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Aktien verschenken: Was zu beachten ist

Der Wunsch, den Kindern oder Enkeln die finanzielle Zukunft abzusichern, ist weit verbreitet. Das Schenken von Aktien ist eine gute Möglichkeit diesem Wunsch nachzukommen, denn Aktien sind langfristig eine der renditestärksten Anlagemöglichkeiten. Wie man Aktien verschenken kann und was bei der Steuer zu beachten ist.

Aktien verschenken: ein Depot muss vorhanden sein, mehr nicht

Aktien werden heutzutage nur noch in Ausnahmefällen in Papierform ausgegeben. Eine Tatsache, die das Verschenken von Aktien ein wenig unromantisch macht. Das eingerahmte Wertpapier zum an die Wand hängen macht nur bei historischen Wertpapieren Sinn. Effektive Stücke von gehandelten Wertpapieren werden nur von wenigen Banken ausgegeben und die Gebühren für die Auslieferung sind hoch.

Um Aktien zur finanziellen Absicherung zu verschenken, braucht der zu Beschenkende ein Wertpapierdepot. In dieses Depot können die Aktien dann bei der Bank durch eine Depotübertragung eingebucht werden. Ist noch kein Depotkonto vorhanden, muss dieses erst eröffnet werden, bei Minderjährigen kann ein Erziehungsberechtigter die Depoteröffnung durchführen.


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Die Abgeltungssteuer beim Depotübertrag vermeiden

Da der Übertrag von Wertpapieren in das Depot eines anderen von der Bank als Verkauf angesehen wird, behält diese automatisch die Abgeltungssteuer ein. Die Abgeltungssteuer beträgt 25%, eine erhebliche Summe, die man dem Staat nicht schenken will. Daher ist beim Depotübertrag darauf zu achten die Bank zu Informieren, dass es sich um eine Schenkung handelt und die automatische Abfuhr der Abgeltungssteuer daher nicht erforderlich und nicht gewünscht ist.

Nicht zu umgehen ist die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge, die Kapitalertragssteuer, bei der Auszahlung von Dividenden. Hier muss der Beschenkte oder bei Minderjährigen der Erziehungsberechtigte, den Sparerfreibetrag bei der depotführenden Bank beantragen. Durch den Freistellungsauftrag sind Kapitalerträge bis 801 € bei Singles steuerfrei. Für Verheiratete verdoppelt sich dieser Betrag.

Den Freibetrag bei der Schenkungssteuer ausschöpfen

Bei größeren Summen will Vater Staat auch bei Schenkungen seinen Anteil haben. Um diese Belastung zu umgehen, sollten die Freibeträge bei der Schenkungssteuer ausgeschöpft werden. Diese Betragen für Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner bis zu 500.000 €. Kinder können mit 400.000 € beschenkt werden, ohne dass die Schenkungssteuer anfällt.

Enkelkinder dürfen mit Summen bis zu 200.000,00 € steuerfrei bedacht werden. Personen mit einem geringeren Verwandtschaftsgrad oder ohne familiäre Beziehungen dürfen immerhin 20.000,00€ als Geschenk erhalten, ohne einen Teil an den Fiskus abführen zu müssen. Die Freibeträge der Schenkungssteuer können alle 10 Jahre erneut in Anspruch genommen werden.

Aktien verschenken sollte gute geplant sein

Da langfristige Anlagestrategien in Aktien mehr Erfolg haben als kurzfristiges „Zocken“, ist das Schenken von Aktien für die finanzielle Zukunft des Nachwuchses eine gute Idee. Es empfiehlt sich hier schwankungsarme und renditestarke Titel ins Depot zu legen.

Die Auswahl der richtigen Aktientitel ist jedoch nur ein Teil der Planung, die notwendig ist, um den Beschenkten auch wirklich ein Freude zu machen. Es sollten vorher aller steuerlichen Aspekte geklärt werden und die zur Verfügung stehenden Freibeträge kalkuliert werden, um Abgaben an den Staat soweit wie möglich auszuschließen. Durch frühzeitige Planung kann der Vermögensübertrag durch Schenkungen auch die Erbschaftssteuer wesentlich reduzieren.

25. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.