens unterliegt folgenden drei Prinzipien:

  • Das Prinzip der Einfachheit
  • Das Prinzip der Integration
  • Das Prinzip der Obsoleszenz

Nach dem Prinzip der Einfachheit sind die Produkte des Unternehmens schlicht gestaltet. „Weniger ist mehr” lautet die Devise. Beispielsweise hat das iPhone nur ein Bedienelement und ein Display.

Auch bezüglich der technischen Eigenschaften verfolgt man eher das Ziel der Reduktion. Die Bedienung soll für jeden leicht gestaltbar sein.

Nach Steve Jobs ist die Designabteilung des Unternehmens nicht einfach nur für das Design zuständig. Sie sind unmittelbar an innovativen Lösungen in technologischen Fragen beteiligt. Auf diesen Zusammenhang zielt das Prinzip der Integration. Designabteilung und Produktentwicklung gehen einher und sind von enormer Bedeutung für die Unternehmensstrategie.

Das Prinzip der Obsoleszenz beschreibt den planmäßigen Ersatz der Produkte. Dabei setzt Apple auf die ästhetische Obsoleszenz, d. h. der Kunde soll ohne technische Gründe nach einer bestimmten Zeit aufgrund der neuen Produkte freiwillig sein Apple-Gerät ersetzen.

Es wird also zum Kauf animiert, weil der Kunde das Gefühl hat, dass sein Gerät überholt ist. Der Wunsch, ein neueres Modell zu besitzen, wird geweckt.

Eine Prognose zu Apple: So geht es weiter mit der Apple-Aktie

Nach zwölf Jahren iPhone-Boom neigt sich die große Zeit der Smartphones dem Ende entgegen. Der Smartphone-Markt gilt insbesondere in westlichen Industrienationen als gesättigt. Apple muss sich neu erfinden.

Mehr Services: Der Streaming-Service Apple TV+

Apple-Chef Tim Cook tut gut daran, den iPhone-Konzern neu auszurichten.

Das Hardware-Geschäft rund um das iPhone, Mac-Rechner, iPad-Tablets und der smarten Uhr Apple Watch zeichnet sich zwar nach wie vor für den Großteil des Umsatzes verantwortlich, doch das Servicegeschäft (Apple Pay, Apple Music, iCloud etc.) wächst schneller.

Um dieses wachsende Servicegeschäft weiter auszubauen, will Apple seine Basis an über 1,4 Milliarden Apple-Geräten nutzen, um Apple-Fans weitere Services zu verkaufen. Dazu zählt der neue Video-Streaming-Dienst Apple TV+, der mit anderen Video-Diensten wie Netflix und Amazon Prime konkurrieren soll.

Laut US-Medienberichten will Apple 1 Milliarde US-Dollar in seinen neuen Streaming-Service Apple TV+ investieren, der vor allem auch eigene TV-Serien wie „The Morning Show” vorsieht. Als Partner fungieren Starz und Showtime. Zudem konnte Apple die beiden Filmemacher J.J. Abrams und Steven Spielberg gewinnen. Apple TV+ wird im Herbst 2019 zur Verfügung stehen, über Preise wurde zunächst nichts bekannt.

Apple Arcade, Apple News Plus & Apple Pay

Ebenfalls neu ist Apple Arcade. Gegen eine monatlich fixe Gebühr sollen Kunden dann mehr als 100 kostenpflichtige Spiele herunterladen können. Diese können sowohl auf dem iPhone als auch auf anderen Apple-Geräten genutzt werden.

Für eine monatlich fixe Gebühr von 9,99 US-$ steht künftig die Apple News Plus App zur Verfügung. Dies ist ein Abo-Service für Zeitschriften, der Lesern den Zugriff auf bis zu 300 Magazine und Zeitungen gewährt.

