Dow Jones mit Bärkeil

Die Märkte sind in den USA leicht freundlich in die Woche gestartet – allerdings nach wie vor ohne große Dynamik und ohne große Umsätze. Die Marktbreite ist eher im neutralen Bereich.

Pullback beim Dow Jones

Schauen wir uns den Dow Jones genauer an. Hier haben wir eine Aufwärtstrendlinie nach unten durchbrochen und befinden uns aktuell im Rücklauf, im sogenannten Pullback.

Innerhalb dieser Bewegung hat der Dow Jones nun am gestrigen Montag mit seinem Tageshoch praktisch punktgenau das 62%ige Retracement der Abwärtsbewegung von Oktober bis November getroffen. Damit ist die Maximalkorrektur erreicht.

Bärischer Keil als Zeichen für intakten Abwärtstrend

Da der Dow Jones im übergeordneten Kontext ohnehin einen bärischen Keil nach unten aufgelöst hat, bestehen eigentlich keinerlei Zweifel an der Interpretation der Kursbewegung.

Diese ist als Korrektur in einem intakten Abwärtstrend einzuordnen. Für diese Entwicklung sprechen auch einige Indikatoren.

ADX-Indikator zeigt: Dow Jones ist in einer Korrekturbewegung

Interessante Hinweise liefert der ADX-Indikator als Trendmesser. In der Vergangenheit ist dieser Indikator gefallen als der Kurs des Dow Jones gestiegen ist.

Nun ist es anders: Der ADX fällt, während die Preise steigen – ein weiteres Indiz dafür, dass aktuell eine Korrekturbewegung und keine Trendbewegung vorliegt.

Niedrige Vola spricht für starke Kursbewegung in den nächsten Tagen

Hilfreich ist auch der Blow-Off-Indikator, der sich im Moment unten befindet und zeigt, dass sich die Vola in den letzten Tagen merklich reduziert und verengt hat.

Dies spricht für eine starke Kursbewegung in den nächsten Tagen und somit steht die Entscheidung nun unmittelbar auf der Agenda.

In den nächsten zwei Handelstagen wird der Dow Jones spätestens ausbrechen und so den Richtungsentscheid treffen: entweder nach oben oder nach unten.

Aufgrund der übergeordneten negativen Lage geht meine Präferenz nach unten, vor allem bei Preisen unter 13.139 Punkten. Allerdings sollten Trader auch einen Ausbruch über die Marke von 13.200 Punkten ernst nehmen und prozyklische Longpositionen aufbauen.

Interessant ist auch die leichte Divergenz von General Electric zum Dow Jones. Auch dies legt die Vermutung nahe, dass wir es mit einer Korrekturbewegung zu tun haben und der Markt nun möglicherweise nach unten driften wird.

11. Dezember 2012

Heiko Seibel
Von: Heiko Seibel. Über den Autor

Jahrelang hat Chefanalyst, Diplom-Kaufmann und Master of International Economics Heiko Seibel in internationalen Brokerhäusern in Singapur und Hongkong gearbeitet und besucht noch heute regelmäßig Unternehmen in Südostasien. Sein Spezialbereich: CFDs.