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Der Unterschied zwischen Momentum und Relativer Stärke

Zwei wichtige Fachbegriffe aus der Welt des Börsenhandels.

Doch wissen Sie genau, wo der Unterschied zwischen ihnen liegt?

Zwei Begriffe – Unterschiedliche Aussagen

Sowohl der Begriff ‚Momentum‘ als auch ‚Relative Stärke‘ wird wohl allen Anlegern bekannt vorkommen.

Beide bezeichnen wichtige Kursindikatoren und sind zudem mit einer jeweils speziellen Anlage- bzw. Chart-Strategie verbunden.

Aufgrund der Ähnlichkeit der Aussagen, die jeweils gemacht werden können, kommen die Begriffe doch des Öfteren durcheinander.

Wir erklären nochmal Schritt für Schritt den Unterschied zwischen Momentum und Relativer Stärke.

Das Momentum als Ausdruck von Kraftschüben

Beginnen wir mit einer ganz kurzen Zusammenfassung der Aussagekraft des jeweiligen Wirtschafts-Begriffs.

Was genau wird nochmal als Momentum bezeichnet? Das Momentum ist eine wichtige Kennzahl der technischen Analyse.

Es gibt Aufschluss über Tempo und Kraft von Kursbewegungen sowie über Trendumkehrungen.

Kurse, die einen Schub nach oben erhalten, steigen in aller Regel weiter an.

Je öfter Aktien einen solchen Schub erhalten, desto weiter werden sie im Kurs nach oben getragen.


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Um das Momentum einer Aktie zu ermitteln, wird jeden Tag die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs und einem Kurs in der Vergangenheit , beispielsweise vor 30 Tagen, berechnet und fortgeschrieben.

Als Ergebnis erhalten Sie eine Oszillator-Grafik mit Ausschlägen, die um die Nulllinie herum pendeln.

Die Momentumskurve kann wie ein Chart analysiert werden.

Wendepunkte im unteren Bereich der Kurve können als Kauf-, Wendepunkte im oberen Bereich können als Verkaufsignale gewertet werden.

Für diese Auswertung wählen Charttechniker in der Regel eine Einstellung von 20 Tagen.

Mehr dazu:

Momentum Strategie: So funktioniert’s Teil 1

Momentum Strategie: So funktioniert’s Teil 2

Relative Stärke = Ausdruck des Gesamtverhaltens

Die relative Stärke gibt in erster Linie Aufschluss darüber, ob sich eine Aktie stärker oder schwächer bewegt als der Gesamtmarkt.

Zunächst wird der Zeitraum der Auswertung festgelegt. Typisch sind 7, 25 oder 30 Tage.

Für Ihre eigenen Analysen können Sie beliebig wählen, je kürzer die Periode, umso weniger Aussagekraft hat das Ergebnis aber.

Berechnen Sie dann im zweiten Schritt für jeden Tag den Unterschied zwischen dem aktuellen Kurs und dem Kurs am Tag zuvor.

Anschließend errechnet man für alle Werte den exponentiellen gleitenden Durchschnitt.

Benötigt werden zum Schluss ausschließlich die täglichen Durchschnittswerte. Allgemein gilt: Je höher der Wert, desto besser der Trend.

Die wichtigen Marken, die beim der Relative-Stärke-Indikator (nach Wilder) die Signale geben, sind das Überschreiten der 70%-Linie, welches das nahe Ende eines Aufwärtstrends anzeigt, sowie das Unterschreiten der 30%-Linie, welches eine Umkehr des Abwärtstrends anzeigt.

Mehr dazu: Allgemeines zur Berechnung der Relativen Stärke

Unterschied zwischen Momentum und Relativer Stärke

Allgemein lässt sich also festhalten, dass beide Indikatoren wichtige Instrumente zur Chartanalyse und damit für Ihre Investitionsentscheidungen darstellen.

Das Momentum gibt dabei einen Indexwert an, der auf dem Vergleich der Handelsschlusswerte einer bestimmten Aktie über einen gewissen Zeitraum hinweg basiert.

Die Relative Stärke gibt dagegen ein Verhältnis zwischen einem Aktienkurs und dem allgemeinen markttechnischen Durchschnittswert an.

Beide Instrumente können also dazu dienen, Trends zu analysieren.

Oftmals gilt die Momentum-Analyse als feiner und damit genauer als die Trendanalyse anhand der Relativen Stärke.

Doch welches System man bevorzugt, ist prinzipiell jedem Anleger selbst überlassen, denn beide haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile.

27. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.