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KUV: Was bedeutet die Kennzahl des Kurs-Umsatz-Verhältnisses für Aktien?

Die Abkürzung KUV steht für das Kurs-Umsatz-Verhältnis einer Aktie. Es ist eine der meistgenutzten Aktienkennzahlen, um zu bewerten, ob ein Aktientitel gerade günstig oder teuer bewertet ist.

KUV: Wie das Kurs-Umsatz-Verhältnis ermittelt wird

Das KUV ist eine der grundlegenden Kennzahlen in vielen Aktienanalysen und wird in diesen auch angegeben. Es ist jedoch wichtig zu wissen, wie diese Kennzahl zustande kommt.

Die Ermittlung des KUV ist kein Hexenwerk. Dafür benötigen wir zunächst den Umsatz je Aktie. Hierzu wird einfach der Gesamtumsatz des Unternehmens durch die Anzahl der Aktien geteilt. Beide Angaben sind auf den Internetseiten jedes soliden börsennotierten Unternehmens zu finden.

Nun wird der aktuelle Kurs der Aktie, den Sie im GeVestor Kurs- und Charttool abrufen können, durch den Umsatz je Aktie geteilt. So einfach ist das KUV zu berechnen.

Was sagt KUV über die Bewertung einer Aktie aus?

Sinn und Zweck von Aktienkennzahlen ist es einfach, darzustellen, ob eine Aktie im Vergleich zum Wettbewerb gerade günstig oder teuer zu bewerten ist. Dies gilt natürlich auch für das KUV.


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Eine Aktie, die ein KUV unter 1 aufweist, gilt allgemein als günstig bewertet, und es wird davon ausgegangen, dass dieser Wert noch über Kurspotenzial nach oben verfügt.

Aktien, die ein KUV von 1,5 und höher aufweisen, gelten dagegen als „teuer“.

Vorsicht: Beim KUV wird nur der Umsatz, nicht der Gewinn betrachtet

Ein Problem beim Bewerten von Aktien mit Hilfe des KUV ist es, dass nur der Umsatz betrachtet wird. Wie hoch die Gewinne des Unternehmens sind oder ob überhaupt Gewinn erzielt wird, spielt hierbei keine Rolle.

Auf Dauer können aber nur Unternehmen im Markt bestehen, die auch Gewinne erzielen. Es ist daher leicht einzusehen, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das KGV, in der Regel als die aussagekräftigere Kennzahl betrachtet wird.

Dennoch sollte immer ein Blick auf das KUV geworfen werden.

Wann und warum das KUV eine wichtige Kennzahl ist

Wie eben erwähnt, werden beim KUV die Gewinne des Unternehmens nicht betrachtet, sondern nur der Umsatz. Diese Schwäche des KUV ist gleichzeitig auch eine Stärke dieser Kennzahl.

Was sich zunächst komisch anhört, ist recht einfach zu begründen. Der Umsatz ist eine feste Zahl, an der nicht gerüttelt werden kann, daher ist das KUV eine sehr zuverlässige Kennzahl. Der Gewinn hingegen kann, je nach Art der Rechnungslegung und der einfließenden Abschreibungen, manipuliert werden.

Auch wenn ein Unternehmen durch Sonderbelastungen einmal keinen Gewinn erzielt und somit kein KGV ermittelt werden kann, ist das KUV die verlässlichste Kennzahl zur Bewertung.

Dasselbe gilt auch für Start-Ups und viele Internet-Unternehmen. Hier werden oft trotz schnell wachsender Umsätze in den ersten Jahren noch keine Gewinne erzielt. Prominente Beispiele hierfür sind Facebook und Twitter.

Zusammenfassung: KUV als Aktienkennzahl

Das KUV ist im Aufbau sehr einfach und als Aktienkennzahl leicht verständlich. In den Fällen, in denen ein KGV nicht ermittelbar ist, ist das KUV die beste Möglichkeit, um einzuschätzen, ob ein Aktienkurs aktuell günstig bewertet ist.

Wie bei allen Kennzahlen sollte das KUV aber nie als einzige Entscheidungshilfe herangezogen werden. Generell gilt: Je mehr Kennzahlen und Informationen zu einem Wert zur Verfügung stehen, desto sicherer ist die Entscheidung, die man treffen kann.

16. Januar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.