Apple expandiert mit Apple Pay nach Estland, Griechenland, Portugal und anderen Ländern. Mit der Apple Card kommt eine weitere Ergänzung. Es handelt sich um eine Kreditkarte, die gemeinsam mit den Partnern Goldman Sachs und Mastercard realisiert werden soll. Das Besondere an diesem Serviceangebot: Apple verspricht einen strengen Datenschutz. Dies bedeutet, dass Apple nicht weiß, was der Kunde zu welchem Preis, wo und wann gekauft hat.

Auf der Apple Card wird nur der Name stehen, nicht aber die Kartennummer und keine Unterschrift. Dadurch sollen diese sensiblen Daten nicht in die falschen Hände geraten. Darüber hinaus gibt es eine Cash-Back-Funktion, wodurch Kunden Geld für Ankäufe zurückerhalten sollen.

Was können Apple-Anleger erwarten: Risiken für Apple Inc. & die Apple Aktie

Im Analystenlager wird die Vorstellung der neuen Serviceangebote positiv aufgenommen.

Anleger dürfen damit rechnen, dass das Servicegeschäft künftig einen noch größeren Umsatzanteil am Apple-Umsatz einnehmen wird. Morgan Stanley geht davon aus, dass durch Apple TV+ ein Umsatz von bis zu 37 Milliarden US-Dollar bis 2025 generiert wird.

Apple hat die Zeichen der Zeit erkannt und plant für die Ära nach dem iPhone. Das Unternehmen will seine breite Hardware-Basis dazu nutzen, um mehr Kunden im Service- bzw. Abo-Geschäft zu gewinnen. Dies verspricht stabile Einnahmen für die Zukunft.

Da Apple im Mediengeschäft mit Apple TV vertreten ist, gilt Apple TV+ als logische Erweiterung des bisherigen Angebots. Für Amazon Prime und Netflix bedeutet die neue Konkurrenz, dass beide Firmen im Streaming-Markt langsamer wachsen werden. Dennoch sollten Apple-Fans nicht in Euphorie verfallen. Es ist unwahrscheinlich, dass Apple Netflix im Streaming-Markt vom Thron stoßen kann. Der Branchenpionier marschiert in diesem Bereich auf die Marke von 200 Millionen Abonnenten zu.

Netflix verfügt über die notwendigen Abo-Einnahmen, um die besten TV-Inhalte zu bieten. Umfragen zeigen, dass sich die Mehrheit der Abonnenten mit einem Streaming-Angebot im Monat zufriedengibt.

Kurzum: Apple fokussiert sich stärker auf das Servicegeschäft und versucht sich als Servicekonzern neu aufzustellen. Der Konzern kann von einer breiten Fangemeinde (1,4 Milliarden installierte Geräte) profitieren, um seine neuen Serviceangebote an die Kunden zu bringen.

Die Apple-Aktie birgt für Anleger dennoch ein paar Risiken.

1. Risiko: Hohe Abhängigkeit vom iPhone

Nach wie vor hängt der Erfolg von Apple stark vom iPhone ab. Mehr als 200 Millionen iPhones werden jedes Jahr verkauft.

Zwar hat Apple die Abhängigkeit vom iPhone-Geschäft in den letzten Jahren durch sein wachsendes Service-Geschäft verringern können, doch nach wie vor erzielt Apple 70 % seines Umsatzes durch das iPhone.

2. Risiko: Technische Deflation

Das iPhone ist ein Hardware-Produkt, das wie jedes andere Verbraucherprodukt der technischen Inflation unterliegt. Dies bedeutet: Hardware wie Computer, TV-Fernseher, Digitalkameras, Blu-ray-Player und andere IT-Produkte werden besser und günstiger.

Apple hat sich diesem Preisverfall bislang entziehen können, da Apple eine Art geschlossenes Ökosystem aufgebaut hat. Wer iOS-Anwendungen nutzen will, benötigt ein Apple-Produkt. Dies hat dazu geführt, dass Apple für sein iPhone den vierfachen Preis gegenüber dem Preis herkömmlicher Smartphones im Weltmarkt durchsetzen kann.

