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3 unterschiedliche Gültigkeitsmodelle für Ihre Order

Die Ordergültigkeit beschreibt die zeitliche Begrenzung, bis wann eine Order ausgeführt werden kann. Hierbei gibt es 3 verschiedene Zeiträume, die man als Trader angeben kann.

Wird keine bestimmte Gültigkeit ausgewählt, so handelt es sich im Regelfall um eine tagesgültige Order, die mit Ablauf des aktuellen Börsentages erlischt. Dies sollte aber im Vorfeld beim entsprechenden Broker erfragt werden.

1. Good for Day (GFD): Die tagesgültige Order für den aktuellen Handelstag

Diese Ordergültigkeit ist Standard und in aller Regel aktiv, wenn keine bestimmte andere Gültigkeit definiert wird. Am Ende des laufenden Handelstages wird diese Order gelöscht. Es ist unerheblich zu welchem Zeitpunkt die Order an diesem Tag aufgegeben wurde, sie bleibt nur bis Börsenschluss gültig.

Aber: Der Startzeitpunkt der Order kann definiert werden. Diese Eingabe macht dann Sinn, wenn Nachrichten zu bestimmten Tageszeitpunkten (EZB-Zinsentscheide, FED-Sitzungen etc.) den Kurs beeinflussen könnten und man hier einsteigen möchte.


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2. Good till date (GTD): Gültig bis Ausführung oder bis zu einem bestimmtem Datum

Wird die Gültigkeit „Good till date“ (GTD) gewählt, so wird man aufgefordert ein bestimmtes Datum einzugeben. Dies kann theoretisch auch weit in der Zukunft liegen, maximal jedoch 360 Tage.

Die GTD-Order bleibt bis zu diesem Datum gültig, es sei denn es kommt zur Löschung oder zur Ausführung. Auch hier wird diese Gültigkeit benutzt, um vor bestimmten Terminen die Order aus dem Markt streichen zu lassen – beispielsweise vor einer kursbeeinflussenden Entscheidung.

3. Good till Canceled (GTC): Gültig bis Ausführung oder Stornierung

Bei dieser Ordergültigkeit bleibt die Order unbefristet bestehen, bis diese ausgeführt oder vom Trader gelöscht wird. Im Gegensatz zu einer normalen Order wird diese nicht am gleichen Handelstag mit Börsenschluss aus dem System gelöscht, sondern behält auch am nächsten Tag ihre Gültigkeit.

Hierbei sollten Trader jedoch stets die Übersicht über ihre offenen Orders behalten. Einige Broker schicken automatisch Erinnerungen oder löschen die Order vorsichtshalber nach etwa 3 Monaten. Dies ist von Broker zu Broker unterschiedlich.

Vorsicht beim Futurehandel: Falls man als Trader eine Verkaufsorder GTC platziert und seine vorhandenen Kontrakte über eine normale Marktorder veräußert hat, so sollte man umgehend auch die GTC Order löschen. Diese würde sonst nach wie vor aktiv bleiben und ggf. ausgeführt werden und den Trader „short“ stellen, was einen katastrophalen Ausgang haben kann.

Die richtige Gültigkeit wählen

Ob und wenn ja, welche Ordergültigkeit man für das eigene Trading verwenden sollte, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Der Zusatz „GFD“ versichert lediglich die Gültigkeit für den laufenden Handelstag und lässt einen „Start“ für die Order zu.

Wer aktiv am Marktgeschehen partizipieren kann, benötigt einen solchen Zusatz nicht. Für längerfristige Investment-Ideen macht es eher Sinn, ein gewisses Zeitziel „GTD“ als Erfüllungsdatum zu setzen und sich dann erneut mit dem Wert zu beschäftigen. Die “GTC“ Order sollte hingegen nur verwendet werden, wenn die Übersicht über offene Orders nicht verloren zu gehen droht.

29. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.