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Das Wirtschaftswachstum: Berechnung und Bedeutung

Die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts einer Volkswirtschaft wird in Form des Wirtschaftswachstums ausgedrückt. Es kann also sowohl negativ als auch positiv sein. Hier lesen Sie, wie das Wirtschaftswachstum als Messgröße zu betrachten ist und wie es sich berechnet.

Das Wirtschaftswachstum: Bedeutung

Die hohe Bedeutung des Wirtschaftswachstums einer Volkswirtschaft  ist allgegenwärtig: Der Begriff Wirtschaftswachstum begegnet einem fast täglich in den Tageszeitungen oder Nachrichtenformaten.  Die Entwicklung von Arbeitsplätzen, Steuereinnahmen des Staates und damit auch der Sozialkassen steht im direkten Zusammenhang mit dem Wachstum der Wirtschaft.

Wie berechnet sich das Wirtschaftswachstum?

Das Wirtschaftswachstum steht für die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einer Volkswirtschaft. Es gibt den Wert aller Güter und Dienstleistungen an, die – häufig auf ein Jahr bezogen – innerhalb einer Volkswirtschaft erwirtschaftet werden.

Das Wirtschaftswachstum drückt sich wiederum in der Änderungsrate des realen Bruttoinlandsprodukts aus. Real bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es von Preiseffekten bereinigt wurde.

Der Grund für die Steigerung der Leistungsfähigkeit, also für das Wirtschaftswachstum, kann  in einer besseren Auslastung der Produktionskapazitäten liegen. Ein weiterer Auslöser für ein Wirtschaftswachstum kann die Ausweitung der Produktionskapazitäten sein.

Das BIP als sinnvolle Messgröße für Volkswirtschaften?

Das BIP wird häufig als zu schlecht messbar kritisiert und hat laut Experten einige Lücken. Dennoch wird es nach wie vor als wichtige Messgröße für die Bewertung einer Volkswirtschaft herangezogen: Sowohl Anleger als auch die Börsenmedien orientieren sich gerne an den Entwicklungen des BIPs.

Ein häufiger Kritikpunkt ist, dass bei der Berechnung des BIPs nicht alle Faktoren einer Volkswirtschaft einbezogen werden. Typische Beispiele sind die Schwarzarbeit oder unbezahlte Arbeit wie Kindererziehung oder Hausarbeit.

Deshalb lässt sich der Schluss ziehen, dass das Wirtschaftswachstum zwar nach wie vor eine Orientierung bietet. Es aber keine Messgröße ist, der Sie blind vertrauen sollten. Schauen Sie sich eine Volkswirtschaft genau an und hinterfragen Sie, worauf das Wachstum beruht und wirklich für mehr Wohlstand steht.

Der Blick auf Deutschland zeigt: Im letzten Jahr lag das Wirtschaftswachstum bei insgesamt 0,7%. Damit konnte sich die deutsche Wirtschaft insgesamt von der Euro-Zone abheben. Im letzten Quartal hatte die Wirtschaftsleistung zwar nachgelassen, allerdings waren die drei vorangegangenen Quartale so stark, dass das Plus nicht aufgefressen werden konnte.

Wirtschaftswachstum 2013: Prognose bei 0,4%

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wird für 2013 ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,4% für Deutschland erwartet.

Wie im Vorjahr wird sich die deutsche Wirtschaft mit ihrem Wachstum von anderen Ländern der Eurozone abheben, heißt es weiter im Jahreswirtschaftsbericht der Regierung. Für das Jahr 2014 rechnet die Bundesregierung mit einem deutlichen Wachstum. Die derzeitige Prognose liegt bei 1,6%.

15. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.