3. Risiko: Apple muss innovativ bleiben

Damit Apple die hohen Preise gegenüber anderen Konkurrenzprodukten aufrechterhalten kann, muss der Konzern jedes Jahr mit neuen Innovationen glänzen. Die Konsumenten können nur so weiter bei der Stange gehalten werden. Gelingt dies nicht, droht ein schnelles Ende der Erfolgstory.

Anleger müssen bedenken, dass es sich beim iPhone nur um ein Mobiltelefon handelt. Nokia und BlackBerry hatten mit ihren Mobile-Geräten einst dominiert. Eine neue Technik und andere Nutzergewohnheiten haben ihre Erfolgsstory über Nacht jäh beendet.

Fazit

Apple hat seit der Markteinführung mehr als 1,3 Milliarden iPhones weltweit verkauft und eine entsprechend große Nutzerbasis. Viele nicht technikversierte Konsumenten nutzen das iPhone aufgrund der einfachen Bedienbarkeit, wodurch Apple den Nerv der Zeit getroffen hat.

Ferner warten im Servicemarkt zahlreiche Chancen auf Apple. Der Mac-Hersteller expandiert mit Servicediensten wie Apple Pay und Apple Music in weitere Länder.

Dennoch sollten Anleger die Risiken nicht unterschätzen, die mit einem Investment in die Apple-Aktie einhergehen.

Apple kann durch sein wachsendes Servicegeschäft das schwächere iPhone-Geschäft noch nicht gänzlich auffangen. Die Chancen steigen aber, dass der Mac-Hersteller sein Geschäft zumindest stabilisieren kann. Anleger müssen damit rechnen, dass das iPhone-Geschäft in den nächsten Quartalen weiter schwach bleiben wird. Erste Analysten fordern bereits Preissenkungen von Apple, da die Smartphones der Kalifornier als vergleichsweise teuer gelten.

Positiv anzumerken ist, dass Apple in China einen Rekordumsatz im Servicegeschäft einfahren konnte. Und dass, obwohl die chinesischen Behörden zuletzt die Zulassung neuer Mobile-Spiele für Smartphones gebremst hatten.

Unter dem Strich müssen Anleger bedenken, dass sich Apple in einem sehr dynamischen und technologielastigen Umfeld bewegt. Apple muss sich ständig neu erfinden und innovativ bleiben, um seine Vorherrschaft zu behaupten. Daher sindin Zukunft innovative Produkte von Apple gefragt, um auf einen Wachstumskurs zurückzukehren.

Zwar scheint derzeit noch kein Ende der Wachstumsstory in Sicht, doch die Geschichte zeigt uns ein anderes Bild.

In 100 % der Fälle tritt eine gewisse Marktsättigung ein, die technische Deflation fordert ihren Tribut und die Gewinnmargen von Hardware-Produkten brechen ein. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis sich auch Apple diesen Fakten stellen muss. Dies sollten Anleger stets bedenken, wenn es um ein Investment in die Apple-Aktie geht.

Helfen könnte Apple der neue 5G-Trend (Mobilfunkstandard der fünften Generation). Dieser erlaubt schnellere Übertragungsraten und erfordert technisch bessere Hardware. Das kann die iPhone-Nachfrage wieder anheizen.

Vorstandsportrait

Tim Cook: ein würdiger Nachfolger des großen Steve Jobs

Tim (Timothy) Cook wurde der Weltöffentlichkeit vornehmlich durch seine Nachfolge von Steve Jobs als Apple CEO (Chief Executive Officer) im August 2011 bekannt.

Tim Cook, geboren 1960 in Robertsdale, Alabama, wuchs mit 2 Brüdern in eher einfachen Verhältnissen auf. Den Grundstein für seine Karriere legte er 1982 mit dem Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen an der Auburn University, dem 1988 der Master of Business Administration an der Duke University folgte. Dabei zählte er zu den Besten seines Jahrgangs.

