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Industrielle Revolution: Dampfmaschine – die wohl wichtigste Erfindung

Mechanisch angetriebene Schiffe und Züge sind in der heutigen Zeit nichts Besonderes. Diese Technik wurde jedoch erst durch die Erfindungen der industriellen Revolution möglich: Und zwar durch den Antrieb der Dampfmaschine.

Sie schuf die Grundvoraussetzungen für das Leben, wie wir es heute kennen. Sie vereinfachte jedoch nicht nur den Transport, sondern revolutionierte auch die Produktion von Waren. Denn die Dampfmaschine ermöglichte erst den Bau riesiger Fabriken. James Watt wird oft für den Erfinder der Dampfmaschine im Jahr 1865 gehalten. Eigentlich hat er sie aber nicht erfunden, sondern nur enorm verbessert.

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Die Kolbendampfpumpe war der Vorläufer der Dampfmaschine und wurde bereits um das Jahr 1700 von Thomas Newcomen erfunden. Sie wurde dazu benutzt, Wasser aus Tiefschächten zu pumpen und war nicht so leistungsstark wie die Dampfmaschine. James Watt erschuf eine ganz neue Art der Dampfmaschine: Er verknüpfte frühere Erfindungen und Erkenntnisse miteinander und erhöhte so gravierend die Leistungsstärke der Maschine.

Industrielle Revolution: Beginn der Fabrikindustrie durch die Dampfmaschine

Zuerst wurde die Dampfmaschine in England hergestellt und verwendet. Aber bald schon begann auch der Rest Europas und die USA die Vorteile der Dampfmaschine zu erkennen und sich zu Nutze zu machen. Während der industriellen Revolution wurde es möglich, große Fabriken überallhin zu bauen, weil man durch die Dampfmaschine nicht mehr auf Flüsse angewiesen war, damit dort Wasserräder die Maschinen antreiben konnten.

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Die Dampfmaschine sorgte also dafür, dass Flüsse für die Standortwahl von Fabriken nicht mehr ausschlaggeben waren. Bis zur Erfindung der Dampfmaschine gab es nur kleinere Handwerksbetriebe, die beispielsweise Teppiche oder Porzellan herstellten. Nach der Erfindung der Dampfmaschine gab es riesige Fabriken.

Die Dampfmaschine: Verwendungen in der Industrie

Die Dampfmaschine trieb Spinnmaschinen und Webstühle an, die schnell und effektiv Textilwaren herstellten, die in ganz Europa gefragt waren. Die Maschine wurde immer weiterentwickelt und trieb schließlich auch Lokomotiven und Schiffe an. Das gab der Industrie wieder mehr Möglichkeiten, da nun nicht mehr nur die Produktion von Waren beschleunigt wurde, sondern auch der Gütertransport.

Außerdem wurde für das Betreiben der Dampfmaschine viel Kohle gebraucht, für den Bau von Eisenbahnstrecken und Dampfschiffen viel Eisen und Stahl. Das kurbelte die Wirtschaft weiter an und schuf neue Arbeitsplätze, denn um beispielsweise neue Eisenbahnschienen zu verlegen, brauchte man viele Arbeiter.

Vor- und Nachteile der Dampfmaschine

Das Leben der Menschen wurde durch die Dampfmaschine in nur wenigen Jahrzenten vollständig verändert: Segelschiffe konnten sich nicht gegen die maschinenbetriebenen Dampfschiffe durchsetzen und Postkutschen erübrigten sich völlig, da Eisenbahnen nun die Post transportierten.

Aber die Dampfmaschinen hatten auch Nachteile, weshalb sie heutzutage kaum noch verwendet werden. Sie verbrauchten beispielsweise sehr viel Kohle, waren unhandlich und sehr groß. Außerdem erzeugten sie einen unangenehmen Geruch. Circa seit 1900 wurden aus diesen Gründen Diesel- und Elektromotoren statt der Dampfmaschinen verwendet. Sie waren preiswerter, kleiner und geruchsfreundlicher.

10. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.