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Airbag-Zertifikate: Trotz Sicherheitspuffer nicht empfehlenswert

Der Aufwärtstrend der Aktienmärkte lässt bei so manchem Anleger Höhenängste aufkommen. Geht es Ihnen auch so? Dann fragen Sie sich vielleicht auch, ob Sie jetzt noch investieren sollten oder es lieber sein lassen?

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit: Mit Absicherung investieren. Dazu hat die Zertifikate-Industrie eine Reihe von Produkten entworfen. Neben den empfehlenswerten Discount– und Bonus-Zertifikaten gibt es auch die sogenannten Airbag-Zertifikate.

Warum diese gegenüber den anderen einen Nachteil aufweisen und daher eigentlich überflüssig sind, lesen Sie im Folgenden.

So funktionieren Airbag-Zertifikate

Die Grundidee hinter Airbag-Zertifikaten: Im Vergleich zu Produkten mit 100%-Kapitalgarantie fällt die Absicherung zwar schwächer aus, dafür profitieren Sie aber stärker von Kursgewinnen des Basiswerts (das kann ein Index oder eine Aktie sein).

Airbag-Zertifikate sichern Sie gegen fallende Kurse ab, zumindest bis zu einem gewissen Grade. Je nach Emittent kann die Bezeichnung dieser Zertifikate variieren. Neben Airbag-Zertifikaten werden Sie auch als Fallschirm- oder Puffer-Zertifikate bezeichnet.

Die Funktionsweise bleibt jedoch die gleiche: Bis zu einer festgelegten Schutzbarriere (beispielsweise 70% des Nominalwerts) werden Kursverluste am Laufzeitende vollständig ausgeglichen. Sie erhalten dann den vollen Nominalwert ausbezahlt.

Erst wenn die Schutzbarriere unterschritten wurde, machen Sie Verluste, diese fallen aber geringer aus, als die Verluste des Basiswerts.

Auf der anderen Seite können Sie aber – im Gegensatz zu den renditegebremsten Garantie-Zertifikaten – deutlich mehr von Kursgewinnen profitieren. Je nach Ausstattung des Zertifikats kann diese Partizipation an die 100% heranreichen.

Der Absicherungsmechanismus wird in dem Fall vollständig durch den Einbehalt von Dividendenzahlungen finanziert. Andere Airbag-Zertifikate weisen Partizipationsraten von 80 oder 90% auf.

Bonus- und Discount-Zertifikate haben gegenüber Airbag-Zertifikaten die Nase vorn

Von den drei Teilschutz-Zertifikaten, neben Airbag-Zertifikaten zählen die Discount-Zertifikate und die Bonus-Zertifikate dazu, schneiden Airbag-Zertifikate allerdings am schlechtesten ab.

Denn Bonus- und Discount-Zertifikate besitzen gegenüber Airbag-Zertifikaten einen klaren Vorteil. Hier gewinnen Sie als Anleger auch bei einer Seitwärtsbewegung des Basiswerts und sogar bei leicht fallenden Kursen. Bei Airbag-Zertifikaten gehen die Anleger hingegen in diesen Fällen leer aus.

Zwar machen Sie als Anleger mit Airbag-Zertifikaten bei einer Seitwärtsbewegung oder leicht fallenden Kursen keinen Verlust, aber eben auch keinen Gewinn. Das Chancen/Risiko-Verhältnis ist somit schlechter, selbst wenn der Risikopuffer etwas höher ausfällt.

Aufgrund ihres höheren Risikopuffers eignen sie sich allerhöchstens für sehr pessimistische Anleger. Doch wem das Risiko bei dem Basiswert von vorn herein zu hoch erscheint, der kann auch gleich auf ein noch sichereres Garantie-Zertifikat setzen (bei dem jedoch die Renditechance äußerst gering ausfällt.

Oder Sie wählen einfach einen anderen Basiswert und verzichten auf ein Airbag-Zertifikat.

12. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.