Tim Cook – eine steile Karriere

Bevor er zu Apple kam, lernte Tim Cook die Branche während seiner vorigen Jobs bereits bestens kennen. Seinen ersten Job trat er direkt nach dem Bachelorstudium bei IBM an, wo er 12 Jahre lang bis 1994 blieb. Dort arbeitete er sich kontinuierlich nach oben, so dass er zuletzt für Produktion und Vertrieb der PC-Sparte in Nord- und Südamerika verantwortlich war.

Die nächste Sprosse der Karriereleiter erklomm er von 1994 bis 1997 bei Intelligent Electronics als COO (Chief Operating Officer) für die Reseller Abteilung der Computersparte. Bemerkenswert ist hierbei die enge Verbundenheit des Computerhändlers Intelligent Electronics zu Apple. Schließlich verbrachte Cook noch ein halbes Jahr bei Compaq als Vizepräsident Corporate Materials, bevor er 1998 von Steve Jobs persönlich abgeworben wurde und zu Apple wechselte.

Bei Apple kletterte er die Karriereleiter kontinuierlich nach oben und wurde so 2007 für das Tagesgeschäft verantwortlicher COO. Nachdem er Steve Jobs während krankheitsbedingter Pausen bereits 2004 und 2009 als CEO vertreten hatte, übernahm er diesen Posten 2011 endgültig. Seit 2005 ist er zudem Vorstandsmitglied des Sportartikelherstellers Nike. Ebenfalls Teil des Vorstands ist er bei der National Football Foundation.

Der Mensch Tim Cook

Tim Cook verlangt von Mitarbeitern höchstes Engagement. Dabei soll er sich im Umgang mit Mitarbeitern durch eine diplomatische und ruhige Art auszeichnen. Die Wirtschaftlichkeit von Apple ist Tim Cook als CEO natürlich wichtig, jedoch nicht um jeden Preis. So legt er beispielsweise äußerst großen Wert auf Nachhaltigkeit der Produktion und Produkte sowie Gleichberechtigung am Arbeitsplatz. Diese Konzepte vertritt er auch öffentlich mit Nachdruck.

Über den Privatmann Tim Cook ist wenig bekannt. Während er den Großteil seiner Zeit seiner Arbeit widmet, verbringt er seine Freizeit gerne sportlich im Fitnessstudio oder auch im Freien auf dem Rad.

Der oft verkannte große Macher von Apple neben Steve Jobs

Nach dem Verlust eines einmaligen Präsentationsgenies und Imagemeisters wie Steve Jobs befürchteten viele, dass Apple ohne ihn zu einem sinkenden Stern würde.

Oft wird dabei aber verkannt, welch wichtige Rolle Tim Cook bereits seit 1998 bei Apple spielt. Zwar war Steve Jobs derjenige, der in der Öffentlichkeit stand und als Visionär und Schöpfer der Macs und i-Produkte gefeiert wurde. Der wirtschaftliche Erfolg Apples aber ist der Verdienst von Tim Cook. Ohne ihn wären Steve Jobs Visionen eben solche geblieben und nicht als fertige Produkte, die für schwarze Zahlen sorgen, auf den Markt gelangt.

Nachdem er von Steve Jobs persönlich 1998 angeheuert wurde, brachte Tim Cook den wirtschaftlich schlecht dastehenden Applekonzern auf Erfolgskurs. Seine wichtigsten Maßnahmen waren einerseits die kostensenkende Produktionsverlagerung von eigenen Produktionsstätten zu Auftragsproduzenten.

Andererseits realisierte er eine radikale Einschrumpfung der Lagerbestände. Dies verlieh Apple deutlich mehr Flexibilität im sich schnell wandelnden Elektronikmarkt und befreite es von Altlasten aus Lagerbeständen. Tim Cook, den Steve Jobs selbst als personellen Glückgriff bezeichnete, ist somit ein oft verkannter  großer Macher von Apple.

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